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Kettner Edelmetalle
11.03.2026
15:13 Uhr

Eskalation am Nadelöhr der Weltwirtschaft: Iran droht mit Blockade der Straße von Hormus

Was sich derzeit in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman abspielt, hat das Potenzial, die globale Energieversorgung in ihren Grundfesten zu erschüttern. Mehrere Schiffe sind in und nahe der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus unter Beschuss geraten – getroffen von dem, was die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) diplomatisch als „unbekannte Geschosse" bezeichnet. Diplomatisch formuliert, doch die Botschaft ist unmissverständlich: Der Iran macht Ernst.

Die Lebensader des Ölhandels steht auf dem Spiel

Die etwa 55 Kilometer breite Wasserstraße zwischen dem Iran und dem Oman ist keine gewöhnliche Schifffahrtsroute. Sie ist die Lebensader des globalen Ölhandels schlechthin. Wer diese Passage kontrolliert, hält den Finger am Puls der Weltwirtschaft. Und genau das weiß Teheran. Irans Militärführung hat unmissverständlich erklärt, den Schiffsverkehr durch die Meerenge weiter stören zu wollen, um die Kosten des Krieges für die USA und Israel in astronomische Höhen zu treiben. Ein Militärsprecher formulierte es mit erschreckender Klarheit: Kein einziger Liter Öl werde zugunsten der USA, der „Zionisten" und ihrer Partner durch die Straße von Hormus transportiert werden. Jedes Schiff, jede Ölladung – ein legitimes Ziel.

Experten hatten bereits vor Kriegsbeginn gewarnt, dass Teherans Seestreitkräfte den Handel empfindlich stören könnten. Nun ist genau dieses Szenario eingetreten. Kaum ein Handelsschiff wagt derzeit die Passage. Die kommerzielle Schifffahrt in der Region sei seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gekommen, heißt es aus Branchenkreisen. Berichte über iranische Seeminen in der Meerenge befeuern die Sorge zusätzlich. Das US-Militär habe nach eigenen Angaben bereits 16 iranische Minenleger-Schiffe zerstört.

Ölpreis-Schock und die Folgen für Deutschland

Die Konsequenzen für den globalen Energiemarkt sind verheerend. Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht sich gezwungen, eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freizugeben, um den rasanten Ölpreisanstieg wenigstens abzufedern. Auch Deutschland kommt der IEA-Bitte nach und will 19,51 Millionen Barrel aus seinen strategischen Reserven beisteuern. An den heimischen Tankstellen sollen die Spritpreise künftig nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen – eine Maßnahme, die angesichts der Dimension der Krise wie ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde wirkt.

Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt die energiepolitische Weitsicht, die Deutschland in den vergangenen Jahren so schmerzlich vermissen ließ? Während andere Nationen ihre Energieversorgung diversifizierten und auf Unabhängigkeit setzten, hat die deutsche Politik unter dem Einfluss grüner Ideologie systematisch konventionelle Energiequellen abgebaut, Kernkraftwerke abgeschaltet und sich in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert. Jetzt, wo die geopolitische Realität mit voller Wucht zuschlägt, rächt sich diese Naivität bitter.

Gegenseitige Angriffe eskalieren weiter

Doch die Krise beschränkt sich längst nicht auf die Meerenge. Israel und der Iran überziehen sich weiterhin mit gegenseitigen Angriffen in einer Intensität, die selbst erfahrene Nahostexperten alarmiert. In der Nacht zum Mittwoch startete der Iran mehrere Raketenangriffe auf Israel. Immer wieder heulten zwischen Mitternacht und den Morgenstunden die Sirenen im Großraum Tel Aviv. Irans Revolutionsgarden bestätigten die Angriffe. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach gar von der heftigsten iranischen Angriffswelle seit Kriegsbeginn.

Auch die Golfstaaten bleiben nicht verschont. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Oman meldeten Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen – die Geschosse konnten den Angaben nach jedoch größtenteils abgewehrt werden. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) befindet sich derzeit auf Krisenbesuch in der Region, nachdem er am Dienstag bereits in Israel war. Ob diplomatische Gespräche in einem derart aufgeheizten Umfeld noch irgendetwas bewirken können, darf bezweifelt werden.

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) teilte unterdessen mit, die iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen seien seit den ersten 24 Stunden der israelisch-amerikanischen Offensive drastisch zurückgegangen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran im Fall einer vollständigen Sperrung der Meerenge mit schweren Bombardierungen. Worte, die in Teheran durchaus Gewicht haben dürften.

Rätseln um den neuen obersten Führer

Inmitten dieses Chaos wartet die Welt auf ein Lebenszeichen des neuen obersten Führers der Islamischen Republik. Modschtaba Chamenei wurde in der Nacht zum Montag zum Staatsoberhaupt ernannt, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war. Doch der 56-Jährige hat sich seitdem nicht blicken lassen. Kein öffentlicher Auftritt, keine Rede, kein Signal.

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole, verlor dabei jedoch seine Ehefrau, seine Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der „New York Times" soll der neue Religionsführer verwundet worden sein – er habe Verletzungen an den Beinen erlitten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Auch das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als „Kriegsversehrten", ohne weitere Details zu nennen. Seine erste Rede wird mit Spannung erwartet, dürfte sie doch Hinweise darauf geben, welchen Kurs das Land unter seiner Führung einschlagen wird. Wird er auf Eskalation setzen – oder gibt es noch einen Funken Hoffnung auf Deeskalation?

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

Eines steht fest: Die geopolitische Lage hat sich in einer Geschwindigkeit zugespitzt, die noch vor wenigen Monaten kaum jemand für möglich gehalten hätte. Die Auswirkungen auf die Energiemärkte, die Inflation und damit auf den Geldbeutel jedes einzelnen Bürgers sind bereits spürbar. In solchen Zeiten zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben in Jahrtausenden jede Krise überdauert – jede Währungsreform, jeden Krieg, jede politische Umwälzung. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios zu betrachten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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