
UN-Sicherheitsrat verurteilt Iran – doch die wahren Aggressoren bleiben ungenannt
Man könnte es kaum besser erfinden, wenn man die Absurdität internationaler Diplomatie auf die Spitze treiben wollte: Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch eine Resolution zum Iran-Konflikt verabschiedet, die zwar den Iran scharf verurteilt – die Vereinigten Staaten und Israel jedoch mit keinem einzigen Wort erwähnt. Ein Meisterstück selektiver Empörung, das einmal mehr die Frage aufwirft, welchen Wert die Vereinten Nationen als moralische Instanz überhaupt noch besitzen.
Eine Resolution mit auffälligen Leerstellen
Die von Bahrain eingebrachte und von 135 Ländern unterstützte Resolution fordert die „sofortige Einstellung aller Angriffe der Islamischen Republik Iran" gegen Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien. Darüber hinaus verurteilt sie iranische Handlungen oder Drohungen, die darauf abzielten, die internationale Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu behindern oder zu blockieren. Das Abstimmungsergebnis: 13 zu 0, bei Enthaltung Russlands und Chinas.
Was in dem Dokument fehlt, ist freilich mindestens so aufschlussreich wie das, was darin steht. Kein Wort über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran vom 28. Februar, die ohne Vorwarnung erfolgten – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als Teheran in mehreren Runden von Atomverhandlungen mit Gesandten der Trump-Administration steckte. Kein Wort über die Eskalation vom Juni, die Teheran offenbar völlig unvorbereitet traf. Die Resolution liest sich, als existiere nur eine Seite des Konflikts.
Teheran reagiert mit scharfer Zurückweisung
Wenig überraschend wies der Iran die Resolution umgehend und in aller Schärfe zurück. Teheran erklärte, man erkenne die „dumme Resolution" nicht an – eine diplomatische Wortwahl, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Auch Peking und Moskau, die beide enge Handels- und Sicherheitsbeziehungen zum Iran unterhalten, zeigten sich alles andere als zufrieden. Chinas UN-Botschafter Fu Cong brachte es auf den Punkt: Der Text spiegle „die Ursachen und das Gesamtbild des Konflikts nicht in ausgewogener Weise wider".
Ein von Moskau eingebrachter alternativer Resolutionsentwurf, der alle Seiten zur Einstellung der Feindseligkeiten aufgefordert hätte, scheiterte erwartungsgemäß. Die Botschaft ist klar: Im UN-Sicherheitsrat gelten unterschiedliche Maßstäbe – je nachdem, wer die Bomben wirft.
Amerikas triumphaler Ton
US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Walz, kommentierte das Ergebnis mit kaum verhohlener Genugtuung. Irans Strategie, „Chaos zu säen und seine Nachbarn als Geiseln zu halten", sei offensichtlich nach hinten losgegangen, wie die Abstimmung zeige. Eine bemerkenswerte Interpretation, wenn man bedenkt, dass die USA selbst einen Angriffskrieg gegen den Iran führen, ohne dass dies in der Resolution auch nur Erwähnung findet.
Was diese Farce über die Weltordnung verrät
Dieser Vorgang ist symptomatisch für den desolaten Zustand der internationalen Institutionen. Die Vereinten Nationen, einst gegründet als Bollwerk gegen willkürliche Kriegsführung, verkommen zunehmend zum Instrument geopolitischer Machtspiele. Wer über ausreichend Einfluss im Sicherheitsrat verfügt, kann offenbar Kriege beginnen, ohne jemals beim Namen genannt zu werden. Wer hingegen auf der falschen Seite steht, wird verurteilt – ungeachtet der Frage, wer den ersten Schlag führte.
Für Europa und insbesondere für Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die Abhängigkeit von einer regelbasierten internationalen Ordnung, die in der Praxis nur selektiv angewandt wird, ist ein gefährliches Fundament für die eigene Sicherheitspolitik. In Zeiten, in denen geopolitische Konflikte eskalieren und die Energiemärkte erschüttert werden, zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Absicherung gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung. Gold und Silber kennen keine doppelten Standards – ihr Wert überdauert jede noch so absurde Resolution.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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