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29.11.2025
08:23 Uhr

Rentenreform 2025: Schwarz-Rote Koalition verschleppt drängende Probleme in die Zukunft

Die neue schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz präsentiert ihre Rentenpläne – und offenbart dabei ein erschreckendes Maß an Realitätsverweigerung. Statt die drängenden demographischen Herausforderungen anzupacken, verlagert die Koalition die Probleme auf eine neu zu gründende Rentenkommission. Was als großer Wurf verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Mogelpackung, die vor allem eines zeigt: Den Mut zu unpopulären, aber notwendigen Entscheidungen bringt diese Regierung nicht auf.

Das unveränderte Rentenpaket: Teuer und zukunftsblind

Friedrich Merz verkündete am Morgen mit bemerkenswerter Selbstsicherheit, das Rentenpaket solle „so durch den Deutschen Bundestag" – unverändert, wie es die SPD-Arbeitsministerin vorgelegt hatte. Die mangelnde Zukunftsfähigkeit werde schlicht geleugnet, heißt es aus Regierungskreisen. Diese Haltung grenzt an Fahrlässigkeit, wenn man bedenkt, dass die teuerste Maßnahme – die dauerhafte Erhöhung des Rentenniveaus – allein ab 2032 jährlich 15 Milliarden Euro verschlingen wird.

Besonders brisant: Der im Koalitionsvertrag vereinbarte Nachhaltigkeitsfaktor, der die Rentenerhöhungen demographisch bedingt dämpfen sollte, bleibt bis 2031 ausgesetzt. Eine Ironie der Geschichte, wurde dieser doch 2004 unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder eingeführt. Die Prognosen sind düster: Bis 2031 müssen 100 Erwerbstätige bereits 36 Rentner versorgen – ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber 2022.

Die Rentenkommission als Feigenblatt

Was die Regierung als Lösung präsentiert, wirkt wie ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Eine 13-köpfige Rentenkommission soll es richten – besetzt nach Parteiproporz mit sieben Unionsvertretern und sechs Sozialdemokraten. Dass die SPD trotz ihrer deutlich schwächeren Position im Bundestag fast paritätisch vertreten sein soll, lässt tief blicken. Hier zeigt sich einmal mehr die Verhandlungsschwäche des neuen Kanzlers Merz.

Die Kommission erhält einen Wunschzettel voller Widersprüche: Sie soll den „Nachholfaktor" prüfen, flexible Übergänge in die Rente „weiterentwickeln" – was im Klartext eine Ausweitung der ohnehin schon großzügigen „Rente mit 63" bedeuten könnte. Gleichzeitig soll über eine Kopplung der Renten an die Inflation nachgedacht werden, was das Rentenniveau faktisch aushöhlen würde.

Gefährliche Umverteilungsfantasien

Besonders alarmierend sind die Überlegungen zur Ausweitung der Beitragsbemessungsgrundlage. Kapitalerträge und Mieteinnahmen könnten künftig verbeitragt werden, Selbstständige zwangsweise ins Umlageverfahren einbezogen werden. Der größte Coup wäre die Zusammenlegung mit den gut gefüllten Versorgungswerken der freien Berufe – mehrere hundert Milliarden Euro locken hier als kurzfristige Beute.

Diese Pläne offenbaren das grundlegende Missverständnis der Koalition: Man verschiebt Probleme, statt sie zu lösen. Denn jeder zusätzliche Beitragszahler erwirbt auch zusätzliche Ansprüche. Die demographische Zeitbombe tickt weiter, nur mit größerer Sprengkraft.

Die absurde „Frühstartrente"

Als Krönung der ökonomischen Unvernunft präsentiert die CDU ihre „Frühstartrente": Kinder sollen mit Steuergeld fürs Alter sparen. Diese Idee widerspricht jeder volkswirtschaftlichen Logik. Menschen durchlaufen drei Lebensphasen – Kindheit, Erwerbsleben und Ruhestand. In der Kindheit sind sie abhängig, im Erwerbsalter versorgen sie sich und andere, im Alter entsparen sie. Kinder, die kein Geld erwirtschaften, können auch nichts fürs Alter zurücklegen. Dass nun Gewinne bundeseigener Unternehmen für diese Umverteilungsmaßnahme herhalten sollen, macht die Sache nicht besser.

Der vergessene Elefant im Raum

Was die Koalition komplett ausblendet, ist der steuerfinanzierte Bundeszuschuss zur Rentenversicherung. Dieser macht etwa ein Drittel der Rentenzahlungen aus und kommt allen Rentnern proportional zu ihren Beiträgen zugute – eine Umverteilung mit der Gießkanne, die vor allem dem oberen Drittel der Rentner nützt. Statt dieses System zu hinterfragen und Steuergeld gezielt für echte sozialpolitische Ziele einzusetzen, perpetuiert die Regierung die Fehlallokation.

Währenddessen explodieren die Kosten für Beamtenpensionen: 1,4 Millionen Pensionäre kosten fast genauso viel wie 20 Millionen Rentner. Die Haltelinie bei Beamtenpensionen liegt bei komfortablen 72 Prozent, während Rentner mit 48 Prozent abgespeist werden sollen. Diese Zweiklassengesellschaft im Alter wird von der Koalition nicht einmal thematisiert.

Ein Blick über den Tellerrand zeigt das Versagen

Deutschland hat im EU-Vergleich ein unterdurchschnittliches Rentenniveau. Besonders für Geringverdiener ist die Situation dramatisch: Mit 46,5 Prozent des letzten Einkommens liegen sie weit unter dem OECD-Schnitt von 64,5 Prozent. In Dänemark sind es 125 Prozent, in Luxemburg 90,4 Prozent. Diese Zahlen sollten die Regierung beschämen – stattdessen bastelt man an Kommissionen und verschiebt Probleme.

Die wahre Tragödie dieser Rentenpolitik liegt in ihrer Kurzsichtigkeit. Nur mit Kindern im Generationenvertrag und Erspartem im Kapitalmarkt kann eine Rente ausbezahlt werden. Die Sozialpolitik kann daran wenig ändern. Statt diese Wahrheit anzuerkennen und entsprechend zu handeln, flüchtet sich die schwarz-rote Koalition in Scheinlösungen und Verteilungskämpfe.

Die junge Generation wird die Zeche zahlen müssen – nicht nur finanziell, sondern auch durch ein zusammenbrechendes Rentensystem, das niemand rechtzeitig zu reformieren wagte. Die neue Bundesregierung hatte die Chance, hier gegenzusteuern. Sie hat sie vertan.

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