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Kettner Edelmetalle
11.02.2026
11:30 Uhr

Phantomstrom und Milliardengräber: Reiche zieht der Windkraft-Lobby den Stecker

Es geschieht etwas, das man in der deutschen Energiepolitik kaum noch für möglich gehalten hätte: Eine Bundesministerin wagt es, den heiligen Gral der Energiewende anzutasten. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant laut einem Referentenentwurf zur Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes eine deutliche Einschränkung beim Ausbau erneuerbarer Energien – und die Reaktionen fallen erwartungsgemäß hysterisch aus.

Wenn die Physik auf die Ideologie trifft

Der Kern des Vorhabens ist so simpel wie überfällig: Dort, wo die Stromnetze bereits hoffnungslos überlastet sind, sollen keine neuen Wind- und Solaranlagen mehr ans Netz gehen dürfen. Man könnte meinen, das sei gesunder Menschenverstand. Doch in einem Land, das jahrelang den Ausbau erneuerbarer Energien mit religiösem Eifer vorangetrieben hat, ohne sich um die nötige Infrastruktur zu scheren, gleicht ein solcher Vorschlag offenbar einer Gotteslästerung.

Konkret sollen sogenannte „kapazitätslimitierte Netzgebiete" ausgewiesen werden. In diesen Regionen dürften neue Anlagen nur noch dann angeschlossen werden, wenn die Betreiber auf jene üppigen Entschädigungen verzichten, die bislang bei Abregelungen wegen Netzüberlastung fließen. Zusätzlich sollen sich Anlagenbetreiber künftig finanziell am Netzausbau beteiligen. Die Höhe dieser Baukostenzuschüsse könnte regional variieren – ein Mechanismus, der Investoren zu Standorten mit besserer Netzanbindung lenken soll.

2,7 Milliarden Euro für Strom, der niemanden erreicht

Die Zahlen, die hinter diesem Vorstoß stehen, sind schlicht erschütternd. Allein für das Jahr 2025 werden die sogenannten Redispatchkosten auf rund 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Das ist Geld, das anfällt, wenn Windräder und Photovoltaikanlagen abgeregelt werden müssen, weil das Netz den produzierten Strom schlicht nicht aufnehmen kann – während gleichzeitig konventionelle Kraftwerke einspringen müssen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der deutsche Stromkunde zahlt also doppelt: einmal für den Strom, der produziert, aber nicht geliefert wird, und einmal für den Strom, der tatsächlich aus der Steckdose kommt.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Milliarden fließen Jahr für Jahr an Windparkbetreiber für Phantomstrom – für Energie, die nie einen Verbraucher erreicht hat. Ein Geschäftsmodell, das in jeder anderen Branche als Betrug gelten würde, ist in der deutschen Energiewirtschaft zur Normalität geworden. Katherina Reiche will diesem Irrsinn nun offenbar ein Ende bereiten.

Die Windlobby schreit Zeter und Mordio

Wenig überraschend reagierte die Wind- und Solarindustrie alarmiert. Verbände warnen, dass viele Projekte unter den neuen Bedingungen wirtschaftlich nicht mehr darstellbar wären. Im Klartext heißt das: Ohne die garantierten Subventionen und Entschädigungszahlungen lohnt sich kein Windrad mehr. Eine ehrlichere Bankrotterklärung für die angeblich so zukunftsträchtige Technologie kann man sich kaum vorstellen.

Der Grüne Felix Banaszak erkannte mit bemerkenswerter Klarheit, was Reiches Pläne bedeuten würden, und prophezeite nichts weniger als das Ende der Energiewende. Sein Fazit: Ohne die bisherigen Rahmenbedingungen würden keine Windräder mehr gebaut. Dass er damit unfreiwillig das vernichtendste Urteil über die Wirtschaftlichkeit der Windkraft gesprochen hat, dürfte ihm kaum bewusst geworden sein.

„Dann werden keine Windräder mehr gebaut werden, die Energiewende kommt nicht mehr voran."

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer, die man getrost als eine der eifrigsten Lobbyistinnen der Windindustrie im Parlament bezeichnen darf, warnte nebulös vor „Ausbaubegrenzungen, ökonomischen Überforderungen oder Redispatchvorbehalten", die die Investitionsanreize schwächten. Übersetzt aus dem Politikerdeutsch: Ohne staatliche Dauersubventionierung bricht das gesamte Kartenhaus zusammen.

Merkels langer Schatten über der Energiepolitik

Pikant wird die Angelegenheit durch einen unerwarteten Nebenschauplatz. Ausgerechnet Angela Merkel hat sich zum bevorstehenden CDU-Parteitag in Stuttgart angekündigt. Die ehemalige Bundeskanzlerin, die die Partei in den vergangenen Jahren eher ignoriert hatte, scheint plötzlich wieder Interesse an der Parteiarbeit zu entwickeln. Dass dies aus Freundschaft zu Friedrich Merz geschieht, darf bezweifelt werden.

Vielmehr dürfte Merkel – jene Kanzlerin, die 2011 im Alleingang den Atomausstieg beschloss und damit die Grundlage für das heutige Energiechaos legte – darauf bedacht sein, den Klimaflügel der CDU zu stärken und Reiches Reformbemühungen zu torpedieren. Es wäre nicht das erste Mal, dass Merkels politisches Erbe wie ein Mühlstein am Hals der Union hängt. Die Frau, die Deutschland in die energiepolitische Sackgasse manövriert hat, will offenbar sicherstellen, dass niemand den Rückwärtsgang einlegt.

Ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung

Bei aller berechtigten Skepsis, ob Reiches Pläne tatsächlich umgesetzt werden oder ob es sich lediglich um taktisches Vorwahlmanöver handelt – die Argumente sind nun erstmals von Regierungsseite öffentlich gemacht worden. Erst Netzausbau, dann Anlagenbau. Keine Zahlung für Phantomstrom. Kostenbeteiligung der Betreiber. Das sind Grundsätze, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, in der ideologisch aufgeladenen deutschen Energiedebatte aber revolutionär wirken.

Was fehlt, ist der konsequente nächste Schritt: die vollständige Streichung der Einspeisevergütung für nicht gelieferten Strom und eine Verpflichtung zum vollständigen Rückbau aller Anlagen nach Ende der Betriebszeit – einschließlich der massiven Betonfundamente, die derzeit einfach im Boden verbleiben. Doch selbst dieser zaghafte Vorstoß zeigt, dass die Realität die Ideologie langsam, aber sicher einholt.

Die bittere Bilanz der Energiewende

Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Hunderte Milliarden Euro in die sogenannte Energiewende gepumpt – und steht heute mit den höchsten Strompreisen Europas, einer zunehmend fragilen Versorgungssicherheit und einer Deindustrialisierung da, die ihresgleichen sucht. Die Verbraucher und Betriebe blättern allein für das Stromnetz rund 40 Milliarden Euro hin, während die Industrie ihre Produktion längst ins Ausland verlagert. Was als grünes Vorzeigeprojekt begann, hat sich als milliardenteures Subventionsgrab entpuppt.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und explodierender Energiekosten sollten Bürger mehr denn je darüber nachdenken, wie sie ihr Vermögen schützen können. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche energiepolitischen Experimente Regierungen gerade durchführen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen Schutz, den keine noch so großzügige Einspeisevergütung ersetzen kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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