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Kettner Edelmetalle
25.03.2026
06:21 Uhr

Goldpreis vor dem nächsten Sprung? Großbank erwartet über 5.000 Dollar trotz Iran-Krise

Während Bomben im Nahen Osten fallen und die geopolitische Weltordnung einmal mehr in ihren Grundfesten erschüttert wird, zeigt sich das gelbe Edelmetall erstaunlich gelassen – zumindest auf den ersten Blick. Der Goldpreis hat es bislang nicht geschafft, aus dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran dauerhaft neuen Auftrieb zu generieren. Doch wer daraus auf eine Schwäche des Goldes schließt, könnte sich gewaltig irren. Denn die kanadische Großbank BMO hat ihre langfristigen Goldpreisprognosen nicht etwa gesenkt, sondern deutlich nach oben korrigiert.

Kurzfristiger Gegenwind, langfristiger Rückenwind

Die aktuelle Situation am Goldmarkt gleicht einem Marathonläufer, der kurz vor der Ziellinie eine Verschnaufpause einlegt. Der Verkaufsdruck ist spürbar, die Stimmung unter Anlegern gedämpft. Doch genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen – zwischen kurzfristiger Nervosität und langfristiger Substanz. BMO stuft den gegenwärtigen Rücksetzer nicht als Trendbruch ein, sondern als vorübergehende Unterbrechung eines übergeordneten Aufwärtstrends. Das bullishe Momentum sei pausiert, aber keineswegs beendet.

Für das dritte Quartal 2026 rechnet die Bank mit einem durchschnittlichen Goldpreis von rund 4.800 US-Dollar je Unze – sieben Prozent über der vorherigen Schätzung. Im vierten Quartal sollen es sogar 4.900 Dollar werden. Noch beeindruckender fällt der Blick auf 2027 aus: Hier prognostiziert BMO einen Jahresdurchschnitt von 5.125 US-Dollar je Unze, was einer Anhebung um satte 26 Prozent gegenüber der früheren Prognose entspricht.

Die tragenden Säulen des Goldpreises bleiben intakt

Was treibt diese Zuversicht? Es sind die großen, strukturellen Kräfte unserer Zeit: Währungsentwertung, Entdollarisierung und der unstillbare Hunger nach Diversifikation. Faktoren, die kein Krieg der Welt aus der Gleichung streichen kann. Im Gegenteil – die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten unterstreichen nach Einschätzung der Analysten die Grundthese für Edelmetalle sogar noch zusätzlich.

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die westlichen Industrienationen seit Jahren eine Geldpolitik betreiben, die den Wert ihrer Währungen systematisch untergräbt. Auch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz macht da keine Ausnahme – trotz vollmundiger Versprechen, keine neuen Schulden aufzunehmen, wurde ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen beschlossen, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Wer angesichts solcher fiskalischen Abenteuer nicht zumindest einen Teil seines Vermögens in physischen Edelmetallen absichert, handelt fahrlässig.

Silber: Glänzend, aber volatiler

Auch beim kleinen Bruder des Goldes zeigt sich BMO grundsätzlich optimistisch, wenngleich mit deutlich mehr Vorbehalten. Die Silberpreisprognose für das Gesamtjahr 2026 wurde auf durchschnittlich 74,50 US-Dollar je Unze angehoben – ein Plus von 32 Prozent gegenüber der bisherigen Schätzung. Allerdings deutet die Bank an, dass dieses Jahr den Höhepunkt markieren könnte. Für 2027 erwartet sie einen Rückgang auf durchschnittlich 64,20 Dollar.

Der Grund liegt in der Natur des Silbers selbst. Während Gold primär als monetärer und strategischer Absicherungswert fungiert, ist Silber stärker an die industrielle Nachfrage gekoppelt. Und genau dort lauern Risiken: Der Iran-Konflikt dürfte die weltweite Wirtschaftsaktivität dämpfen, was die industrielle Silbernachfrage belasten könnte. Zudem erwartet BMO, dass der physische Silbermarkt wieder in einen Überschuss zurückkehrt. Gold bleibt damit für die Bank der klar bevorzugte Edelmetallwert.

Privatanleger als Zünglein an der Waage

Ein besonders bemerkenswerter Aspekt der BMO-Analyse betrifft die Rolle privater Investoren. Nach Einschätzung der Bank stammen mindestens 60 Prozent der Zuflüsse in Gold-ETFs von Retail-Anlegern. Das bedeutet: Die Psychologie dieser Anlegergruppe hat einen erheblichen Einfluss auf die kurzfristige Preisentwicklung. Momentum und Stimmungswechsel könnten in den kommenden Monaten eine größere Rolle spielen als fundamentale Daten.

Historisch betrachtet habe Gold in den ersten Wochen großer Konflikte oft besser abgeschnitten als diesmal, räumt BMO ein. Doch die Ausgangslage sei eine andere: Der Goldpreis ist bereits in den vergangenen zwei Jahren massiv gestiegen, getragen von enormen Kapitalzuflüssen sowohl spekulativer als auch strategischer Natur. Eine direkte Wiederholung alter Muster sei daher nicht zu erwarten.

Die Botschaft ist eindeutig

Unter dem Strich lautet die Kernaussage der aktualisierten BMO-Prognose: Der Goldpreis befindet sich in einer Verschnaufpause, nicht in einer Trendwende. Die strukturellen Treiber – von der Entdollarisierung über die Währungsentwertung bis hin zur geopolitischen Fragmentierung der Weltordnung – bleiben nicht nur intakt, sie gewinnen sogar an Kraft. Wer heute Gold besitzt, sollte sich von kurzfristigen Schwankungen nicht verunsichern lassen. Und wer noch keines besitzt, sollte sich fragen, wie lange er es sich noch leisten kann, darauf zu verzichten.

In einer Welt, in der Regierungen Schulden in astronomische Höhen treiben, Kriege eskalieren und das Vertrauen in Papierwährungen schwindet, bleibt physisches Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative Anker der Vermögenssicherung. Kein Algorithmus, kein ETF und erst recht kein Politiker kann diese zeitlose Wahrheit außer Kraft setzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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