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Kettner Edelmetalle
28.04.2026
05:51 Uhr

Iran-Eskalation außer Kontrolle: Trump bricht Gespräche ab – Ölpreis schießt auf 108 Dollar

Iran-Eskalation außer Kontrolle: Trump bricht Gespräche ab – Ölpreis schießt auf 108 Dollar

Es ist eine diplomatische Choreografie der besonderen Art, die sich an diesem Montag im St. Petersburger Konstantinpalast abspielt: Abbas Araghchi, der Chefdiplomat der Islamischen Republik Iran, sitzt Wladimir Putin gegenüber, lächelt staatsmännisch und feiert auf X anschließend die russisch-iranische „strategische Partnerschaft“, deren „Tiefe und Stärke“ sich dieser Tage besonders bewährt habe. Ein Bild, das Bände spricht – und das den Westen nervös machen sollte. Es ist bereits die dritte Etappe einer hektischen Pendeldiplomatie, die Araghchi binnen weniger Tage von Oman über Pakistan bis ins Reich des Kreml-Herrschers geführt hat. Direkte Gespräche zwischen Teheran und Washington? Faktisch unmöglich.

Der Ölhahn wird zur Waffe – und der Verbraucher zahlt

Während die Diplomaten reisen, geraten die Märkte ins Trudeln. Brent-Rohöl notierte am Montag bei rund 108,68 US-Dollar pro Barrel – der siebte Anstieg in Folge. WTI kletterte auf knapp 97 US-Dollar. Der Grund liegt in einem Nadelöhr von epochaler Bedeutung: der Straße von Hormus. Zwischen dem 21. und 24. April passierten laut dem Marktdienst Kpler nur noch fünf Tanker oder weniger pro Tag jene Wasserstraße, durch die in normalen Zeiten ein Fünftel des globalen Öl- und Gasverkehrs fließt. Mit Schnellbooten und nach US-Angaben mindestens 20 Seeminen hat Teheran die Engstelle in eine schwimmende Festung verwandelt.

Die USA antworten mit einer Seeblockade. Das US Central Command meldet, seit Beginn der Operation 37 Schiffe abgedrängt zu haben. Am Sonntag stoppte der Zerstörer USS Rafael Peralta den iranischen Tanker M/T Stream. Teheran spricht inzwischen unverhohlen von „Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See“. Was als geopolitisches Schachspiel beginnt, endet an deutschen Tankstellen, in deutschen Heizungskellern und auf deutschen Stromrechnungen. Wieder einmal trägt der Bürger die Zeche einer Politik, die er nicht zu verantworten hat.

Trump knallt die Tür zu

Dass Vertrauen Mangelware ist, zeigte das vergangene Wochenende mit aller Deutlichkeit. Trump zog seine Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner kurzfristig aus geplanten Gesprächen in Pakistan zurück. Auf Truth Social polterte der US-Präsident, es werde „zu viel Zeit verschwendet“, niemand wisse in der iranischen Führung, „wer das Sagen hat“, und überhaupt: „Wir haben alle Karten, sie haben keine!“ Es war bereits die zweite abgesagte Runde. Eine für den 21. April geplante Begegnung von Vizepräsident JD Vance mit iranischen Vertretern hatte Trump zuvor schon „auf unbestimmte Zeit“ verschoben. Auslöser damals: massive israelische Luftangriffe auf über hundert Ziele in Beirut, der Bekaa-Ebene und im Südlibanon, befohlen von Premier Benjamin Netanjahu nur Stunden nach dem ersten Waffenstillstand vom 7. April.

Das geheime Papier aus Teheran

Dennoch könnte sich etwas bewegen. Über den Vermittler Pakistan hat der Iran einen neuen Vorschlag eingereicht, den Trumps nationales Sicherheitsteam am Montagvormittag erörterte. Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte lediglich, dass der Plan „besprochen“ werde – die roten Linien des Präsidenten, vor allem das Verbot iranischer Atomwaffen, blieben bestehen. Die Logik des iranischen Angebots ist taktisch geschickt verschachtelt: Zunächst soll das Kriegsende erreicht werden, dann eine Phase der Vertrauensbildung folgen, und erst irgendwann später das Atomprogramm verhandelt werden. Im Gegenzug würde Hormus wieder geöffnet. Aus Teheraner Sicht eine Notwendigkeit – schließlich sei der Iran bereits zweimal „mitten in Verhandlungen“ angegriffen worden.

