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Kettner Edelmetalle
18.12.2025
08:30 Uhr

Spanien kapituliert vor der Hitze: Schutzräume als Symptom einer verfehlten Politik

Während Deutschland Milliarden in fragwürdige Klimaprojekte pumpt und die Bürger mit immer neuen Abgaben belastet, zeigt sich im Süden Europas, wohin die Reise geht. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat auf einer Klimakonferenz in Madrid den Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Hitze-Schutzräumen angekündigt. Was auf den ersten Blick wie eine pragmatische Maßnahme erscheint, offenbart bei genauerem Hinsehen das Eingeständnis einer gescheiterten Politik.

Die „neue Normalität" als Ausrede für staatliches Versagen

„Verheerende Dürre und Hitzewellen sind keine Seltenheit mehr. Sie sind die neue Normalität", verkündete Sánchez mit jener Selbstverständlichkeit, die linke Politiker so meisterhaft beherrschen, wenn es darum geht, eigenes Versagen als unabwendbares Schicksal zu verkaufen. In manchen Sommern gebe es keine einzelnen Hitzewellen mehr, sondern eine einzige lange Periode von Juni bis August. Statt jedoch die Infrastruktur des Landes grundlegend zu modernisieren oder in nachhaltige Stadtplanung zu investieren, flüchtet man sich in Notlösungen.

Noch vor Beginn des kommenden Sommers sollen Schutzräume in Behördengebäuden eingerichtet werden. Zusätzlich plant die Regierung, solche Zufluchtsorte in Wohngebieten zu schaffen – dort, „wo die Menschen besonders unter der Hitze leiden", wie Sánchez es formulierte. Barcelona hat bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und klimatisierte Räume in Bibliotheken, Schulen und Behörden eingerichtet. Auch das Baskenland folgt diesem Trend.

Über 1100 Tote als mahnendes Zeichen

Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen wird durch erschreckende Zahlen untermauert: Mehr als 1100 Menschen starben allein während einer 16-tägigen Hitzewelle in Spanien. Diese Tragödie wirft unbequeme Fragen auf. Warum wurden nicht längst Vorkehrungen getroffen? Warum mussten erst so viele Menschen sterben, bevor die Politik handelte?

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet jene Regierungen, die sich als Vorreiter im Klimaschutz inszenieren, bei der praktischen Anpassung an veränderte Bedingungen so kläglich versagen. Während man in Brüssel und Madrid große Reden schwingt und ambitionierte Klimaziele verkündet, fehlt es an den grundlegendsten Schutzmaßnahmen für die eigene Bevölkerung.

Ein Lehrstück für Deutschland?

Die Entwicklung in Spanien sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert und plant ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur. Doch ob diese Mittel tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden, bleibt fraglich. Die Erfahrung lehrt, dass ideologisch motivierte Großprojekte selten den erhofften Nutzen bringen.

Statt in symbolträchtige Maßnahmen zu investieren, wäre es an der Zeit, die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Hitze-Schutzräume mögen kurzfristig Leben retten – langfristig sind sie jedoch nur ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde, die durch jahrzehntelange politische Fehlentscheidungen entstanden ist.

Die wahre Herausforderung besteht nicht darin, Schutzräume zu bauen, sondern eine Politik zu gestalten, die solche Notlösungen überflüssig macht.

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