Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
21.04.2026
17:23 Uhr

Kubickis Kampfschrift: Ein Altgedienter wettert gegen die eigene Partei – zu spät für die Wiederbelebung der FDP?

Kubickis Kampfschrift: Ein Altgedienter wettert gegen die eigene Partei – zu spät für die Wiederbelebung der FDP?

Wenn ein 74-jähriger Polit-Veteran sich als letzte Rettungsplanke einer sinkenden Partei inszeniert, sollte man aufhorchen. Wolfgang Kubicki, jahrzehntelanges Inventar der Freien Demokraten, hat mit seinem neuen Buch «Aufwind im freien Fall – eine liberale Kampfansage» eine Streitschrift vorgelegt, die es in sich hat. Der Mann, der als möglicher neuer Parteichef die zerbröselnde FDP aus dem politischen Keller holen möchte, liefert eine schonungslose Generalabrechnung – mit dem Staat, mit der politischen Klasse, und vor allem mit den eigenen Leuten.

Frontalangriff auf den überdehnten Staat

Gleich zu Beginn lässt Kubicki die Maske fallen. Der Staat, so seine zentrale These, habe sich daran gewöhnt, Freiheit als Verhandlungsmasse zu behandeln. Keine Analyse, kein vorsichtiges Abtasten – eine schallende Ohrfeige an das politische Establishment, dem der streitbare Schleswig-Holsteiner seit Jahrzehnten selbst angehört. Er zeichnet das Bild einer Republik, in der Bürgerrechte durch Pandemie-Hysterie, moralisierende Gouvernanten-Politik und einen schier grenzenlos wuchernden Staatsapparat schleichend zermalmt würden.

Seine schärfsten Geschütze fährt Kubicki gegen die Corona-Zeit auf. Die damaligen Maßnahmen seien häufig Ausdruck politischer Hilflosigkeit statt rationaler Abwägung gewesen, schreibt er. Eine bemerkenswerte Kehrtwende für jemanden, dessen eigene Partei in jenen Jahren keineswegs als Bollwerk der Bürgerrechte in Erscheinung getreten ist. Kritische Beobachter werfen genau diese Frage auf: Wo war Kubicki, als es darauf ankam? Wo waren die Nein-Stimmen bei den umstrittensten Abstimmungen? Die Antwort lautet oft: abwesend oder mitschwimmend.

Cancel Culture und die Verzwergung der Debatte

Auch die ideologischen Grabenkämpfe der Gegenwart bekommen ihr Fett weg. Eine Gesellschaft, die Angst vor abweichenden Meinungen entwickle, verliere ihre Freiheit zuerst im Kopf, so Kubicki. Gemeint ist jene toxische Cancel Culture, die den öffentlichen Diskurs in Deutschland zur stickigen Kammer gemacht hat – ein Klima, in dem Konformismus belohnt und Widerspruch bestraft wird. Hier muss der Autor gar nicht überzeichnen. Die Realität in Talkshow-Runden, Universitäten und Redaktionsstuben liefert die Belege frei Haus.

Kampfansage an die eigene Partei

Am packendsten wird das Werk dort, wo Kubicki die Klinge gegen seine eigenen Genossen richtet. Wer immer nur zustimme, werde irgendwann überflüssig – das ist der Satz, der zwischen den Zeilen als Generalabrechnung mit einer verzagten, zahnlosen FDP steht. Zu angepasst sei die Partei geworden, zu technokratisch, zu sehr um Anschlussfähigkeit an einen linksgrünen Zeitgeist bemüht, der ihr den letzten Rest an Profil geraubt habe.

Der historische Hintergrund ist bekannt: Die Freien Demokraten haben nach dem Ampel-Debakel massiv Vertrauen verspielt. Christian Lindner hatte am Ende seiner Amtszeit als Finanzminister zentrale Regierungsprojekte blockiert – von der Aufweichung der Schuldenbremse bis hin zu staatsgläubigen Industrieprogrammen und der ideologischen Energiewende-Doktrin. Der Preis für diese späte Klarheit war der Machtverlust und der Absturz aus dem Bundestag.

Profil oder Macht – die ewige liberale Zerreißprobe

Kubickis Antwort auf dieses Dilemma ist eindeutig: Anpassung sei politischer Selbstmord. Macht ohne Profil ende im Bedeutungsverlust, lieber ein klares Nein als ein verwässertes Ja. Das klingt heroisch, hat aber einen Haken: Reinheitswettbewerb funktioniert meistens nur aus der Opposition heraus. Wer regieren will, muss Kompromisse eingehen – und genau daran sind die Liberalen in der Ampel gescheitert. Die Spannung zwischen Profil und Macht durchzieht das ganze Buch und macht es zur politisch brisanten Lektüre.

Die FDP wählt in wenigen Wochen ihren neuen Vorsitzenden. Kubicki bekommt voraussichtlich einen jüngeren Gegenkandidaten aus Nordrhein-Westfalen. Während der sich erst noch profilieren muss, hat Kubicki seine Bewerbung in Buchform längst eingereicht. Er will eine FDP, die wieder aneckt, die Konflikte sucht, statt sie wegzumoderieren, die Freiheit konsequent vor alles stellt.

Glaubwürdigkeitsproblem inklusive

Dennoch bleibt der fade Beigeschmack, den auch die Kommentarspalten zu diesem Buch nicht verbergen können. Kubicki hat über Jahre den lauten Mahner gegeben und bei entscheidenden Abstimmungen dann doch brav mitgestimmt – oder sei durch Abwesenheit aufgefallen, wie Kritiker monieren. Impfpflicht-Debatten, Selbstbestimmungsgesetz, Heizungsgesetz: Die Liste jener Momente, in denen liberale Rhetorik und tatsächliches Abstimmungsverhalten auseinanderklafften, ist lang. Wer jetzt die ganz große Abrechnung mit dem Staat vorlegt, muss sich fragen lassen, warum er nicht längst auf der Bremse gestanden hat, als es noch etwas zu bremsen gab.

Und dennoch: Das Buch trifft einen Nerv. In einem Land, in dem die Bürger unter der Rekordverschuldung der neuen Großen Koalition ächzen, in dem 500-Milliarden-Sondervermögen die Steuerzahler auf Generationen in Geiselhaft nehmen, in dem traditionelle Werte zugunsten einer durchideologisierten Gesellschaftspolitik marginalisiert werden, ist der Ruf nach einer echten Freiheitspartei alles andere als anachronistisch. Die Frage ist nur, ob ausgerechnet Kubicki der Mann ist, der diese Sehnsucht glaubhaft bedienen kann.

Was bleibt dem sicherheitsbewussten Bürger?

Während Parteien sich in Selbstfindungsseminaren verlieren und die Politik ein Reformversprechen nach dem anderen bricht, lohnt ein Blick auf das eigene Fundament. Wer seine Ersparnisse vor inflationärer Geldpolitik, Schuldenorgien und politischer Willkür schützen möchte, sollte auf bewährte Sachwerte setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie Vermögen sichern, wenn politische Versprechen wertlos werden. Eine vernünftige Beimischung in ein breit gestreutes Portfolio hat sich als unverzichtbarer Stabilitätsanker erwiesen – unabhängig davon, ob FDP, CDU oder irgendeine andere Partei gerade das nächste große Wort schwingt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der Verantwortung des Anlegers. Für Verluste, die aus Entscheidungen auf Basis dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keine Haftung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen