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Kettner Edelmetalle
29.01.2026
09:20 Uhr

Toyota triumphiert: Japanischer Autoriese lässt Volkswagen erneut hinter sich

Während die deutsche Automobilindustrie mit hausgemachten Problemen kämpft und sich in ideologischen Grabenkämpfen um Elektromobilität verzettelt, zeigt der japanische Konzern Toyota, wie man erfolgreich Autos baut und verkauft. Mit einem beeindruckenden Absatzrekord von 11,3 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2025 hat der Weltmarktführer seine Spitzenposition eindrucksvoll verteidigt – und das bereits zum sechsten Mal in Folge.

Volkswagen abgehängt: Deutsche Autobauer in der Krise

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während Toyota seine weltweiten Verkäufe um stolze 4,6 Prozent steigern konnte, musste der Wolfsburger Konkurrent Volkswagen einen Rückgang von 0,5 Prozent auf knapp neun Millionen Fahrzeuge hinnehmen. Die Differenz von über zwei Millionen verkauften Autos offenbart das ganze Ausmaß der deutschen Misere. Hohe Kosten im Inland, eine verfehlte Strategie und der zunehmende Konkurrenzdruck aus China setzen dem einstigen Vorzeigeunternehmen massiv zu.

Man fragt sich unweigerlich: Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt auf der Hand. Während deutsche Autobauer unter dem Druck einer ideologisch getriebenen Verkehrspolitik leiden und Milliarden in eine Elektromobilität investieren, die der Markt offenkundig nicht in dem Maße nachfragt, setzt Toyota auf einen pragmatischen Ansatz.

Hybrid statt Dogma: Toyotas Erfolgsrezept

Der japanische Konzern hat verstanden, was viele deutsche Manager und Politiker offenbar nicht wahrhaben wollen: Der Kunde entscheidet, nicht die Politik. Benzin-elektrische Hybridantriebe machten bei Toyota weltweit beachtliche 42 Prozent des Absatzes aus. Reine Elektrofahrzeuge hingegen kamen lediglich auf einen Anteil von 1,9 Prozent. Diese Zahlen sollten all jenen zu denken geben, die das Verbrenner-Aus als alternativlos propagieren.

Besonders in den USA, wo die Nachfrage nach Hybridfahrzeugen boomt, konnte Toyota punkten. Die Exporte von Japan in die Vereinigten Staaten kletterten um mehr als 14 Prozent auf rund 615.000 Fahrzeuge. Das SUV-Modell RAV4 erwies sich dabei als absoluter Verkaufsschlager. Zusammen mit dem Heimatmarkt Japan machten die USA mehr als 40 Prozent der Verkäufe aus.

Selbst in China wieder auf Wachstumskurs

Bemerkenswert ist auch Toyotas Entwicklung auf dem hart umkämpften chinesischen Markt. Während deutsche Hersteller dort zunehmend Marktanteile an einheimische Konkurrenten verlieren, verzeichnete Toyota erstmals seit vier Jahren wieder einen Zuwachs – wenn auch nur um bescheidene 0,2 Prozent. Doch in einem Markt, der von aggressiven chinesischen Herstellern dominiert wird, ist selbst ein minimales Plus ein beachtlicher Erfolg.

Ein Weckruf für die deutsche Industrie

Die Erfolgsgeschichte Toyotas sollte als mahnendes Beispiel dienen. Während in Deutschland über Tempolimits, Verbrennerverbote und immer neue Regulierungen debattiert wird, konzentrieren sich die Japaner auf das Wesentliche: Autos zu bauen, die der Kunde tatsächlich kaufen möchte. Die Kernmarken Toyota und Lexus legten weltweit um 3,7 Prozent auf den Rekordwert von 10,5 Millionen Einheiten zu.

Es ist höchste Zeit, dass die deutsche Politik ihre ideologischen Scheuklappen ablegt und die Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Automobilindustrie schafft. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat hier eine gewaltige Aufgabe vor sich. Denn wenn Deutschland seinen industriellen Kern verliert, werden die Konsequenzen für Arbeitsplätze und Wohlstand verheerend sein. Toyota hat vorgemacht, wie es geht – nun liegt es an uns, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

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Wer ist: Ernst Wolff

Ernst Wolff ist ein renommierter Wirtschaftsjournalist und Autor. Geboren in 1950 in China, in der Stadt Tianjin, zog er schon als Kleinkind mit seiner Familie nach Südkorea und von dort nach Deutsch…
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