
Tödliche Raserei: Illegale Autorennen nehmen in Deutschland dramatisch zu

Was sich auf Deutschlands Straßen abspielt, ist längst kein Kavaliersdelikt mehr – es ist eine tickende Zeitbombe. Die Zahl illegaler Autorennen ist im Jahr 2025 erneut sprunghaft angestiegen, und mit ihr die Zahl der Toten und Schwerverletzten. Eine Anfrage bei allen 16 Bundesländern förderte erschreckende Zahlen zutage, die das ganze Ausmaß einer Entwicklung offenbaren, der die Politik seit Jahren weitgehend tatenlos zusieht.
Zwölf Prozent mehr Anzeigen – und das sind nur die bekannten Fälle
Elf Bundesländer, die konkrete Zahlen lieferten, verzeichneten einen Anstieg der Anzeigen wegen illegaler Rennen von 6.075 auf 6.800 – ein Plus von rund zwölf Prozent. Wohlgemerkt: Exakte Gesamtzahlen für ganz Deutschland existieren nicht, da Verkehrsstraftaten in der Kriminalstatistik nicht gesondert erfasst werden. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In einem Land, das sich seiner Bürokratie und Datensammelwut rühmt, ist man nicht einmal in der Lage, eine der gefährlichsten Formen der Straßenkriminalität systematisch zu dokumentieren.
Besonders drastisch stellt sich die Lage in Nordrhein-Westfalen dar. Dort wurden 2025 insgesamt 2.384 illegale Rennen registriert – fünf Prozent mehr als im Vorjahr und satte 17 Prozent mehr als noch 2021. Die Zahl der dadurch verursachten Unfälle explodierte im selben Zeitraum um unfassbare 72 Prozent auf 663. Neunzehn Menschen verloren allein in den Jahren 2024 und 2025 in NRW ihr Leben durch diese Form der rücksichtslosen Raserei – so viele wie nie zuvor.
Lebenslang für Mord auf der Straße – der Fall Ludwigsburg
Wie tödlich diese Selbstüberschätzung am Steuer enden kann, zeigte der aufsehenerregende Prozess vor dem Landgericht Stuttgart. Im April 2026 wurde ein Raser wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann hatte sich gemeinsam mit seinem Bruder ein illegales Autorennen in der Ludwigsburger Innenstadt geliefert. Mit mehr als 130 Stundenkilometern – in einer Tempo-50-Zone – rammte der jüngere Bruder das Fahrzeug zweier junger Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren, die gerade eine Tankstelle verlassen wollten. Beide starben.
Die drei Angeklagten, allesamt türkischer Herkunft, hatten sich nach Überzeugung des Gerichts am Abend des 20. März 2025 gezielt zu dem Rennen verabredet. Sie rasten durch eine Bahnhofsunterführung, bremsten, stimmten sich ab und beschleunigten erneut. Dabei filmten sie sich gegenseitig und feuerten sich an. Der Bruder des Hauptangeklagten erhielt 13 Jahre Haft wegen versuchten Mordes. Ein Urteil, das zwar hart klingt, aber zwei junge Frauen nicht zurückbringt.
Bremen: Familienangehörige behindern Rettungskräfte
Erst Mitte April 2025 sorgte ein weiterer Fall für Entsetzen – diesmal in Bremen. Ein mit vier Personen besetzter Mercedes lieferte sich ein Rennen mit einem anderen Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Bordstein samt Gehweg und kollidierte mit einem Lichtmast. Der Wagen landete auf dem Dach, die Insassen mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Gerät befreit werden. Fahrer und Beifahrer erlitten schwere Verletzungen.
Doch damit nicht genug: Diverse Familienangehörige erschienen an der Unfallstelle und behinderten die Aufräumarbeiten, sodass die Polizei zusätzliche Kräfte anfordern musste, um die Unfallstelle überhaupt absichern zu können. Ein Vorgang, der symptomatisch ist für eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften und staatlicher Ordnung, die in bestimmten Milieus um sich greift.
Bundesweiter Trend: Überall steigende Zahlen, nirgends ausreichende Daten
Der Blick in die einzelnen Bundesländer offenbart ein erschreckendes Muster. In Hessen stieg die Zahl der Anzeigen von 155 im Jahr 2020 auf 403 im Jahr 2025 – eine Verdreifachung binnen fünf Jahren. Gerade einmal 50 Beamte in sieben spezialisierten Kontrolleinheiten stehen dem Problem gegenüber. In Bayern kletterte die Zahl von 555 auf 633, ein Plus von über 14 Prozent. Detailliertere Auswertungen seien nur durch manuelle Sichtung jedes einzelnen Vorgangs möglich – was offenbar niemand leisten will oder kann.
Baden-Württemberg erfasste 2024 insgesamt 433 Fälle; allein im ersten Halbjahr 2025 waren es bereits 293. Rheinland-Pfalz meldete einen kontinuierlichen Anstieg von 288 auf 419 Rennen zwischen 2020 und 2025, konnte aber nicht einmal beziffern, wie viele Menschen dabei ums Leben kamen. Hamburg verzeichnete einen dramatischen Sprung von 117 auf 186 Rennen – weigerte sich jedoch, weitere Details zu liefern, da eine „händische Einzelauswertung für eine journalistische Anfrage nicht leistbar" sei. Und in Sachsen-Anhalt stiegen die registrierten Straftaten um mehr als 50 Prozent – wobei das letzte verfügbare Lagebild aus dem Jahr 2022 stammt.
Ein Staatsversagen mit Ansage
Was diese Zahlen in ihrer Gesamtheit offenbaren, ist nichts weniger als ein systematisches Versagen. Ein Staat, der nicht einmal in der Lage ist, die Dimension eines Problems statistisch zu erfassen, wird es kaum lösen können. Die Tatsache, dass Bundesländer auf journalistische Anfragen mit dem Hinweis antworten, eine Auswertung sei „zu aufwändig", spricht Bände über den Zustand unserer Sicherheitsarchitektur.
Während in Berlin über Tempolimits auf Autobahnen debattiert wird, rasen in den Innenstädten junge Männer mit 130 Stundenkilometern durch Tempo-50-Zonen und töten unbeteiligte Menschen. Während Milliarden in ideologische Prestigeprojekte fließen, fehlt es an Polizeibeamten, an technischer Ausstattung, an konsequenter Strafverfolgung. Die Opfer dieser Raserei sind in der Regel keine Beteiligten – es sind unbescholtene Bürger, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren.
Die zunehmende Kriminalität auf Deutschlands Straßen, ob durch Messerangriffe, Gewaltdelikte oder eben tödliche Autorennen, ist Ausdruck einer politischen Fehlsteuerung, die nicht länger hingenommen werden darf. Es ist nicht nur die Meinung dieser Redaktion, sondern die eines Großteils der deutschen Bevölkerung: Wir brauchen Politiker, die Sicherheit und Ordnung wieder zur obersten Priorität machen – statt sich in ideologischen Grabenkämpfen zu verlieren, während auf unseren Straßen Menschen sterben.
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