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Kettner Edelmetalle
09.07.2026
13:02 Uhr

Kreml stellt weitere Offensiven im Donbass in Aussicht – während Berlin von der Realität überrollt wird

Es ist ein Interview, das man in den deutschen Wohnzimmern lieber nicht zur besten Sendezeit hören würde. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat in einem Gespräch mit der Weltwoche unmissverständlich angekündigt, dass Russland seine militärische Offensive im ostukrainischen Donbass fortsetzen und weitere Städte einnehmen werde. Die Botschaft aus Moskau ist so nüchtern wie kalt: Man werde weitermachen – und man sei dabei, so wörtlich, «ziemlich optimistisch».

Kramatorsk und Slawjansk im Visier

Konkret nannte Peskow zwei Städte, die als Nächstes auf der Liste stünden: Kramatorsk und Slawjansk. «Danach wird das gesamte Gebiet der Republik Donezk eingenommen werden», soll der Kreml-Sprecher gesagt haben. Zuvor hätten russische Truppen bereits eine strategisch bedeutende Stadt erobert – eine, die laut Peskow «seit 1914 als uneinnehmbare Festung konzipiert» worden sei. Trotzdem, so seine Darstellung, habe man sie eingenommen.

Man muss diese Aussagen mit der gebotenen Vorsicht behandeln. Es handelt sich um die Sichtweise Moskaus, um die Erzählung einer Kriegspartei, die naturgemäß ihre eigenen Erfolge betont und Rückschläge verschweigt. Wer den Krieg allein durch die Brille des Kremls betrachtet, macht sich zum Gehilfen einer Propagandamaschine. Doch ebenso naiv wäre es, die Meldungen einfach beiseitezuwischen.

Die «Pufferzone» als dehnbarer Begriff

Bemerkenswert ist die Begründung, mit der Peskow das militärische Vorgehen rechtfertigt. Es gehe um den Schutz russischen Territoriums, man müsse angesichts der Politik Kiews «eine Pufferzone schaffen». Und diese Zone, so kündigte er an, werde weiterwachsen – je mehr die ukrainische Seite Angriffe auf russisches Gebiet verübe, desto größer werde sie ausfallen.

«Angesichts der Politik des Kiewer Regimes, unsere angrenzenden Regionen zu gefährden, müssen wir eine Pufferzone schaffen.»

Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, was hinter dieser Formulierung steckt: Eine «Pufferzone», die nach Belieben ausgedehnt werden kann, ist letztlich ein Freibrief für unbegrenzte territoriale Expansion. Ein dehnbarer Begriff, der jede weitere Eroberung nachträglich zur Notwehr umdeutet. Das ist die klassische Rhetorik der Machtpolitik – verpackt in die Sprache der Sicherheit.

Wo bleibt die deutsche Politik?

Während in Moskau kühl kalkuliert wird, taumelt die deutsche Außenpolitik zwischen markigen Sprüchen und finanzieller Selbstüberforderung. Man verspricht Milliarden, man beschwört Durchhalteparolen, man redet von Zeitenwende – und übersieht dabei geflissentlich, dass Deutschland selbst wirtschaftlich auf wackligen Beinen steht. Die neue Große Koalition unter Kanzler Merz hat ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro aufgelegt und die Schuldenbremse faktisch beerdigt. Kommende Generationen werden diese Rechnung begleichen – mit Zinsen, mit Steuern, mit schleichender Geldentwertung.

Es stellt sich die unbequeme Frage, ob die deutsche Regierung eine tragfähige Strategie besitzt oder ob sie lediglich reagiert, während anderswo die Fakten geschaffen werden. Die Bürger jedenfalls tragen die Last: durch steigende Preise, durch eine Inflation, die niemand mehr ehrlich benennen will, und durch eine Energiepolitik, die den Standort Deutschland systematisch schwächt.

Was der Krieg für den kleinen Sparer bedeutet

Kriege sind nicht nur menschliche Tragödien, sie sind auch ökonomische Erschütterungen. Sie treiben Rüstungsausgaben in die Höhe, belasten Staatshaushalte und befeuern die Inflation. In solchen Zeiten wird schmerzhaft deutlich, wie fragil Papierwerte und digitale Guthaben tatsächlich sind. Wer sein Vermögen ausschließlich in staatlich garantierten Zahlen auf einem Bildschirm hält, vertraut auf die Zusagen eben jener Politiker, die uns diese Lage eingebrockt haben.

Es ist kein Zufall, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber in Krisenzeiten seit Jahrhunderten ihren realen Wert bewahren. Sie sind keine Versprechen auf Papier, sondern greifbare Substanz – unabhängig von der Willkür einzelner Regierungen und Notenbanken. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können sie helfen, den Stürmen unruhiger Zeiten zu trotzen.

Ein Fazit ohne Illusionen

Die Ankündigungen aus Moskau mögen die Handschrift der Propaganda tragen. Doch die eigentliche Lehre liegt für uns näher: Deutschland braucht wieder eine Politik, die zuerst an die Interessen der eigenen Bürger denkt, statt Milliarden zu verteilen, deren Rückzahlung längst kommende Generationen fesselt. Diese Auffassung teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein wachsender Teil der Bevölkerung, der spürt, dass die Prioritäten längst verrutscht sind.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jede Anlageentscheidung liegt in der eigenen Verantwortung des Lesers. Bitte informieren Sie sich umfassend und ziehen Sie im Zweifel einen unabhängigen Fachmann hinzu.

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