
Trumps Kohle-Comeback: Während Amerika Kraftwerke baut, schaltet Deutschland sie ab
Es gibt Momente, in denen die Gegensätze zwischen zwei Wirtschaftsnationen so grell aufleuchten, dass man fast die Augen schließen möchte. Während die deutsche Politik seit Jahren mit religiösem Eifer ihre eigenen Kraftwerke vom Netz nimmt und die Energieversorgung dem Wetter überlässt, schlägt der amerikanische Präsident Donald Trump den entgegengesetzten Kurs ein. Am 4. Juni kündigte er im Oval Office ein Investitionspaket von 700 Millionen US-Dollar – umgerechnet rund 610 Millionen Euro – zur Stärkung der amerikanischen Kohleindustrie an. Die Botschaft ist unmissverständlich: Energie soll bezahlbar, verlässlich und in heimischer Hand bleiben.
Eine Strategie, die Arbeitsplätze schützt statt vernichtet
Nach Angaben der US-Regierung sollen die Mittel 42 Kohleminen und mehr als 14.000 Arbeitsplätze absichern. Den amerikanischen Stromkunden, so das Versprechen, sollen dadurch über 50 Milliarden US-Dollar an Energiekosten erspart bleiben. Allein 485 Millionen US-Dollar fließen in den Erhalt bestehender Kraftwerke in zehn Bundesstaaten – von Arizona über Kentucky bis West Virginia. Man stelle sich das einmal vor: Eine Regierung, die Arbeitsplätze in der eigenen Industrie nicht als lästigen Klotz am Bein, sondern als schützenswertes Gut begreift.
„Heute ergreifen wir historische Maßnahmen, um mit der Kraft sauberer, schöner Kohle die Energiepreise und die Lebenshaltungskosten für alle Amerikaner zu senken“, erklärte Trump bei der Veranstaltung.
Darüber hinaus sollen 185 Millionen US-Dollar private Investitionen für die ersten neuen Kohlekraftwerke seit 2013 in Alaska und West Virginia flankieren. Ein lange geplantes Exportterminal im kalifornischen Hafen von Oakland erhält 75 Millionen US-Dollar, um amerikanische Kohle in den Pazifikraum zu verschiffen.
Wenn der Realismus zur nationalen Sicherheit wird
Bereits im April hatte Trump per Durchführungsverordnung die Kohlevorräte und die Stromerzeugung unter Berufung auf den Defense Production Act von 1950 zu einer Frage der nationalen Sicherheit erklärt. Der Marktanteil der Kohle an der US-Stromerzeugung ist von rund 50 Prozent im Jahr 2008 auf etwa 15 Prozent im Jahr 2026 gesunken. Wo andere kapitulieren würden, sieht Washington offenbar eine strategische Reserve, die man nicht leichtfertig verschenkt.
Energieminister Chris Wright nahm dabei kein Blatt vor den Mund und stellte einen Zusammenhang zwischen dem Ausbau von Wind- und Solarenergie und steigenden Strompreisen her. Die Amerikaner, so Wright, seien über hohe Strompreise verärgert – und Schuld daran sei die Schließung zuverlässiger Kraftwerke zugunsten subventionierter, unzuverlässiger Anlagen. Wer in den vergangenen Jahren die deutsche Energiedebatte verfolgt hat, dürfte sich beim Lesen dieser Worte ertappt fühlen, energisch zu nicken.
Deutschland: Das Mahnmal der verfehlten Energiepolitik
Während Bayer-Chefs den Standortnachteil Deutschlands beklagen und die Industrie unter explodierenden Energiekosten ächzt, hat sich die Bundesrepublik fast schon trotzig dem Ausstieg aus jeder grundlastfähigen Energieerzeugung verschrieben. Erst die Kernkraft, dann die Kohle – und am Ende steht der Bürger mit den höchsten Strompreisen Europas da. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 mag sich auf dem Papier hübsch ausnehmen, doch sie wird von künftigen Generationen teuer bezahlt werden müssen.
Der vorhersehbare Widerstand
Erwartungsgemäß meldeten sich Umweltverbände zu Wort und kündigten rechtliche Schritte an. Der Sierra Club bezeichnete das Investitionspaket als „widerwärtig und verwerflich“. Die Branche selbst hingegen begrüßte die Maßnahmen ausdrücklich. Rich Nolan, Präsident der National Mining Association, betonte, die Kohleverstromung schütze Verbraucher vor volatilen Energiepreisen und Versorgungsengpässen – ein Argument, das angesichts des wachsenden Strombedarfs durch Künstliche Intelligenz und der angespannten Lage im Nahen Osten an Gewicht gewinnt.
Eine bittere Lehre für die deutsche Politik
Man muss kein Anhänger der Kohle sein, um zu erkennen, worum es im Kern geht: um die Frage, ob ein Land seine Energieversorgung selbst in der Hand behält oder sie ideologischen Träumereien opfert. Während Amerika auf Versorgungssicherheit setzt, hat sich Deutschland in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert. Genau diese Unsicherheit ist es, die kluge Bürger seit jeher dazu bewegt, ihr Vermögen breit zu streuen und auf krisenfeste Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten bewährt – unabhängig davon, welche Regierung gerade welche Kraftwerke abschaltet.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigene Recherchen anstellen oder fachkundigen Rat einholen.

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