Sicherheitsrat blockiert – China und Russland ziehen die Reißleine

Im UN-Sicherheitsrat kam es am Montag zu keiner Resolution. China und Russland blockierten geschlossen, Moskau machte den „unprovozierten Angriff“ der USA und Israels für die Lage verantwortlich. Generalsekretär António Guterres warnte vor den humanitären Folgen für die ärmsten Länder: Rund 20.000 Seeleute stecken auf gestrandeten Frachtern fest. Eine Welt im geopolitischen Patt – und ein internationales Gremium, das einmal mehr seine Wirkungslosigkeit dokumentiert.

Der Libanon brennt weiter

Der zweite Schauplatz ist der Libanon. Hisbollah und Israel beschießen einander trotz amerikanischer Vermittlungsversuche unverdrossen weiter. Am Montag flog Israel erneut Angriffe in der Bekaa-Ebene. Die Zahl der Toten überschritt am Wochenende die Schwelle von 2.500. In einer zur Notunterkunft umfunktionierten Schule in Sidon berichten Vertriebene, sie hätten nach dem Waffenstillstand vom 17. April ihre Dörfer aufgesucht – nur um Tage später wieder fliehen zu müssen. Die libanesische Front ist damit weit mehr als ein Nebenkriegsschauplatz, sondern einer von drei Stolpersteinen, an denen die US-iranischen Gespräche zerbrechen könnten.

Wer hat wirklich die besseren Karten?

Trumps Behauptung, „alle Karten“ zu halten, ist politische Schutzbehauptung. Anhaltende Treibstoffengpässe und Düngerknappheit treffen die amerikanische Wirtschaft vor den Midterms im November empfindlich. Jeder weitere Tag der Hormus-Blockade ist ein Tag, an dem die Preise an US-Tankstellen steigen. Der Iran wiederum agiert aus einer Position des Mangels, verfügt jedoch über einen präzisen Hebel. Solange die Minen liegen und die Schnellboote patrouillieren, leidet die Weltwirtschaft mit. Stillstand ist in diesem Konflikt selbst zur Waffe geworden.

Was das für Deutschland bedeutet

Während in Berlin die Große Koalition unter Friedrich Merz vor allem mit sich selbst beschäftigt ist und das Sondervermögen von 500 Milliarden Euro fröhlich verplant wird, droht die deutsche Wirtschaft an einer Energiekrise zu kollabieren, die nicht im Fernen Osten beginnt, sondern in Hormus. Ein Ölpreis jenseits der 108 Dollar wird sich unweigerlich in höheren Spritpreisen, höheren Heizkosten und einer weiter anziehenden Inflation niederschlagen. Die Folgen einer ideologisch verbohrten Energiepolitik der vergangenen Jahre – die Abkehr von verlässlichen Energiequellen, der Stillstand bei der heimischen Förderung, die Abhängigkeit von politisch instabilen Regionen – rächen sich nun mit voller Wucht. Wer in solchen Zeiten sein Vermögen schützen will, kommt an einem Blick auf die historischen Krisenwährungen kaum vorbei: Gold und Silber haben in jeder geopolitischen Verwerfung der letzten Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert behalten, wenn Papierwerte ins Wanken geraten. Eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle im breit gestreuten Portfolio gewinnt in solchen Zeiten erkennbar an Bedeutung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier dargestellten Informationen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie öffentlich zugängliche Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, sich vor Anlageentscheidungen eigenständig zu informieren und gegebenenfalls einen unabhängigen Finanzberater zu konsultieren. Eine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, ist ausgeschlossen.

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