
Gezielte Beinschüsse in Bremen: Polizei jagt zwei flüchtige türkische Tatverdächtige
Eine beispiellose Gewaltserie erschüttert die Hansestadt Bremen. Fünf Schusswaffenattacken im öffentlichen Raum, ein Toter, vier Verletzte – und zwei türkische Staatsangehörige, die sich offenbar wie Phantome durch die Straßen bewegen. Die Polizei Bremen fahndet mit Hochdruck nach dem 35-jährigen Osman Sönmez und dem 39-jährigen Ferhat Kocakelci. Beide sollen ihren Opfern auf offener Straße gezielt in die Beine geschossen haben. Ein 32-jähriger Mann überlebte die Attacke nicht.
Eine Stadt im Würgegriff der Gewalt
Was sich seit Anfang März in den Bremer Stadtteilen Walle, Neustadt und Obervieland abspielt, liest sich wie das Drehbuch eines Gangsterfilms – nur dass es bittere Realität ist. Die Ermittler registrierten insgesamt fünf Angriffe mit Schusswaffen, die sich in erschreckender Regelmäßigkeit wiederholten. Am 1. März fielen die ersten Schüsse, weitere Taten folgten am 17., 28. und 31. März. Das Muster war stets dasselbe: Die Angreifer traten an ihre Opfer heran, feuerten gezielt auf die Beine und verschwanden anschließend spurlos. Die Opfer – Männer im Alter zwischen 25 und 60 Jahren – hatten keine Chance, sich zu schützen.
Dass bei einer solchen Vorgehensweise ein Mensch sein Leben verlor, überrascht kaum. Was hingegen überrascht, ist die Dreistigkeit, mit der diese Taten mitten am Tag, mitten in einer deutschen Großstadt verübt wurden. Doch wer sich die Zustände in manchen deutschen Städten anschaut, den wundert mittlerweile leider gar nichts mehr.
Sonderkommission „Fokus" – ein vielsagender Name
Die Bremer Polizei hat eine Sonderkommission mit dem Namen „Fokus" eingerichtet, die sich ausschließlich mit dieser Gewaltserie befasst. Nach Angaben der Ermittler stünden die Ermittlungen kurz vor einem Durchbruch. Wie genau die Beamten auf die Spur der beiden Verdächtigen kamen, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt. Fahndungsfotos der beiden Männer wurden jedoch veröffentlicht – ein Schritt, der die Dringlichkeit der Lage unterstreicht.
Zu den Hintergründen der Angriffe halten sich die Behörden bedeckt. Ein persönliches Motiv sei möglich, hieß es. Gleichzeitig werde ein Zusammenhang mit Clan- oder Drogenkriminalität nicht ausgeschlossen. Man muss kein Kriminologe sein, um zu erahnen, in welchem Milieu sich solche Taten abspielen.
Hohle Phrasen aus dem Rathaus
Besonders bemerkenswert ist die Reaktion der Bremer Innensenatorin Eva Högl von der SPD. Sie ließ verlauten, man lasse „Gewalt auf offener Straße nicht zu". Eine Aussage, die angesichts von fünf Schusswaffenattacken und einem Toten geradezu zynisch klingt. Denn offensichtlich wurde diese Gewalt zugelassen – über Wochen hinweg. Die Senatorin lobte die „hervorragende Arbeit" der Ermittler und die „enge Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft". Schöne Worte, die den Angehörigen des 32-jährigen Todesopfers wenig Trost spenden dürften.
Bremen, das seit Jahrzehnten von der SPD regiert wird, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Brennpunkt der Kriminalität entwickelt. Die Hansestadt kämpft mit Clan-Strukturen, Drogenhandel und einer Sicherheitslage, die in manchen Vierteln an Verhältnisse erinnert, die man eher in Großstädten jenseits des Atlantiks vermuten würde. Dass ausgerechnet jene politischen Kräfte, die diese Entwicklung durch jahrelange Versäumnisse in der Migrations- und Sicherheitspolitik mit zu verantworten haben, sich nun als entschlossene Kämpfer gegen die Kriminalität inszenieren, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Ein Symptom einer tiefgreifenden Fehlentwicklung
Die Bremer Schussserie ist kein Einzelfall. Sie reiht sich ein in eine beunruhigende Kette von Gewalttaten, die Deutschland in den vergangenen Jahren heimgesucht haben. Messerattacken, Schießereien, Überfälle – die Kriminalitätsstatistiken sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn manche Politiker sie offenbar nicht lesen wollen oder können. Die Bürger dieses Landes haben ein Recht auf Sicherheit. Sie haben ein Recht darauf, abends durch ihre Stadtviertel zu gehen, ohne Angst haben zu müssen, von Kugeln getroffen zu werden.
Dass die beiden Tatverdächtigen türkische Staatsangehörige sind, wirft einmal mehr die Frage auf, warum Deutschland es nicht schafft, Menschen, die hier schwere Straftaten begehen, konsequent zur Rechenschaft zu ziehen und gegebenenfalls des Landes zu verweisen. Stattdessen werden Sonntagsreden gehalten, Sonderkommissionen gegründet und Pressemitteilungen verfasst. Die Leidtragenden sind die ganz normalen Bürger, die in Walle, Neustadt und Obervieland leben und arbeiten.
Es ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines wachsenden Teils der deutschen Bevölkerung: Deutschland braucht eine konsequente Sicherheitspolitik, die den Namen auch verdient. Eine Politik, die nicht erst handelt, wenn ein Mensch tot auf der Straße liegt, sondern die präventiv dafür sorgt, dass solche Zustände gar nicht erst entstehen. Die Bremer Gewaltserie ist ein weiterer Weckruf – die Frage ist nur, ob die Verantwortlichen ihn endlich hören wollen.
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