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Kettner Edelmetalle
03.03.2026
07:22 Uhr

Nahost-Pulverfass: USA und Israel eskalieren Krieg gegen den Iran – und die Welt schaut zu

Was sich seit dem vergangenen Wochenende im Nahen Osten abspielt, hat das Potenzial, die geopolitische Ordnung der kommenden Jahrzehnte grundlegend zu verändern. Die Vereinigten Staaten und Israel führen gemeinsam Krieg gegen den Iran – und beide Seiten bemühen sich nun fieberhaft um eine Rechtfertigung, die vor der Weltöffentlichkeit Bestand haben soll. Doch die Argumentation wirkt bei näherer Betrachtung so dünn wie das Eis, auf dem sich die gesamte Region bewegt.

Washingtons fragwürdige Logik der „präventiven Verteidigung"

Führende US-Republikaner schieben die Verantwortung für den Kriegseintritt zunehmend auf Israel. Mike Johnson, Sprecher des US-Repräsentantenhauses, erklärte nach einem Iran-Briefing, Israel sei entschlossen gewesen, „mit oder ohne amerikanische Unterstützung" zu handeln. Die US-Regierung habe deshalb eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Man könnte auch sagen: Washington wurde vor vollendete Tatsachen gestellt – und sprang bereitwillig auf den fahrenden Zug auf.

US-Außenminister Marco Rubio lieferte die rhetorische Meisterleistung, den Angriff als „proaktives defensives Handeln" zu bezeichnen. Man habe gewusst, dass Israel angreifen würde. Man habe gewusst, dass der Iran daraufhin amerikanische Streitkräfte ins Visier nehmen würde. Also habe man „präventiv" zugeschlagen. Eine bemerkenswerte Kausalkette, die im Grunde besagt: Weil unser Verbündeter einen Krieg vom Zaun brechen wollte, mussten wir selbst einen Krieg beginnen, um die Folgen des Krieges unseres Verbündeten abzumildern. Sechs US-Soldaten haben diese Logik bereits mit ihrem Leben bezahlt.

Netanjahu: Der Mann, der niemals lacht – außer wenn es um Krieg geht

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zeigte sich beim US-Sender Fox News in bester Stimmung. Auf die Frage, ob er Donald Trump in den Krieg „hineingezogen" habe, reagierte er mit Gelächter. Das sei „lächerlich", so der israelische Regierungschef. Trump sei der „stärkste Anführer der Welt" und tue, was er für richtig halte.

Seine Begründung für den Angriff: Der Iran habe nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen im vergangenen Jahr mit dem Bau neuer unterirdischer Bunker begonnen. Das Raketen- und „Atombombenprogramm" wäre innerhalb von Monaten unangreifbar gewesen. Hätte man jetzt nicht gehandelt, hätte man in Zukunft nichts mehr tun können, behauptete Netanjahu. Es ist dieselbe Argumentation, die seit Jahrzehnten bemüht wird, wenn es darum geht, militärische Präventivschläge zu legitimieren – mit wechselndem Erfolg, wie die Geschichte des Irak-Krieges eindrucksvoll belegt.

Besonders aufschlussreich war Netanjahus Charakterisierung der iranischen Führung: Diese sei „unverbesserlich" und „völlig fanatisch" in ihrem Ziel, Amerika zu zerstören. Solche Formulierungen mögen im amerikanischen Fernsehen gut ankommen. Ob sie einer nüchternen geopolitischen Analyse standhalten, darf bezweifelt werden.

Teherans Gegenangriff: Hunderte Raketen und Drohnen

Der Iran reagierte erwartungsgemäß mit aller Härte. Die Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion ab. Selbst die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wurde von zwei Drohnen getroffen – ein bislang beispielloser Vorgang, der die Verwundbarkeit westlicher Einrichtungen in der gesamten Region offenbart.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi wies die amerikanischen Vorwürfe scharf zurück. Es habe nie eine „iranische Bedrohung" gegeben, schrieb er auf der Plattform X. Die USA seien „im Namen Israels in einen Krieg ihrer Wahl eingetreten". Dass amerikanisches und iranisches Blut vergossen werde, gehe auf das Konto derjenigen, die Israel an erste Stelle setzten. Eine Darstellung, die in weiten Teilen der arabischen Welt auf fruchtbaren Boden fallen dürfte.

