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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:51 Uhr

Starmers Stuhl wackelt: Epstein-Skandal um Mandelson reißt Labour in den Abgrund

Was sich derzeit auf der politischen Bühne Großbritanniens abspielt, liest sich wie das Drehbuch eines zweitklassigen Politthrillers – mit dem entscheidenden Unterschied, dass es bittere Realität ist. Premierminister Keir Starmer steht vor den Trümmern seiner eigenen Personalentscheidung und klammert sich an sein Amt, während ihm die engsten Vertrauten reihenweise davonlaufen.

Zwei Berater in zwei Tagen – die Flucht aus Downing Street

Am Montag verlor Starmer bereits seinen zweiten hochrangigen Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit. Nachdem sein Stabschef Morgan McSweeney am Vortag das Handtuch geworfen hatte, folgte nun Kommunikationsdirektor Tim Allan, der seinen Rücktritt mit dem durchsichtigen Argument begründete, Platz für ein „neues Team" schaffen zu wollen. Man kennt diese diplomatischen Formulierungen – sie sind das politische Äquivalent eines Notausgangs.

Im Zentrum des Bebens steht eine Entscheidung, die Starmer 2024 traf und die ihm nun wie ein Bumerang ins Gesicht fliegt: die Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in Washington. Mandelson, ein Labour-Urgestein und politisches Schwergewicht, unterhielt nachweislich enge Verbindungen zum verstorbenen US-Finanzier Jeffrey Epstein – jenem Mann, dessen Name mittlerweile zum Synonym für einen der größten Skandale der westlichen Welt geworden ist.

Marktrelevante Geheiminformationen an Epstein weitergegeben

Die Dimension des Skandals ist atemberaubend. Vom US-Justizministerium freigegebene Dokumente belegen, dass Mandelson während der globalen Finanzkrise marktrelevante Regierungsinformationen an Epstein weitergab. Am Abend des 9. Mai 2010 – wohlgemerkt als damaliger Wirtschaftsminister – informierte er Epstein vorab über ein 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket zur Stabilisierung des Euro. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte erst am nächsten Morgen. Man muss kein Finanzexperte sein, um zu verstehen, welchen Wert solche Vorabinformationen für einen Finanzier wie Epstein hatten.

Doch damit nicht genug: Mandelson soll auch Dokumente aus der Downing Street über wirtschaftliche Bewertungen, Vermögensverkäufe und EU-Rettungsmaßnahmen an seinen „Kumpel" weitergeleitet haben. Was hier beschrieben wird, ist nichts weniger als der Verdacht auf schwerwiegendes Fehlverhalten im öffentlichen Amt – die britische Polizei ermittelt bereits.

Mandelson flieht aus dem House of Lords

Mandelson selbst reagierte auf die Enthüllungen mit einer Flucht nach vorn – oder besser gesagt: nach draußen. Er trat vergangene Woche aus dem House of Lords zurück und verließ am Wochenende auch die Labour-Partei, angeblich um „weitere Peinlichkeiten" zu vermeiden. Eine bemerkenswerte Formulierung für jemanden, der möglicherweise Staatsgeheimnisse an einen mittlerweile berüchtigten Sexualstraftäter weitergegeben hat. Die Partei behauptete ihrerseits, bereits disziplinarische Maßnahmen eingeleitet zu haben – ein durchschaubarer Versuch, Handlungsfähigkeit zu simulieren.

Starmer: „Politik kann eine Kraft zum Guten sein"

Der Premierminister selbst wandte sich am Montag an seine Mitarbeiter in der Downing Street und äußerte sein Bedauern über die Mandelson-Entscheidung. „Wir müssen beweisen, dass Politik eine Kraft zum Guten sein kann", sagte er laut veröffentlichten Auszügen. Schöne Worte. Doch sie klingen hohl angesichts der Tatsache, dass Starmer einen Mann zum Botschafter in Washington ernannte, dessen Verstrickungen mit Epstein seit Jahren öffentlich bekannt waren.

