
Pleitewelle überrollt Deutschland: Alle 20 Minuten stirbt ein Unternehmen
Die Zahlen sind erschütternd, und doch überraschen sie niemanden mehr, der die wirtschaftspolitische Geisterfahrt der vergangenen Jahre aufmerksam verfolgt hat. 24.064 Firmeninsolvenzen verzeichneten die deutschen Amtsgerichte im Jahr 2025 – ein Anstieg um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Stand seit über einem Jahrzehnt. Alle 20 Minuten musste hierzulande ein Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Was für eine vernichtende Bilanz für den einstigen Wirtschaftsmotor Europas.
Ein Jahrzehnt des Niedergangs kulminiert
Bereits 2023 und 2024 waren die Insolvenzzahlen jeweils um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt. Dass der Anstieg 2025 „nur" noch gut zehn Prozent betrug, mag auf den ersten Blick wie eine Beruhigung wirken – doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Denn die absolute Zahl der Pleiten lag so hoch wie zuletzt 2014, als 24.085 Fälle registriert wurden. DIHK-Chefanalyst Volker Treier brachte es auf den Punkt: 2025 sei ein „ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland" gewesen.
Besonders hart trifft es die Branchen Verkehr und Lagerei sowie das Gast- und Baugewerbe. Jene Sektoren also, die ohnehin unter den Folgen explodierender Energiekosten, überbordender Bürokratie und einer erdrückenden Regulierungswut ächzen. Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im vergangenen Jahr 69 Insolvenzen – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.
Der Iran-Krieg als Brandbeschleuniger
Als wäre die Lage nicht schon dramatisch genug, verschärft der eskalierende Nahost-Konflikt die Situation zusätzlich. Steigende Energiepreise und die Angst vor neuen Störungen in den globalen Lieferketten setzen zahllose Unternehmen unter massiven Druck. Deutschland, das sich unter der Ampelregierung sehenden Auges in eine fatale Energieabhängigkeit manövriert hat, bekommt nun die Quittung für Jahre ideologiegetriebener Energiepolitik präsentiert. Wer Kernkraftwerke abschaltet und gleichzeitig auf russisches Gas verzichtet, der darf sich nicht wundern, wenn jede geopolitische Krise sofort zur existenziellen Bedrohung für die heimische Wirtschaft wird.
Auch im Februar 2026 reißt der Negativtrend nicht ab. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle meldeten im vergangenen Monat 1.466 Unternehmen Insolvenz an – satte 58 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Februar der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Diese Zahlen sind kein statistisches Rauschen. Sie sind ein Alarmsignal.
Auch Privatpersonen zunehmend betroffen
Die Pleitewelle erfasst längst nicht nur Unternehmen. 77.219 Verbraucherinsolvenzen wurden 2025 registriert – ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinter jeder einzelnen dieser Zahlen steht ein menschliches Schicksal, eine Familie, die nicht mehr weiß, wie sie über die Runden kommen soll. Während die Politik jahrelang Milliarden in fragwürdige Klimaprojekte und ideologische Prestigevorhaben pumpte, rutschten immer mehr Bürger in die finanzielle Notlage ab.
Vorsichtiger Optimismus – unter Vorbehalt
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass sich die Lage 2026 etwas entspannen könnte. BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley prognostizierte einen möglichen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 3,7 Prozent auf 23.100 Fälle – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Iran-Krieg in wenigen Wochen ende und die Energiepreise schnell wieder sänken. Eine Bedingung, die angesichts der geopolitischen Realitäten geradezu naiv anmutet.
Die Wirtschaftsauskunftei Crif warnt derweil, dass gut zehn Prozent aller deutschen Firmen inzwischen als insolvenzgefährdet gelten würden. Deutschland-Geschäftsführer Frank Schlein betonte, viele positive Signale der vergangenen Monate verlören durch den Iran-Krieg an Wirkung, da Energie- und Beschaffungskosten für zahlreiche Branchen weiter anstiegen.
Die Forderungen der Gläubiger
Die Gläubigerforderungen aus den Unternehmensinsolvenzen beliefen sich 2025 auf rund 47,9 Milliarden Euro. Zwar lag dieser Wert unter den 58,1 Milliarden Euro des Vorjahres – doch dies erklärt sich schlicht dadurch, dass 2024 mehr spektakuläre Großinsolvenzen zu verzeichnen waren. Die schiere Masse der Pleiten im Mittelstand, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft, ist deshalb nicht weniger besorgniserregend.
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Deutschland braucht dringend eine wirtschaftspolitische Kehrtwende. Weniger Bürokratie, niedrigere Energiekosten, eine verlässliche Infrastruktur und vor allem eine Regierung, die den Mittelstand nicht als Melkkuh betrachtet, sondern als das, was er ist – die tragende Säule unseres Wohlstands. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat vollmundig Verantwortung versprochen. Es wird höchste Zeit, dass sie diese auch übernimmt, bevor die nächsten Tausenden Unternehmen in den Abgrund gerissen werden.
In Zeiten wie diesen, in denen die wirtschaftliche Unsicherheit greifbar ist und das Vertrauen in Papierwerte schwindet, besinnen sich viele Anleger auf bewährte Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Vermögensschutz in Krisenzeiten bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Portfolios zur Vermögenssicherung beitragen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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