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Kettner Edelmetalle
24.09.2026
12:48 Uhr
KI-generiert

Öl-Poker am Golf: Aramco plant den Ausweg aus der Hormus-Falle!

Öl-Poker am Golf: Aramco plant den Ausweg aus der Hormus-Falle!
Symbolbild: KI-generiert

Der größte Ölkonzern der Welt bereitet sich auf einen langen Krieg vor. Aramco-Chef Amin Nasser hat in einem Interview mit Nikkei Asia bestätigt, dass Saudi-Arabien zwei weitere Exportrouten für Rohöl prüft. Sie sollen die Straße von Hormus umgehen. Gleichzeitig kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent am Donnerstag wieder über 104 Dollar je Barrel.

„Keine kleine Unterbrechung“

Nasser ließ keinen Zweifel an der Lage. Die Krise werde nicht besser, sondern schlimmer, warnte der Konzernchef. Die Störung sei erheblich und alles andere als eine Kleinigkeit.

Aramco arbeite deshalb an Ingenieurs- und Machbarkeitsstudien für eine „vierte und fünfte Route“. Wo diese verlaufen sollen, verriet Nasser nicht. Bisher verfügt der Konzern über drei Hauptwege. Einer davon führt durch die Meerenge von Hormus, die Iran im laufenden Konflikt stört.

Den Ölmarkt beruhigt das kaum. Iran droht damit, den Krieg bis in den Indischen Ozean auszuweiten. Die Hoffnung, die Gespräche zwischen amerikanischen und iranischen Vertretern am Rande der UN-Generalversammlung könnten Entspannung bringen, ist schon wieder verflogen.

Drohnen gegen die Lebensader zum Roten Meer

Wie verwundbar selbst die Ausweichrouten sind, zeigte sich Anfang September. Am 10. und 11. September trafen Drohnen Pumpstationen der rund 1.200 Kilometer langen Ost-West-Pipeline. Sie bringt Rohöl von Abkaik am Persischen Golf zum Hafen Janbu am Roten Meer. Riad machte laut Medienberichten Milizen im Irak für den Angriff verantwortlich. Die Pipeline wurde abgeschaltet.

Berichten zufolge könnte sie bald wieder anlaufen, zunächst mit halber Kapazität. Nasser betonte, die Leitung bestehe in Wahrheit aus mehreren Strängen, die man kaum alle gleichzeitig ausschalten könne. Als weiteren Ausweg nannte er die ägyptische Sumed-Pipeline zum Mittelmeer. Aramco habe seine Kunden trotz aller Störungen stets beliefert. Man müsse lediglich die Tanker umleiten.

Beruhigend klingt das nur auf den ersten Blick. Auch am Bab al-Mandab, dem Nadelöhr zwischen Rotem Meer und Golf von Aden, spitzt sich die Lage zu. Medienberichten zufolge haben die mit Iran verbündeten Huthi-Milizen dort die strategisch wichtige Insel Perim eingenommen. Die weltweiten Öllagerbestände sind Analysten zufolge bereits um rund eine Milliarde Barrel geschrumpft.

Streit um ein „wertloses Stück Wasser“

Politisch sorgt das Thema für Zündstoff. US-Finanzminister Scott Bessent hatte gegenüber Fox Business erklärt, die Straße von Hormus werde in etwa zwei Jahren ein „wertloses Stück Wasser“ sein. Öl werde dann über Pipelines an Land fließen.

Katars Energieminister Saad Al-Kaabi widersprach heftig. Beim Qatar Economic Forum in New York nannte er diese Einschätzung laut Berichten schlicht falsch:

„Ich denke, das ist völlig falsch.“

Wer hat recht? Aramcos Pläne deuten darauf hin, dass die Golfstaaten ihre Energieströme tatsächlich neu verlegen wollen. Beobachter sehen darin einen schleichenden Machtverlust für Teheran. Die neuen Drohungen könnten der Versuch sein, dieses Druckmittel zu behalten. Doch Pipelines baut man nicht über Nacht. Bis dahin bleibt die Welt erpressbar.

Was das für Deutschland bedeutet

Für die Bundesrepublik ist das eine gefährliche Mischung. Nach dem Atomausstieg und dem Abschied vom russischen Gas hängt die deutsche Industrie mehr denn je an den Weltmärkten für Energie. Ein Ölpreis jenseits der 100 Dollar treibt die Kosten für Sprit, Heizöl und Transporte. Am Ende zahlen Pendler, Familien und Mittelständler die Zeche.

Die Inflation bekommt damit neuen Schub, ausgerechnet während Berlin mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen neue Schulden anhäuft. Für viele Sparer ist das ein weiterer Grund, auf physisches Gold und Silber zu setzen. Edelmetalle haben sich über Jahrhunderte als Krisenschutz bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie gegen geopolitische Schocks und Kaufkraftverlust absichern.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Rohstoffen oder Edelmetallen. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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