Starmer behauptet nun, Mandelson habe die Behörden während der Sicherheitsüberprüfung über seine Epstein-Verbindungen getäuscht. Ob diese Verteidigungslinie trägt, darf bezweifelt werden. Schließlich waren Mandelson und Epsteins Beziehung kein Geheimnis – sie war vielmehr ein offenes Geheimnis, das jeder hätte kennen können, der auch nur eine Suchmaschine bedienen kann.

Druck von allen Seiten – auch aus den eigenen Reihen

Die Lage für Starmer verschärft sich stündlich. Anas Sarwar, der Vorsitzende der schottischen Labour-Partei, kündigte an, öffentlich den Rücktritt des Premierministers zu fordern. In Schottland befindet sich Labour im freien Fall – Umfragen zeigen die Partei hinter der Scottish National Party und der populistischen Reform UK, und das ausgerechnet vor den Wahlen zum schottischen Parlament im Mai.

Besonders vernichtend fiel das Urteil der konservativen Oppositionsführerin Kemi Badenoch aus. Sie verglich Starmer mit einer „Plastiktüte, die im Wind weht" und forderte ihn auf, endlich die Kontrolle zu übernehmen – oder Platz zu machen. „Wenn er es nicht kann, muss jemand anderes in der Labour-Partei das tun, oder es sollte Neuwahlen geben", erklärte sie gegenüber Sky News. Ein Labour-Abgeordneter brachte die Stimmung in seiner Fraktion auf den Punkt: „Es ist schmerzhaft. Es ist, als würde man einem tödlichen Autounfall in Zeitlupe zusehen."

Märkte reagieren nervös

Die politische Krise bleibt nicht ohne wirtschaftliche Folgen. Die Kreditkosten der britischen Regierung sind gestiegen – ein deutliches Signal dafür, dass Investoren die politische Instabilität und die fiskalische Richtung unter Labour zunehmend skeptisch bewerten. Politische Unsicherheit ist Gift für die Märkte, und Starmer liefert derzeit reichlich davon.

Ein Lehrstück über politische Vetternwirtschaft

Was sich in Großbritannien abspielt, ist weit mehr als eine innenpolitische Krise einer Regierungspartei. Es ist ein Lehrstück darüber, wie tief die Verflechtungen zwischen politischen Eliten und fragwürdigen Netzwerken reichen können. Der Fall Mandelson-Epstein wirft fundamentale Fragen auf: Wie konnte ein Mann, der nachweislich Staatsgeheimnisse an einen verurteilten Sexualstraftäter weitergab, überhaupt für das Amt des Botschafters in Betracht gezogen werden? Welche Seilschaften und Loyalitäten wogen schwerer als die nationale Sicherheit?

Energieminister Ed Miliband sprang seinem Premierminister zwar pflichtschuldig bei und erklärte auf der Plattform X, Starmer habe sich „das Recht verdient, den versprochenen Wandel umzusetzen". Doch solche Solidaritätsbekundungen wirken zunehmend wie Durchhalteparolen auf einem sinkenden Schiff. Die Realität sieht anders aus: Labour verliert in den Umfragen, die eigenen Reihen bröckeln, und der Skandal ist noch lange nicht ausgestanden.

Für den deutschen Beobachter mag dieser Vorgang als Warnung dienen. Auch hierzulande kennt man das Phänomen nur zu gut, dass politische Eliten sich gegenseitig Posten zuschieben und dabei die Interessen der Bürger aus den Augen verlieren. Der Epstein-Komplex ist dabei nur die Spitze eines Eisbergs, der die westliche Politiklandschaft noch lange beschäftigen wird. Dass ausgerechnet eine Labour-Regierung, die mit dem Versprechen von Transparenz und Integrität angetreten war, nun in einem solchen Sumpf versinkt, entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie.

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