
Trump erpresst London: Zölle drohen, falls Digitalsteuer gegen US-Konzerne nicht fällt

Die transatlantischen Beziehungen zwischen Washington und London stehen erneut vor einer Belastungsprobe. US-Präsident Donald Trump hat dem Vereinigten Königreich unverblümt mit empfindlichen Strafzöllen gedroht, sollte die britische Regierung ihre umstrittene Digitalsteuer auf amerikanische Technologiekonzerne nicht umgehend abschaffen. Eine klare Ansage aus dem Oval Office – und ein weiteres Kapitel im Handelskrieg, den Trump weltweit führt.
Zwei Prozent, die alles verändern könnten
Im Kern geht es um eine bereits 2020 eingeführte Abgabe: Zwei Prozent auf die Umsätze von Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und Online-Marktplätzen, sofern diese Einnahmen aus dem Geschäft mit britischen Nutzern generieren. Klingt überschaubar – trifft aber vor allem Schwergewichte wie Alphabet, Meta und Apple. Für das britische Finanzministerium ist die Steuer ein lukratives Instrument: Rund 800 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 1,08 Milliarden US-Dollar, sollen im Haushaltsjahr 2024/2025 in die Staatskasse geflossen sein. Ein nicht zu verachtender Posten, den die Labour-Regierung von Keir Starmer keineswegs kampflos aufgeben dürfte.
Trump hingegen sieht in der Steuer einen plumpen Versuch, sich auf Kosten amerikanischer Unternehmen zu bereichern. Wer amerikanische Konzerne melke, um sich einen „leichten Dollar" zu verdienen, der müsse mit harter Gegenwehr rechnen, ließ der Präsident durchblicken. Seine Drohung formulierte er in gewohnt ungeschliffener Manier: Wenn London die Steuer nicht fallen lasse, werde man wohl einen „großen Zoll" verhängen. Eine konkrete Höhe nannte er nicht – die Unsicherheit dürfte gewollt sein.
Ein Handelsabkommen, das plötzlich verhandelbar scheint
Bemerkenswert ist, dass die Digitalsteuer bei den Verhandlungen über das im vergangenen Mai geschlossene US-britische Handelsabkommen explizit unangetastet blieb. Doch Trump ließ bereits Anfang des Monats gegenüber Sky News durchblicken, die Bedingungen des Deals könnten „jederzeit geändert werden". Eine Aussage, die bei britischen Diplomaten für blanken Schrecken gesorgt haben dürfte. Denn was heute gilt, ist in Trumps Welt morgen bereits Makulatur.
Die jüngste Eskalation reiht sich ein in eine Serie öffentlicher Spitzen gegen Premierminister Keir Starmer. Pikant ist das Timing: Ausgerechnet in der kommenden Woche steht ein viertägiger Staatsbesuch von König Charles III. und Königin Camilla in den USA an. Die Monarchen werden am Montag nach Amerika reisen und im Weißen Haus mit Trump zusammenkommen. Eine diplomatische Gratwanderung, die britisches Fingerspitzengefühl erfordern wird.
Ein Lehrstück über die Fragilität moderner Handelsbeziehungen
Was sich hier abspielt, ist mehr als nur ein bilateraler Disput. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell vermeintlich stabile wirtschaftliche Verflechtungen ins Wanken geraten können, wenn politische Interessen kollidieren. Die Europäische Union, zu der Großbritannien bekanntlich nicht mehr gehört, hat Trumps Zollhammer bereits zu spüren bekommen – mit 20 Prozent auf sämtliche EU-Importe. Auch China mit 34 Prozent und die nordamerikanischen Nachbarn Mexiko und Kanada mit jeweils 25 Prozent wurden nicht verschont. Nun also könnte das Königreich folgen.
Für deutsche Beobachter sollte diese Episode ein Weckruf sein. Während Berlin sich in innenpolitischen Grabenkämpfen verliert und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aus dem Boden stampft – trotz gegenteiliger Wahlversprechen – agiert Washington mit brutaler ökonomischer Härte. Wer in einer solchen Weltlage auf Papiervermögen setzt, dessen Wert an der Laune eines einzelnen Mannes im Oval Office hängt, lebt gefährlich.
Warum physische Edelmetalle in solchen Zeiten Gold wert sind
Genau in derart turbulenten Zeiten zeigt sich der wahre Wert realer Sachwerte. Während Tech-Aktien wie Google, Meta oder Apple im Minutentakt auf politische Twitter-Eskapaden reagieren, behalten physisches Gold und Silber ihren Wert über Generationen hinweg. Keine Regierung, kein Präsident, keine Zollpolitik kann einer Unze Gold ihren inneren Wert nehmen. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Versprechen auf Papier und echtem Besitz.
Die aktuelle Drohkulisse zwischen Washington und London unterstreicht einmal mehr, wie wichtig eine breit gestreute Vermögensstruktur ist – mit physischen Edelmetallen als solidem Fundament. Wer sein Portfolio ausschließlich an Aktien, Anleihen oder digitale Vermögenswerte bindet, der setzt sich den Launen der Geopolitik schutzlos aus.
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