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Kettner Edelmetalle
18.08.2026
11:46 Uhr
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Promi-Aufmarsch gegen die AfD: Betreutes Wählen in Sachsen-Anhalt?

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September rollt eine Prominenten-Kampagne an. Unter dem Motto „Wahre Heimatliebe ist“ will der Verein „Mehr als uns trennt“ eine absolute Mehrheit der AfD verhindern. Mit an Bord: Oscar-nominierte Schauspielerin Sandra Hüller, ihr Kollege Christian Friedel, Max Simonischek und Anna Schudt.

Der Aufruf ist eindeutig: Die Bürger sollen ihre Stimme einer „demokratischen Partei“ geben. Was das konkret heißt, bleibt offen — nur eben nicht die AfD.

Ein Bus, ein Halbsatz und viele Plakate

Die Mittel klingen nach Wahlkampf-Folklore: Ein Bus soll durch das Land fahren und Passanten auffordern, den Satz „Wahre Heimatliebe ist …“ zu vervollständigen. Dazu kommen Plakate, die vor den Folgen einer AfD-Regierung warnen — etwa vor Kürzungen in der Pflege und in der Kunst.

Der Verein, in dem laut eigener Darstellung Wissenschaftler sowie Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mitwirken, bezeichnet sich als überparteilich. Man wolle die Heimat nicht denen überlassen, die „hetzen und spalten“, heißt es auf der Webseite. Mehr Inhalt findet sich dort kaum.

Genau hier setzt die Kritik an: Ein Verein, der sich überparteilich nennt und gleichzeitig eine bestimmte Partei aus dem Spiel nehmen will — Beobachter sehen darin einen Widerspruch, der sich nicht durch Marketing wegdefinieren lässt.

Warnung vor „gravierenden Folgen“

Der Verein erklärte laut Nachrichtenagentur dpa:

Sollte die AfD bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit erreichen und den Ministerpräsidenten stellen, hätte das gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen – nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern weit darüber hinaus.

Zu den Unterstützern zählen auch regionale Namen: der CDU-Politiker und frühere Chef der Staatskanzlei Karl Gerhold, der Vizepräsident des SC Magdeburg, René Bethke, und Anne Lequy, die frühere Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die Zahlen erklären die Nervosität

Der Grund für die Mobilmachung steht in den Umfragen. Medienberichten zufolge liegt die AfD in aktuellen Erhebungen zwischen 41 und 43 Prozent — 2021 waren es 20,8 Prozent, 2016 rund 24 Prozent. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte damit erster AfD-Ministerpräsident werden; der Landesverband wird vom dortigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft.

Auffällig ist die Häufung: Neben der Promi-Kampagne läuft auch eine Aktion des Bistums Magdeburg namens „Bewusst wählen“, und mehrere Organisationen investieren erhebliche Summen in Wahlwerbung für einzelne Parteien.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart das ein Grundproblem: Wer Wähler mit Bussen, Plakaten und Prominenten „abwerben“ will, statt deren Sorgen über Migration, Sicherheit, Energiepreise und wirtschaftlichen Abstieg politisch zu beantworten, riskiert den gegenteiligen Effekt. Erfahrungen aus den USA, wo Weltstars den Wahlsieg Donald Trumps 2024 nicht verhindern konnten, sprechen dafür.

Warum das ĂĽber Sachsen-Anhalt hinausreicht

Ein politisches Erdbeben in Magdeburg hätte Signalwirkung — für Berlin, für die Große Koalition unter Friedrich Merz, für das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Bürgern und Institutionen. Politische Unsicherheit dieser Größenordnung schlägt erfahrungsgemäß auch auf Märkte und Vermögenswerte durch.

Wer in solchen Phasen Stabilität sucht, greift traditionell zu physischen Edelmetallen — als staatsunabhängige Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt die Einordnung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der Verantwortung des Anlegers.

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