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Kettner Edelmetalle
17.03.2026
17:49 Uhr

Fulda zeigt, wohin die Reise geht: AfD überflügelt SPD und Grüne – zusammen

Was sich in den vergangenen Jahren als schleichender Trend abzeichnete, manifestiert sich nun in harten Zahlen: Bei der Kreistagswahl im hessischen Landkreis Fulda hat die AfD mit über 20 Prozent der Stimmen nicht nur SPD und Grüne einzeln deklassiert – sie liegt sogar vor beiden Parteien zusammengenommen. Ein Ergebnis, das man in den Berliner Parteizentralen der einstigen Volksparteien mit Schnappatmung zur Kenntnis nehmen dürfte.

Die nackten Zahlen sprechen Bände

Nach Auszählung von 400 der insgesamt 403 Wahlbezirke kommt die AfD im Landkreis Fulda auf 20,12 Prozent. Die SPD dümpelt bei mageren 9,58 Prozent, die Grünen bei noch kläglicheren 8,19 Prozent. Addiert man die Ergebnisse beider Parteien, landet man bei 17,77 Prozent – und damit immer noch deutlich unter dem AfD-Resultat. Stärkste Kraft bleibt erwartungsgemäß die CDU mit komfortablen 44,48 Prozent, doch die eigentliche Geschichte dieses Wahlabends schreibt die blaue Partei.

Besonders bemerkenswert: Die AfD hat ihr Ergebnis im Vergleich zur Kreistagswahl 2021 nahezu verdoppelt. Damals waren es noch bescheidene 10,04 Prozent. Wer angesichts solcher Dynamiken noch von einem vorübergehenden Protestphänomen spricht, der verkennt die tektonischen Verschiebungen in der politischen Landschaft dieses Landes.

SPD und Grüne im freien Fall

Während die AfD von Erfolg zu Erfolg eilt, erleben die einstigen Platzhirsche der linken Mitte einen schmerzhaften Absturz. Die SPD sackt von 12,31 auf 9,58 Prozent ab – ein Verlust, der in einer Region wie Fulda einer politischen Bankrotterklärung gleichkommt. Die Grünen trifft es noch härter: Von 12,02 Prozent stürzen sie auf 8,19 Prozent. In konkreten Sitzen übersetzt bedeutet das: Die CDU erhält 36 Mandate, die AfD 16, die SPD gerade noch 8 und die Grünen bescheidene 7.

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, was hier geschieht. Die Menschen in der osthessischen Region – traditionell konservativ geprägt, bodenständig und mit einem gesunden Misstrauen gegenüber ideologischen Experimenten ausgestattet – wenden sich in Scharen von jenen Parteien ab, die ihnen jahrelang Gendersternchen, Lastenfahrräder und moralische Belehrungen als politisches Programm verkaufen wollten.

Kein Einzelfall, sondern ein Muster

Das Ergebnis in Fulda kommt keineswegs aus dem Nichts. Bereits bei der hessischen Landtagswahl 2023 erreichte die AfD im Landkreis stolze 23,9 Prozent, bei der Bundestagswahl im Februar 2025 waren es 23,5 Prozent. Der Landkreis Fulda gehört damit zu den Hochburgen der Partei in Hessen – und das in einer Region, die man gemeinhin nicht zu den strukturschwachen Gebieten des Ostens zählt, mit denen man den AfD-Erfolg so gerne wegzuerklären versucht.

Auch hessenweit zeigt sich der Trend, wenngleich in abgeschwächter Form. Die CDU bleibt mit 29,7 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 20,2 Prozent. Die AfD legt als drittstärkste Kraft mit 15,9 Prozent deutlich zu, während die Grünen auf 14,4 Prozent abrutschen. Die FDP vegetiert bei 3,7 Prozent – ein Wert, der die Frage aufwirft, ob diese Partei überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat.

Ein Signal, das Berlin nicht ignorieren kann

Die Wahlbeteiligung lag mit 54,4 Prozent über dem Niveau von 2021. Das ist ein wichtiges Detail, denn es widerlegt das beliebte Narrativ, wonach die AfD nur von einer niedrigen Wahlbeteiligung profitiere. Im Gegenteil: Je mehr Bürger zur Urne schreiten, desto deutlicher wird der Wunsch nach einem politischen Kurswechsel.

Was die neue Große Koalition unter Friedrich Merz aus diesen Signalen macht, bleibt abzuwarten. Die Bürger haben jedenfalls unmissverständlich klargemacht, dass sie eine Politik erwarten, die sich an ihren realen Sorgen orientiert – an der inneren Sicherheit, an einer funktionierenden Infrastruktur, an bezahlbarer Energie und an der Bewahrung jener Werte, die dieses Land einst stark gemacht haben. Wer diese Botschaft weiterhin ignoriert und stattdessen mit einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenberg die nächsten Generationen belastet, der wird bei der nächsten Wahl noch deutlichere Quittungen erhalten.

Fulda ist kein Ausreißer. Fulda ist ein Vorbote.

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