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Kettner Edelmetalle
09.07.2026
13:03 Uhr

Trump zieht den Stecker: Feuerpause mit dem Iran faktisch beerdigt – und die Ölmärkte zittern

Es gibt Momente in der Weltpolitik, in denen ein einziger Satz genügt, um die Finanzmärkte in Aufruhr zu versetzen. US-Präsident Donald Trump hat einen solchen Satz geliefert. Am Rande des NATO-Gipfels in Ankara erklärte er die brüchige Feuerpause zwischen Washington und Teheran kurzerhand für obsolet. Seine Worte, festgehalten von der Financial Times, lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: «Meiner Meinung nach ist sie vorbei.»

«Sie sind Lügner» – Klartext statt Diplomatensprech

Man mag von Donald Trump halten, was man will – seine Rhetorik kennt keine diplomatischen Weichspüler. Die iranische Führung bezeichnete er als «Abschaum», sprach von «kranken Menschen», die von «kranken Menschen» geführt würden. Weiter erklärte er, mit den Mullahs zu verhandeln sei schlicht «Zeitverschwendung». Man habe es, so seine Botschaft, mit notorischen Lügnern zu tun, mit denen belastbare Vereinbarungen schlicht unmöglich seien.

«Für mich ist es einfach Zeitverschwendung, mit ihnen zu verhandeln. Sie sind Lügner.»

Ob dieser Frontalangriff die Verhandlungslinie der USA komplett kappen wird, ließ Trump immerhin offen. Seine Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner dürften – so seine vage Andeutung – weiterhin sondieren. An einen echten Durchbruch glaubt der Präsident indes selbst nicht mehr. Diplomatie als Feigenblatt, während im Hintergrund die Militärmaschinerie bereits wieder auf Hochtouren läuft.

Wenn Raketen sprechen: Neue Eskalation am Golf

Denn Trumps verbale Breitseite kam nicht aus dem Nichts. Ihr vorausgegangen sei, so das Pentagon, eine handfeste militärische Konfrontation. Die USA hätten mit Angriffen auf iranische Ziele reagiert, nachdem in der strategisch entscheidenden Straße von Hormus Schiffe attackiert worden seien. Teheran wiederum behauptete, mit Raketen und Drohnen auf 85 US-Militärstandorte im Nahen Osten geantwortet zu haben. Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen: Hier eskaliert etwas, das sich schnell zu einem Flächenbrand ausweiten könnte.

Die Straße von Hormus – für jene, die den Weltatlas eher selten aufschlagen – ist die Lebensader des globalen Ölhandels. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert diese schmale Meerenge. Eine Blockade dort träfe die Weltwirtschaft ins Mark. Und wer glaubt, das gehe an Deutschland vorbei, der irrt gewaltig.

Der Ölpreis kennt nur eine Richtung – nach oben

Prompt reagierten die Märkte. Der Preis für die Rohölsorte Brent schoss auf rund 78 US-Dollar pro Barrel. Wer erinnert sich noch an die vollmundigen Versprechen einer stabilen Energieversorgung? In einem Deutschland, das seine Kernkraftwerke aus ideologischer Verblendung abgeschaltet und sich in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert hat, wirken solche Nachrichten wie ein Schlag in die Magengrube. Steigende Energiepreise bedeuten steigende Inflation – und die zahlt am Ende der ohnehin geschröpfte deutsche Bürger an der Tankstelle und beim Heizen.

Auch die Verbündeten bekommen ihr Fett weg

Trump wäre nicht Trump, würde er nicht auch gegen die eigenen Bündnispartner austeilen. Spanien qualifizierte er wegen dessen Haltung im Iran-Konflikt kurzerhand als «schrecklichen Partner» ab und drohte mit einem Handelsstopp. Und selbstverständlich durfte auch seine altbekannte Forderung nach einer Übernahme Grönlands nicht fehlen. Man sieht: Die transatlantische Harmonie, von der europäische Politiker so gerne schwärmen, ist bestenfalls eine Schönwetter-Erzählung.

Was bleibt für den deutschen Anleger?

Während Politiker in Berlin und Brüssel dem geopolitischen Sturm weitgehend ratlos gegenüberstehen, sollte sich jeder verantwortungsbewusste Bürger fragen: Wie schütze ich mein Vermögen in einer Welt, in der ein einziger Präsidentensatz Ölpreise explodieren lässt und Krisen im Wochentakt aufflammen? Papierwährungen, Aktienindizes und schuldenfinanzierte Sondervermögen taugen in solchen Zeiten wenig als Fels in der Brandung.

Physisches Gold und Silber hingegen haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in geopolitischen Krisen ihren Wert nicht nur halten, sondern häufig sogar zulegen. Wer sein Portefeuille krisenfest aufstellen möchte, tut gut daran, einen soliden Anteil an Edelmetallen als Versicherung gegen die Unwägbarkeiten dieser Welt beizumischen. Gold fragt nicht nach Waffenruhen und lässt sich von den Launen der Mächtigen nicht beeindrucken.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Im Zweifelsfall sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

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