Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
13.04.2026
08:53 Uhr

Opel wird ausgehöhlt: Stellantis vernichtet 650 Ingenieursstellen – und baut in Frankreich, Italien und den USA auf

Opel wird ausgehöhlt: Stellantis vernichtet 650 Ingenieursstellen – und baut in Frankreich, Italien und den USA auf

Während in Rüsselsheim eine schicke neue „grüne" Konzernzentrale aus dem Boden gestampft wird, vollzieht sich hinter der glänzenden Fassade ein schleichender Kahlschlag, der die einstige Ingenieursschmiede Opel bis auf die Knochen entkernt. 650 hochqualifizierte Entwicklerstellen werden gestrichen. Von einst 7.000 Ingenieuren, die unter General Motors am Standort Rüsselsheim arbeiteten, sollen am Ende gerade noch 1.000 übrig bleiben. Ein Bruchteil. Ein Trümmerhaufen einstiger deutscher Ingenieurskunst.

Das Zentrallabor schließt – die Prototypen-Entwicklung ist bereits Geschichte

Die Nachricht trifft wie ein Hammerschlag: Nach der bereits erfolgten Schließung der Prototypen-Entwicklung folgt nun auch das Zentrallabor, in dem unter anderem Materialien getestet wurden. Was bleibt, sind Restposten – Fahrassistenzsysteme, digitale Beleuchtung und das äußere Design von Opel-Modellen. Ja, Sie lesen richtig: Das äußere Design. Die Hülle. Die Schale. Den Kern, das technologische Herz, schlägt künftig anderswo.

Besonders entlarvend ist die Meldung, dass ein neuer Opel-SUV federführend von der chinesischen Stellantis-Beteiligung Leapmotor entwickelt werden soll. Von Opel komme lediglich noch die Optik. Gebaut werden soll das Elektrofahrzeug dann in Spanien. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine deutsche Traditionsmarke, deren technisches Rückgrat aus China kommt und deren Produktion nach Spanien wandert. Was genau ist dann noch „deutsch" an Opel? Der Name?

Anderswo wird kräftig eingestellt – nur nicht in Deutschland

Was die Situation vollends zur Farce macht, ist der Blick über die Landesgrenzen. Während in Rüsselsheim erfahrene Ingenieure in den vorzeitigen Ruhestand geschickt oder mit Abfindungen abgespeist werden, stellt Stellantis andernorts massiv ein. In den USA wurden bereits 2.500 neue Ingenieure rekrutiert. In Frankreich kündigte der Konzern 1.400 Neueinstellungen an, darunter 700 Ingenieure. Selbst in Italien kommen 100 Entwickler für den Fiat 500 Hybrid hinzu. Nur Deutschland geht leer aus. Schlimmer noch: Deutschland wird aktiv abgebaut.

Konzernchef Antonio Filosa begründet die Neueinstellungen mit dem Ziel, die Qualität zu steigern, die unter seinem sparbegeisterten Vorgänger Carlos Tavares gelitten habe. Eine bemerkenswerte Argumentation: Qualität steigern – aber bitte nicht in Deutschland, dem Land, das einst für Ingenieursexzellenz weltweit bewundert wurde.

Ein Symptom des deutschen Niedergangs

Opel ist dabei kein Einzelfall, sondern lediglich das grellste Symptom einer flächendeckenden Erosion. Der Zulieferer Mahle begräbt Entwicklungshoffnungen bei Wasserstoff und Elektrifizierung. Aumovio, hervorgegangen aus dem Continental-Konzern, will bis Jahresende weltweit 4.000 Entwicklerstellen streichen – nach bereits 3.000 im Vorjahr. Volkswagen hat sein Entwicklungszentrum in China massiv ausgebaut und kürzlich das erste komplett dort entworfene Modell vorgestellt. Ohne einen einzigen deutschen Ingenieur.

Die nackten Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Die Zahl der offenen Stellen im Bereich Entwicklung ist laut dem Mediaforschungsunternehmen Index im Jahr 2025 um 29 Prozent gesunken. Deutschland verliert seine technologische Basis – nicht durch Naturkatastrophen, sondern durch politische Rahmenbedingungen, die Unternehmen systematisch aus dem Land treiben.

Wenn die Politik versagt, wandert die Wertschöpfung ab

Man darf sich durchaus fragen, warum ausgerechnet der Standort Deutschland so massiv unter die Räder gerät. Die Antwort liegt auf der Hand: explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie, ideologiegetriebene Regulierung und eine Wirtschaftspolitik, die jahrelang lieber über Gendersprache und Lastenfahrräder debattierte als über industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar vollmundige Versprechen gemacht, doch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Steuerlast weiter in die Höhe treiben und kommende Generationen belasten – ohne dass erkennbar wäre, wie damit die Abwanderung von Ingenieurskapazitäten gestoppt werden soll.

Was wir in Rüsselsheim beobachten, ist nichts weniger als die Deindustrialisierung Deutschlands in Echtzeit. Eine Traditionsmarke wird zur leeren Hülle, während die Wertschöpfung nach Frankreich, Italien, in die USA und nach China abfließt. Die Ingenieure, die einst den Opel Kadett, den Astra und den Insignia entwickelten, werden nicht mehr gebraucht. Nicht weil sie schlecht wären – sondern weil Deutschland als Standort schlicht zu teuer, zu bürokratisch und zu unattraktiv geworden ist.

Für die verbliebenen 1.000 Entwickler in Rüsselsheim mag es ein schwacher Trost sein, dass Stellantis ihre Aufgabenbereiche „langfristig sichern" will. Der Umbau soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Betriebsbedingte Kündigungen habe es bislang nicht gegeben, heißt es beschwichtigend. Doch wer die Entwicklung der vergangenen Jahre verfolgt hat – von 7.000 auf 1.000 Ingenieure –, der weiß: Solche Versprechen haben die Haltbarkeit von Schnee in der Frühlingssonne.

Deutschland braucht dringend eine wirtschaftspolitische Kehrtwende. Nicht morgen. Jetzt. Sonst wird aus der einstigen Industrienation ein Museum vergangener Größe – mit einer hübschen grünen Konzernzentrale in Rüsselsheim als Ausstellungsstück.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen