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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
06:59 Uhr

Stillstand auf Schienen und Treppen: Deutsche Bahn scheitert an simplen Rolltreppen

Es ist ein Bild, das sinnbildlicher kaum sein könnte für den Zustand der deutschen Infrastruktur: An Dutzenden Bahnhöfen im ganzen Land stehen seit Wochen die Rolltreppen still. Reisende schleppen ihre Koffer über starre Stufen, während der bundeseigene Konzern von „Fortschritten" spricht – ohne auch nur eine einzige konkrete Zahl zu nennen. Willkommen in Deutschland, dem Land der Ingenieure. Oder besser: dem Land, das einmal das Land der Ingenieure war.

Ein Getriebeschaden legt ein ganzes System lahm

Die Ursache des Debakels klingt fast schon banal: ein Getriebedefekt. Doch was bei einem einzelnen Gerät ein ärgerliches Missgeschick wäre, hat sich zu einem flächendeckenden Problem ausgewachsen. Bundesweit waren zuletzt 70 von rund 1.000 Rolltreppen außer Betrieb – und das nicht etwa wegen unterschiedlicher Defekte, sondern aufgrund ein und desselben technischen Fehlers. Rund die Hälfte der stillgelegten Anlagen befindet sich ausgerechnet am Berliner Hauptbahnhof, jenem Knotenpunkt, der das höchste Reiseaufkommen im gesamten Bundesgebiet verzeichnet.

Seit nunmehr vier Wochen kämpfen Techniker der Deutschen Bahn gemeinsam mit Fachleuten des finnischen Herstellers Kone darum, die Treppen wieder in Gang zu bringen. Man arbeite „unter Hochdruck", heißt es in der gewohnt wolkigen Sprache des Konzerns. Immerhin: Auf allen Ebenen des Hauptbahnhofs sollen inzwischen wieder einzelne Rolltreppen funktionieren, sodass Reisende theoretisch stufenlos von ganz oben nach ganz unten gelangen könnten. Theoretisch.

Ersatzteile mit monatelanger Lieferzeit

Wann sämtliche Anlagen wieder laufen werden? Das vermag niemand zu sagen. Die Bahn verweist auf fehlende Ersatzteile für die defekten Getriebekomponenten. Normalerweise – und dieses Wort sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen – betrage die Bestellfrist für solche Teile mehrere Monate. Mehrere Monate! In einer Zeit, in der man sich ein Smartphone innerhalb von 24 Stunden an die Haustür liefern lassen kann, braucht ein Staatskonzern mit Milliardenumsätzen Monate, um Ersatzteile für Rolltreppen zu beschaffen. Man fragt sich unwillkürlich, ob es in diesem Land überhaupt noch eine funktionierende Logistik gibt – oder ob auch diese längst dem allgemeinen Verfall anheimgefallen ist.

Koffertragen als Notlösung

Als Übergangslösung hat die Deutsche Bahn mehr als 40 Service-Mitarbeiter im Schichtbetrieb abgestellt, die Reisenden beim Koffertragen und bei der Orientierung helfen sollen. So rührend diese Geste auch sein mag – sie offenbart das ganze Ausmaß der Hilflosigkeit. Ein Unternehmen, das jährlich Milliarden an Steuergeldern verschlingt, muss auf menschliche Muskelkraft zurückgreifen, weil es nicht in der Lage ist, seine mechanischen Anlagen funktionsfähig zu halten.

Symptom eines tieferliegenden Problems

Die stillstehenden Rolltreppen sind freilich nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Verspätungen, marode Gleise, veraltete Stellwerke, überfüllte Züge – die Liste der Missstände bei der Deutschen Bahn ließe sich endlos fortsetzen. Jahrzehntelang wurde die Infrastruktur dieses Landes auf Verschleiß gefahren, während die Politik lieber ideologische Prestigeprojekte finanzierte, statt in das Rückgrat der Volkswirtschaft zu investieren.

Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz angekündigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur klingt zunächst vielversprechend. Doch angesichts der Tatsache, dass es sich dabei letztlich um schuldenfinanzierte Ausgaben handelt, die kommende Generationen belasten werden, darf man skeptisch bleiben. Denn was nützen Hunderte Milliarden, wenn die grundlegenden Strukturen – von der Ersatzteilbeschaffung bis zur Fachkräfteausbildung – nicht funktionieren?

Deutschland war einmal ein Land, in dem die Züge pünktlich fuhren und die Rolltreppen liefen. Heute ist es ein Land, in dem beides zum Luxus geworden ist. Und während anderswo in der Welt Hochgeschwindigkeitszüge durch die Landschaft gleiten, stehen hierzulande die Fahrgäste vor stillstehenden Treppen und warten. Auf Ersatzteile. Auf Fachkräfte. Auf eine Politik, die endlich wieder Prioritäten setzt, die dem Bürger dienen – und nicht dem eigenen ideologischen Sendungsbewusstsein.

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