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Kettner Edelmetalle
13.08.2026
08:24 Uhr
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Kein Rückzug: Israel bleibt – und Washington sucht den Notausgang

Kein Rückzug: Israel bleibt – und Washington sucht den Notausgang
Symbolbild: KI-generiert

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat bei einem Frontbesuch im Südlibanon eine klare Ansage gemacht: Die israelische Armee werde die von ihr kontrollierten „Sicherheitszonen“ auf unbestimmte Zeit nicht räumen. Weder im Libanon, noch in Syrien, noch im Gazastreifen. Die Truppe solle sich organisatorisch auf eine dauerhafte Präsenz einstellen.

Nach Angaben seines Ministeriums erklärte Katz:

Wir werden unter keinen Umständen aus den Sicherheitszonen abziehen: nicht im Libanon, nicht in Syrien und nicht in Gaza.

Drei Fronten, ein Muster

Um welche Gebiete es geht, ist inzwischen gut dokumentiert. Berichten zufolge kontrolliert Israel:

  • über 600 Quadratkilometer im Südlibanon, darunter Dutzende Dörfer
  • mehr als die Hälfte des Gazastreifens
  • strategische Stellungen in Syrien, unter anderem Teile des Hermon-Gebirges (Jabal al-Sheikh)

Israel begründet das mit dem Schutz der eigenen Bevölkerung vor Angriffen. Kritiker – darunter Menschenrechtsorganisationen und Teile der westlichen Diplomatie – werfen der Regierung Netanjahu dagegen vor, unter dem Etikett „Sicherheit“ Fakten zu schaffen, die sich völkerrechtlich kaum halten ließen. Auch Deutschlands ehemaliger Gesandter in Israel soll die Siedlungspolitik im Westjordanland laut Medienberichten als „katastrophal“ bezeichnet haben.

Verhandlungen laufen, die Bomben auch

Während in Katar über Waffenruhen verhandelt wird, gehen die Kämpfe weiter. Die Hamas wirft Israel vor, die Vermittlungsbemühungen bewusst zu sabotieren. Aus dem Südlibanon werden weitere Luftangriffe gemeldet, aus dem Westjordanland anhaltende Festnahmewellen. Eine Vertreterin der Organisation Medical Aid for Palestinians sprach Medienberichten zufolge von einer „systematischen Politik ethnischer Säuberung“ – eine schwere Anschuldigung, die Israel zurückweist.

Der Preis für die Schutzmacht USA

Bemerkenswert ist, was sich zeitgleich beim wichtigsten Verbündeten abspielt. Von Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln berichten Angehörige laut Medienberichten von völlig erschöpften Besatzungen nach mehrfach verlängerter Einsatzzeit, von Versorgungsengpässen und von Suizidgedanken einzelner Matrosen. Die US-Marine weist die Darstellungen zurück. Ein Ablösedatum durch die USS Theodore Roosevelt gibt es offenbar bis heute nicht.

Und an der Spitze des Pentagons wächst offenbar die Nervosität: Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, soll intern für einen gesichtswahrenden Ausweg aus dem Iran-Konflikt geworben haben – Luftschläge allein dürften Trumps erklärte Ziele kaum erreichen. Militärische Eskalation könne nach hinten losgehen, heißt es unter Berufung auf mit der Sache vertraute Quellen.

Warum das auch Deutschland trifft

Die Straße von Hormus bleibt nach iranischen Angaben blockiert – Teheran fordert Entschädigungen und den Abzug amerikanischer Truppen aus der Region und will für Durchfahrten künftig sogar Gebühren erheben. Trump hatte die Meerenge zuletzt für minenfrei und kontrolliert erklärt. Ein Nadelöhr, durch das ein erheblicher Teil des weltweiten Öls fließt, wird so zum politischen Faustpfand.

Für deutsche Verbraucher ist die Rechnung simpel: Jede Woche Blockade bedeutet Risiko für Energiepreise, Lieferketten und Industrieproduktion – in einem Land, dessen Wirtschaft ohnehin schwächelt. Berlin bleibt in dieser Gemengelage bislang vor allem eines: Zuschauer.

Anleger reagieren darauf, wie sie in unsicheren Zeiten stets reagiert haben. Gold hat sich zuletzt spürbar vom Jahrestief erholt. Physische Edelmetalle sind kein Renditeversprechen, aber seit Jahrhunderten ein Anker, wenn Politik und Geldpolitik ins Rutschen geraten – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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