
Irankrieg würgt deutsche Konjunktur ab: Wirtschaftsinstitute korrigieren Prognosen drastisch nach unten
Was viele Ökonomen befürchtet hatten, ist nun bittere Realität geworden. Die militärische Eskalation zwischen Israel und dem Iran, die im Juni 2025 mit israelischen Großangriffen auf iranische Atomanlagen begann und eine Kettenreaktion iranischer Vergeltungsschläge auslöste, schlägt mit voller Wucht auf die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft durch. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes haben ihre Wachstumsprognosen in ihrer aktuellen Gemeinschaftsdiagnose drastisch nach unten korrigiert – und zeichnen ein Bild, das jeden deutschen Bürger alarmieren sollte.
Ein Energiepreisschock, der Deutschland ins Mark trifft
Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden Jahr nur noch um magere 0,6 Prozent wachsen, im kommenden Jahr um gerade einmal 0,9 Prozent. Noch im Herbst hatten die Institute – darunter das RWI Essen, das Ifo-Institut München, das Kieler Institut für Weltwirtschaft, das IWH Halle und das DIW Berlin – mit 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent Wachstum gerechnet. Eine Halbierung der Erwartungen innerhalb weniger Monate. Man muss kein Volkswirt sein, um zu erkennen: Das ist keine Delle, das ist ein Einbruch.
Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sprach von einem „kräftigen Energiepreisschock". Ein Euphemismus, wenn man bedenkt, was diese nüchternen Zahlen für Millionen deutscher Haushalte und Unternehmen bedeuten. Die gestiegenen Energiepreise – direkte Folge der geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten – fressen sich wie ein schleichendes Gift durch die gesamte Wertschöpfungskette.
Inflation frisst den letzten Rest Kaufkraft auf
Doch damit nicht genug. Parallel zum schrumpfenden Wachstum explodiert die Inflation. Die Institute rechnen nun mit einer Teuerungsrate von 2,8 Prozent im laufenden und 2,9 Prozent im kommenden Jahr. Im Herbst waren noch zwei Prozent und 2,3 Prozent prognostiziert worden. Für den deutschen Verbraucher, der bereits unter den Folgen jahrelanger Geldentwertung ächzt, ist das eine weitere Hiobsbotschaft. Die Kaufkraft schmilzt dahin wie Schnee in der Frühlingssonne – und die Politik? Sie schaut zu.
Die hausgemachte Verwundbarkeit
Man muss sich an dieser Stelle die unbequeme Frage stellen: Warum trifft ein Konflikt am Persischen Golf die deutsche Wirtschaft derart hart? Die Antwort liegt in der sträflichen Energiepolitik der vergangenen Jahre. Deutschland hat sich durch den überhasteten Atomausstieg, die ideologiegetriebene Energiewende und die fatale Abhängigkeit von Gasimporten in eine Verwundbarkeit manövriert, die ihresgleichen sucht. Während Frankreich seine Kernkraftwerke weiterbetreibt und damit einen Puffer gegen Energiepreisschocks besitzt, steht Deutschland nackt im Sturm.
Die Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Doch das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur – finanziert auf Pump – wird die Inflation eher weiter anheizen als sie zu bekämpfen. Neue Schulden als Antwort auf eine Krise, die durch politisches Versagen erst möglich wurde: Das ist die bittere Ironie der deutschen Wirtschaftspolitik im Jahr 2025.
Geopolitische Risiken und die Flucht in sichere Häfen
Die aktuelle Lage verdeutlicht einmal mehr, wie fragil das Fundament ist, auf dem unser Wohlstand ruht. Geopolitische Konflikte, explodierende Energiepreise, eine galoppierende Inflation – all das sind Faktoren, die nicht nur kurzfristig belasten, sondern langfristig die Substanz einer Volkswirtschaft zersetzen können. Es verwundert daher kaum, dass in Zeiten wie diesen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Instrumente der Vermögenssicherung wieder verstärkt in den Fokus rücken. Wer sein Vermögen vor der schleichenden Entwertung durch Inflation schützen möchte, tut gut daran, über eine Beimischung physischer Edelmetalle in sein Anlageportfolio nachzudenken.
Die Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsinstitute ist mehr als eine nüchterne Zahlensammlung. Sie ist ein Weckruf an eine politische Klasse, die jahrelang die falschen Prioritäten gesetzt hat. Statt die energiepolitische Souveränität Deutschlands zu stärken, hat man sich in ideologischen Grabenkämpfen um Gendersternchen und Klimaneutralitätsziele verloren. Die Rechnung dafür bezahlt nun der deutsche Bürger – an der Tankstelle, im Supermarkt und auf seinem Gehaltszettel.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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