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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
06:48 Uhr

Hoeneß rechnet mit der Politik ab – und droht mit Abwanderung in die Schweiz

Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat in einem aufsehenerregenden Interview eine politische Breitseite abgefeuert, die es in sich hat. Der 74-Jährige forderte nicht weniger als eine fundamentale Kehrtwende in der deutschen Arbeitsmoral, rechnete mit der gescheiterten Ampel-Regierung ab und benannte seinen persönlichen „größten Albtraum". Dass ausgerechnet ein Mann, der selbst wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis saß, nun moralische Maßstäbe an die Politik anlegt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie – doch in der Sache trifft er durchaus einen Nerv.

Mehr arbeiten statt weniger – eine unbequeme Wahrheit

Hoeneß brachte auf den Punkt, was viele Unternehmer in Deutschland seit Jahren denken, aber nur wenige auszusprechen wagen: „Die Lösung für Deutschland ist doch nicht, weniger zu arbeiten – sondern mehr!" Mit dieser Aussage zielte er direkt auf die Gewerkschaft Verdi, die im jüngsten Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst eine Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Wochenstunden gefordert hatte. Während er die Einigung auf höhere Löhne als durchaus angemessen bezeichnete, sei die Forderung nach weniger Arbeit schlicht „wahnsinnig".

Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu erkennen, dass Deutschland ein massives Produktivitätsproblem hat. Die Industrie wandert ab, die Bürokratie erstickt jede Initiative, und gleichzeitig fordern Gewerkschaftsfunktionäre kürzere Arbeitszeiten. Es stehe außer Frage, so Hoeneß, dass die Deutschen wieder mehr arbeiten müssten. Eine Erkenntnis, die in einem Land, das sich jahrelang im Wohlstandsschlaf gewiegt hat, offenbar erst von einem Fußball-Funktionär ausgesprochen werden muss.

Lob für Merz – scharfe Kritik an Scholz und Baerbock

Bemerkenswert deutlich fiel das Urteil des Bayern-Patriarchen über die politische Landschaft aus. Bundeskanzler Friedrich Merz habe es geschafft, die „katastrophale Außendarstellung Deutschlands der letzten vier Jahre zu drehen". Deutschland trete endlich wieder wie eine Führungskraft in Europa auf. Besonders die Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz habe Merz' Führungsqualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich: Die Ära Scholz war in den Augen von Hoeneß ein einziges Desaster für das internationale Ansehen der Bundesrepublik. Dass nun Merz statt Scholz neben Donald Trump und JD Vance im Weißen Haus sitze, sei ein Fortschritt – eine Einschätzung, der man angesichts der diplomatischen Unbeholfenheit des vorherigen Kanzlers durchaus zustimmen kann.

Besonders scharf ging Hoeneß mit der ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock ins Gericht. Deren anfängliche Sympathie für einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bezeichnete er als „symbolpolitischen Blödsinn". Es sei bezeichnend, dass Baerbock – wie schon bei der WM in Katar – den Sport erneut in politische Debatten hineinziehen wolle, die dieser gar nicht lösen könne. Pikant dabei: Baerbock ruderte später selbst zurück und lehnte einen Boykott ab, da dieser auch die Mitausrichter Kanada und Mexiko treffen würde. Ein klassisches Muster grüner Symbolpolitik – erst laut trommeln, dann leise zurückrudern.

Der Albtraum einer AfD-Regierung – und die Schweizer Hintertür

Für die größte Schlagzeile sorgte freilich Hoeneß' Aussage zu seinem „größten Albtraum": eine Regierung der Alternative für Deutschland. In diesem Fall, so der Unternehmer, sei die seit fast 50 Jahren bestehende Familienwohnung in der Schweiz „gegebenenfalls eine Alternative". Eine bemerkenswerte Aussage, die man durchaus kritisch hinterfragen darf. Denn wer seit Jahrzehnten eine Wohnung in der Schweiz unterhält, hat offenkundig schon lange einen Plan B in der Tasche – unabhängig davon, wer in Berlin regiert.

Was Hoeneß dabei geflissentlich übersieht: Die AfD ist nicht zuletzt deshalb so stark geworden, weil die etablierte Politik über Jahre hinweg die Sorgen und Nöte der Bürger ignoriert hat. Die unkontrollierte Migration, die explodierende Kriminalität, der wirtschaftliche Niedergang – all das sind Themen, die Millionen Deutsche umtreiben und auf die sie von den Altparteien keine überzeugenden Antworten erhalten haben. Statt mit Abwanderungsdrohungen zu reagieren, wäre es konstruktiver, die Ursachen für den Aufstieg der AfD zu benennen und zu bekämpfen.

Ein Land am Scheideweg

Hoeneß' Interview ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Debattenkultur. In vielem hat der Bayern-Ehrenpräsident recht: Deutschland braucht mehr Leistungsbereitschaft, weniger Symbolpolitik und eine Regierung, die international wieder ernst genommen wird. Dass die Ampel-Jahre unter Scholz, Habeck und Baerbock eine wirtschaftliche und diplomatische Katastrophe waren, dürfte mittlerweile selbst deren verbliebenen Anhängern dämmern.

Doch die reflexartige Verteufelung der AfD und die gleichzeitige Drohung, das Land zu verlassen, wenn einem die demokratische Wahl der Bürger nicht passt – das ist eine Haltung, die man von einem Milliardär erwarten kann, die aber für den normalen Bürger schlicht keine Option darstellt. Der einfache Arbeiter in Gelsenkirchen oder Bautzen hat keine Wohnung in der Schweiz. Er muss mit den Konsequenzen einer verfehlten Politik leben – Tag für Tag.

Vielleicht sollte sich Uli Hoeneß weniger Sorgen um seinen persönlichen Albtraum machen und stattdessen fragen, warum so viele Deutsche das Vertrauen in die etablierte Politik verloren haben. Die Antwort liegt nicht in der Schweiz, sondern in den Fehlern einer politischen Klasse, die jahrelang an den Bürgern vorbeiregiert hat.

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