Trumps beunruhigende Ankündigung: „Die große Welle kommt bald"

Wer gehofft hatte, die Kampfhandlungen würden sich auf einen begrenzten Schlagabtausch beschränken, wurde von Donald Trump eines Besseren belehrt. „Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen", verkündete der US-Präsident dem Sender CNN. Er rechne mit vier bis fünf Wochen Krieg, notfalls könne es aber auch länger dauern. Der Iran wäre nach seinen Worten schon bald in der Lage gewesen, mit seinen Raketen auch US-Territorium zu treffen.

US-Vizepräsident JD Vance ergänzte bei Fox News, das vorrangige Ziel sei, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Ein Regimewechsel in Teheran sei zwar wünschenswert, aber „nebensächlich". Das Ziel sei nicht ein Machtwechsel, sondern die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie seiner Marine, bestätigte auch Johnson.

Der Flächenbrand weitet sich aus: Libanon unter Beschuss

Als wäre die Lage nicht bereits explosiv genug, greift Israel parallel auch im Libanon massiv an. Ziele seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Beirut, teilte die israelische Armee mit. Die Hisbollah hatte zuvor als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel abgefeuert. Zudem bombardierte Israel die staatliche iranische Rundfunkanstalt IRIB in Teheran – ein Angriff auf die Medieninfrastruktur eines souveränen Staates, der in seiner Symbolkraft kaum zu überschätzen ist.

Die iranischen Behörden haben das Internet seit Beginn der Angriffe am Samstag gesperrt. Ein ganzes Land im Informationsblackout – während Bomben auf seine Hauptstadt fallen. Das US-Außenministerium ruft derweil seine Landsleute in mehr als einem Dutzend Ländern des Nahen Ostens auf, diese sofort zu verlassen. Ein deutlicheres Zeichen dafür, dass Washington selbst mit einer weiteren Eskalation rechnet, gibt es kaum.

Deutschland zwischen allen Stühlen

Und wo steht Deutschland in diesem Konflikt? Bundeskanzler Friedrich Merz ist nach Washington gereist, um sich mit Trump im Weißen Haus zu treffen – drei Tage nach Beginn der Angriffe. Man darf gespannt sein, welche Rolle die neue Bundesregierung in diesem Konflikt einzunehmen gedenkt. Die Geschichte lehrt, dass Deutschland bei derartigen Eskalationen regelmäßig zwischen Bündnistreue und eigenen Interessen zerrieben wird. Dass die Energiepreise bei einem ausgewachsenen Krieg im Nahen Osten weiter explodieren werden, steht außer Frage. Die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaft dürfte dies als nächsten Schlag empfinden.

Für den deutschen Bürger bedeutet diese Eskalation vor allem eines: noch mehr Unsicherheit in einer Welt, die ohnehin aus den Fugen geraten scheint. Die Inflation, die durch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung bereits angeheizt wird, könnte durch steigende Energiekosten einen weiteren Schub erhalten. Es sind Zeiten wie diese, in denen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als das bewähren, was sie seit Jahrtausenden sind: ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen vor den Verwerfungen geopolitischer Krisen und inflationärer Geldpolitik schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen.

„Die große Welle kommt bald." – US-Präsident Donald Trump über die geplante Ausweitung der Angriffe auf den Iran

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich dieser Konflikt tatsächlich auf den von Trump prognostizierten Zeitraum begrenzen lässt – oder ob der Nahe Osten in einen Flächenbrand gerät, dessen Folgen weit über die Region hinaus zu spüren sein werden. Die Geschichte solcher „begrenzten Militäroperationen" stimmt jedenfalls nicht optimistisch.

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