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Kettner Edelmetalle
19.04.2026
10:21 Uhr

Straße von Hormus blockiert: Ölpreis-Schock und die Geister, die Trump rief

Die Welt blickt gebannt auf eine der wichtigsten Wasserstraßen des Planeten – und was sie sieht, verheißt nichts Gutes. Die Straße von Hormus, jene schmale Meerenge zwischen Iran und Oman, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Öltransports floss, steht erneut still. Kein Tanker passiert, kein Frachter wagt die Durchfahrt. Was als militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran begann, hat sich zur schwersten Energiekrise der modernen Geschichte ausgewachsen.

Waffenstillstand auf tönernen Füßen

Dabei schien es kurzzeitig so, als könnte sich die Lage entspannen. Am Freitag hatte Teheran die vorübergehende Wiedereröffnung der Meerenge angekündigt – ein Zugeständnis im Rahmen eines von den USA vermittelten zehntägigen Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon. Die Ölpreise fielen prompt um rund zehn Prozent, die globalen Aktienmärkte sprangen nach oben. Doch die Euphorie währte keine 24 Stunden.

Bereits am Samstag machte Iran eine abrupte Kehrtwende. Teheran warf Washington vor, den Waffenstillstand durch eine eigene Seeblockade iranischer Häfen zu verletzen, und stellte die Kontrolle über die Meerenge wieder her. Ayatollah Mojtaba Khamenei ließ über die Staatsmedien verlauten, Irans Marine sei bereit, den Feinden „neue bittere Niederlagen" zuzufügen. Eine Drohgebärde, die angesichts der bereits acht Wochen andauernden Kampfhandlungen keineswegs als leere Rhetorik abgetan werden sollte.

Schüsse auf indische Schiffe – die Lage eskaliert

Wie brenzlig die Situation tatsächlich ist, zeigen die Ereignisse vom Samstag: Mindestens zwei unter indischer Flagge fahrende Schiffe wurden beim Versuch, die Meerenge zu passieren, unter Beschuss genommen. Indien bestellte daraufhin den iranischen Botschafter in Neu-Delhi ein und äußerte tiefe Besorgnis. Ein chinesischer Tanker und ein indisches Gastransportschiff, die am frühen Sonntagmorgen noch ostwärts unterwegs waren, wurden offenbar zur Umkehr gezwungen. Nach Mitternacht GMT passierte kein einziges Schiff mehr die Meerenge – eine gespenstische Stille auf einer der meistbefahrenen Seerouten der Welt.

Hunderte Schiffe und rund 20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Zwanzigtausend Menschen, gefangen in einem geopolitischen Schachspiel, dessen Ausgang niemand vorhersagen kann.

Verhandlungen in Islamabad: Viel Rauch, wenig Feuer

Die von Pakistan vermittelten Gespräche zwischen den USA und dem Iran – die ersten direkten Verhandlungen seit Jahrzehnten – endeten vergangene Woche in Islamabad ohne Ergebnis. Irans Chefunterhändler Mohammad Baqer Qalibaf sprach zwar von Fortschritten, fügte jedoch vielsagend hinzu: „Es gibt noch eine große Distanz zwischen uns." Die beiden Hauptstreitpunkte seien nach wie vor die Nuklearfrage und die Kontrolle über die Straße von Hormus.

Die Positionen könnten kaum weiter auseinanderliegen. Washington forderte eine zwanzigjährige Aussetzung aller iranischen Nuklearaktivitäten. Teheran bot drei bis fünf Jahre an. Wer auch nur rudimentäre Kenntnisse nahöstlicher Verhandlungsdynamiken besitzt, weiß: Diese Kluft lässt sich nicht in wenigen Tagen überbrücken – schon gar nicht, wenn der Waffenstillstand bereits am Mittwoch ausläuft.

Trump zwischen Golfplatz und Geopolitik

Präsident Trump selbst gab sich betont gelassen. Er sprach von „sehr guten Gesprächen" mit Teheran, ohne jedoch irgendwelche Details zu nennen. Nach einem Treffen mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern im Weißen Haus am Samstag begab er sich mit seinem Top-Gesandten Steve Witkoff – einem seiner Iran-Unterhändler – zum Trump National Golf Club. Ein Bild, das Bände spricht, während tausende Seeleute im Persischen Golf festsitzen und die Welt auf eine Lösung wartet.

Gleichzeitig drohte Trump dem Iran unverhohlen: Sollte kein langfristiges Abkommen vor Ablauf des Waffenstillstands zustande kommen, werde man „wieder anfangen, Bomben zu werfen". Die iranische Blockade bezeichnete er als „Erpressung". Man fragt sich unwillkürlich, wie ein solcher Ton zur Deeskalation beitragen soll.

Die wahren Leidtragenden: Verbraucher weltweit

Der seit dem 28. Februar tobende Konflikt – ausgelöst durch eine Welle amerikanischer und israelischer Luftangriffe auf den Iran – hat bereits Tausende Menschenleben gefordert und sich auf den Libanon ausgeweitet. Doch die wirtschaftlichen Folgen reichen weit über die Region hinaus. Die faktische Schließung der Straße von Hormus hat die Ölpreise in astronomische Höhen getrieben. In den USA steigen die Benzinpreise, die Inflation zieht an, und Trumps Zustimmungswerte sinken – ausgerechnet vor den Zwischenwahlen im November, bei denen die Republikaner ihre hauchdünnen Mehrheiten im Kongress verteidigen müssen.

Auch für Deutschland und Europa sind die Auswirkungen verheerend. Die ohnehin fragile wirtschaftliche Lage – belastet durch die Folgen der Energiewende, explodierende Staatsausgaben und das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung – wird durch steigende Energiepreise zusätzlich unter Druck gesetzt. Wer geglaubt hatte, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ließe sich durch ideologiegetriebene Klimapolitik einfach wegdekretieren, wird nun eines Besseren belehrt. Die Realität der Geopolitik kennt keine grünen Wunschträume.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Krisenwährung unverzichtbar sind. Während Aktienmärkte wild schwanken, Ölpreise explodieren und Währungen unter Druck geraten, bewährt sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein sicherer Hafen. Die aktuelle geopolitische Großwetterlage – vom Krieg am Persischen Golf über den andauernden Ukraine-Konflikt bis hin zu Trumps Zollpolitik – unterstreicht die Bedeutung einer soliden Vermögenssicherung durch Edelmetalle als unverzichtbare Beimischung in jedem breit aufgestellten Portfolio.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Diplomatie noch eine Chance hat oder ob die Welt in eine noch tiefere Krise schlittert. Der Waffenstillstand läuft am Mittwoch aus. Die Vorbereitungen für eine mögliche zweite Verhandlungsrunde in Islamabad scheinen zu laufen – Stacheldraht wurde in der Nähe des Serena Hotels gesichtet, Hotelgäste mussten ihre Zimmer räumen. Doch ob Vizepräsident Vance, der die erste US-Delegation anführte, erneut anreisen wird, bleibt unklar. Irans stellvertretender Außenminister Saeed Khatibzadeh erklärte, es gebe noch keinen Termin für die nächste Runde. Zunächst müsse ein Rahmenabkommen vereinbart werden.

Die Welt hält den Atem an. Und die Straße von Hormus bleibt stumm.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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