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19.01.2026
16:37 Uhr

Kurden räumen Syriens größtes Ölfeld – Machtvakuum füllt sich mit neuen Akteuren

Kurden räumen Syriens größtes Ölfeld – Machtvakuum füllt sich mit neuen Akteuren

Die geopolitische Landkarte Syriens wird einmal mehr neu gezeichnet. In einer dramatischen Entwicklung haben die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Sonntag ihren Rückzug aus dem größten Ölfeld des Landes vollzogen. Das al-Omar-Ölfeld, einst Standort der bedeutendsten US-Militärbasis in Syrien, wechselt damit die Kontrolle – ein Vorgang, der weitreichende Konsequenzen für die ohnehin fragile Machtbalance in der Region haben dürfte.

Regierungstruppen auf dem Vormarsch

Die syrische Regierung unter Präsident Ahmed al-Sharaa nutzt das entstehende Vakuum mit bemerkenswerter Geschwindigkeit. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zogen sich die SDF nicht nur aus dem al-Omar-Feld zurück, sondern räumten sämtliche Gebiete in der östlichen Landschaft von Deir Ezzor, einschließlich des Tanak-Ölfeldes.

Bereits zuvor hatten Regierungstruppen zwei weitere strategisch wichtige Ölfelder – Safyan und Al-Tharwa – in der Provinz Raqqa unter ihre Kontrolle gebracht. Die Stadt Tabqa am südwestlichen Ufer des Euphrat fiel ebenfalls an die Regierung. In Aleppo wurden kurdische Kämpfer nach Zusammenstößen aus zwei Stadtvierteln verdrängt.

Gescheitertes Abkommen und gegenseitige Schuldzuweisungen

Die Eskalation folgte dem Zusammenbruch eines Abkommens, das den geordneten Rückzug kurdischer Kräfte östlich des Euphrat vorsah. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Vereinbarung gebrochen zu haben. Die kurdische Verwaltung wirft den Regierungstruppen vor, ihre Kämpfer an mehreren Fronten gleichzeitig anzugreifen. Die Armee hingegen behauptet, die SDF hätten ihre Zusage zum vollständigen Rückzug nicht eingehalten.

Die kurdischen Behörden verhängten daraufhin eine Ausgangssperre in der Provinz Raqqa, nachdem die Armee ein Gebiet südwestlich des Euphrat zur "geschlossenen Militärzone" erklärt hatte.

Symbolische Geste ohne Substanz?

In einem offensichtlichen Versuch, die Spannungen zu entschärfen, erließ Präsident al-Sharaa ein Dekret zur offiziellen Anerkennung der Kurden. Doch diese Geste des guten Willens scheint bei den Betroffenen auf wenig Gegenliebe zu stoßen. Die kurdische De-facto-Autonomieverwaltung, die weiterhin große Teile des Nordostens kontrolliert, bezeichnete die Ankündigung als unzureichend.

Die Umsetzung eines Abkommens zur Integration kurdischer Streitkräfte in den syrischen Staatsapparat stockt seit Monaten. Man fragt sich unweigerlich: Handelt es sich hier um echte Versöhnungspolitik oder lediglich um taktisches Manövrieren, während die militärischen Fakten am Boden geschaffen werden?

Strategische Bedeutung für den Westen

Der Rückzug der Kurden aus dem al-Omar-Ölfeld markiert einen weiteren Rückschlag für die westliche Präsenz in der Region. Die USA hatten dort ihre größte Basis im Land unterhalten – ein Symbol amerikanischer Einflusssphäre, das nun der Vergangenheit angehört. Die Entwicklung verdeutlicht einmal mehr, wie schnell sich geopolitische Realitäten verschieben können, wenn Verbündete ihre Positionen räumen.

Für Europa und insbesondere Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die Instabilität im Nahen Osten hat direkte Auswirkungen auf Migrationsströme und Energiesicherheit – Themen, die auch hierzulande die politische Debatte bestimmen.

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