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18.02.2026
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Steuersenkung als Mogelpackung: 92 Euro für den Normalbürger – während die Politik sich selbst feiert

Steuersenkung als Mogelpackung: 92 Euro für den Normalbürger – während die Politik sich selbst feiert

Man reibt sich verwundert die Augen. Da verspricht die schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz vollmundig Steuerentlastungen für die hart arbeitende Mitte der Gesellschaft – und was kommt am Ende dabei heraus? Lächerliche 92 Euro im Jahr für einen durchschnittlich verdienenden Single. Das sind nicht einmal acht Euro im Monat. Davon kann man sich in deutschen Großstädten gerade noch einen Döner leisten – wenn überhaupt.

Der „Mittelstandsbauch" – ein Dauerbrenner ohne Lösung

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich vorgenommen, die Grenze des Spitzensteuersatzes von derzeit 68.000 auf 80.000 Euro zu versteuerndes Einkommen anzuheben. Klingt erst einmal vernünftig. Das Problem der sogenannten kalten Progression – also des schleichenden Hineinwachsens in höhere Steuerklassen durch inflationsbedingte Gehaltserhöhungen – ist seit Jahrzehnten bekannt. Und seit Jahrzehnten wird es von wechselnden Regierungen bestenfalls kosmetisch behandelt. Die Gehälter steigen nominal, die Kaufkraft stagniert, aber der Fiskus greift immer tiefer in die Taschen der Bürger. Ein perfides System, das den Staat automatisch reicher und den Steuerzahler ärmer macht.

Linnemann spricht davon, den „Mittelstandsbauch abzuflachen". Eine hübsche Metapher. Doch die nüchternen Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) entlarven den Vorstoß als das, was er in Wahrheit ist: ein Geschenk an die oberen zehn Prozent der Einkommensbezieher. Singles in dieser Kategorie könnten bis zu 1.000 Euro jährlich sparen, Paare sogar 2.000 Euro. Für die breite Masse der Arbeitnehmer – also jene Menschen, die morgens um sechs aufstehen, ihre Kinder zur Schule bringen und dann acht Stunden oder mehr schuften – bleiben besagte 92 Euro. Familien mit zwei Kindern dürfen sich immerhin über 160 Euro freuen. Welch großzügige Geste.

SPD contra CDU: Der ewige Verteilungskampf

Während die CDU also primär die Besserverdienenden entlasten möchte, verfolgt Koalitionspartner SPD unter Finanzminister Lars Klingbeil eine andere Strategie. Die Sozialdemokraten wollen den Spitzensteuersatz von 42 auf satte 47 Prozent anheben, um damit Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen gegenzufinanzieren. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese betonte, man habe eine Steuerreform zugunsten kleiner und mittlerer Einkommen „fest vereinbart" – bei gleichzeitiger stärkerer Besteuerung sehr hoher Einkommen.

Die Union wiederum stemmt sich vehement gegen höhere Spitzensteuersätze. Und hier wird es tatsächlich interessant: Mathias Middelberg, haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, warnt davor, dass ein erhöhter Spitzensteuersatz nicht nur vermeintlich „Reiche" treffe, sondern vor allem die große Mehrheit der deutschen Unternehmen. Drei Viertel aller Firmen in Deutschland seien Einzelunternehmen oder Personengesellschaften, die dem Einkommensteuertarif unterliegen. In wirtschaftlich ohnehin angespannten Zeiten – man denke nur an die massiven US-Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe, die Trumps Handelskrieg mit sich bringt – wäre eine zusätzliche Steuerbelastung für diese Unternehmen tatsächlich Gift.

Das eigentliche Problem: Der Staat gibt zu viel aus

Was in der gesamten Debatte jedoch sträflich unter den Tisch fällt, ist die Frage, warum der deutsche Staat überhaupt so viel Geld benötigt. Statt über die Verteilung der Steuerlast zu streiten, sollte man endlich über die Ausgabenseite sprechen. Ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur, das letztlich nichts anderes als neue Schulden auf Kosten kommender Generationen darstellt, explodierende Sozialausgaben und eine Bürokratie, die jedes unternehmerische Engagement im Keim erstickt – das sind die wahren Probleme. Doch darüber redet in Berlin niemand gerne.

Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat er bereits gebrochen, bevor die Tinte unter dem Koalitionsvertrag richtig trocken war. Und nun sollen die Bürger mit 92 Euro Steuerersparnis ruhiggestellt werden? Das ist nicht Entlastung – das ist Verhöhnung.

Wer wirklich profitiert – und wer nicht

Die DIW-Forscher haben auch durchgerechnet, was eine aufkommensneutrale Reform kosten würde: Der Spitzensteuersatz müsste auf bis zu 47 Prozent steigen und würde dann ab 97.200 Euro greifen. Das bedeutet im Klartext: Die eine Hand gibt, die andere nimmt. Der Mittelstand, den man angeblich entlasten will, würde am Ende kaum etwas davon spüren. Es ist das alte Spiel der deutschen Steuerpolitik – viel Lärm um nichts.

Besonders bitter schmeckt diese Erkenntnis vor dem Hintergrund der realen wirtschaftlichen Lage. Die Inflation hat die Ersparnisse der Bürger aufgefressen, die Energiepreise sind nach wie vor auf einem Niveau, das international seinesgleichen sucht, und die Abgabenlast in Deutschland gehört zu den höchsten weltweit. In einer solchen Situation mit Minibeträgen um die Ecke zu kommen und dies als große Steuerreform zu verkaufen, zeugt entweder von bemerkenswerter Realitätsferne oder von kalkulierter Dreistigkeit.

Wer sein hart erarbeitetes Vermögen in diesen unsicheren Zeiten wirklich schützen möchte, sollte sich nicht auf die Versprechen der Politik verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Steuerexperimente gerade in Berlin ausgebrütet werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen soliden Schutz gegen Inflation und die schleichende Enteignung durch eine Politik, die den Bürgern mit der einen Hand 92 Euro gibt und mit der anderen Hunderte Milliarden an neuen Schulden aufnimmt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuerberatung dar. Die dargestellten Informationen entsprechen unserer eigenen Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen. Für individuelle steuerliche Fragen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Steuerberater. Ebenso stellt dieser Beitrag keine Anlageberatung dar. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor jeder Investition eigene Recherchen durchführen.

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