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12.02.2026
11:00 Uhr

Epstein-Skandal: Frankreichs Justiz saß sechs Jahre lang auf brisanten Beweisen

Was wusste Frankreich – und warum schwieg es so lange? Eine Enthüllung aus dem französischen Justizministerium wirft ein grelles Schlaglicht auf das Versagen europäischer Behörden im wohl größten Missbrauchsskandal der jüngeren Geschichte. Bereits seit 2019 befanden sich 4.500 E-Mails aus dem Gmail-Konto des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein in den Händen der französischen Ermittler. Erst jetzt, Jahre später, wurden diese Inhalte in den USA öffentlich.

Die Durchsuchung an der Avenue Foch

Am 23. September 2019 durchsuchten französische Behörden Epsteins luxuriöse Pariser Residenz im noblen 16. Arrondissement – jenem Viertel, in dem sich die Reichen und Mächtigen dieser Welt seit jeher wohlfühlen. Was die Ermittler dort fanden, hätte eigentlich Schockwellen durch die gesamte westliche Welt senden müssen: zwei Mac-Computer, diverse USB-Sticks, CDs und – entscheidend – den Zugang zu Epsteins Gmail-Konto.

Die digitale Auswertung des sichergestellten Materials förderte Erschreckendes zutage. Auf einer Festplatte entdeckten die Ermittler zahlreiche Fotos junger Frauen sowie 30 Videos aus dem Zeitraum 2011 bis 2015, die ebenfalls junge Mädchen zeigten. Besonders brisant: Eine CD-ROM mit der Aufschrift „Confidential – Comprehensive Chart" enthielt eine Excel-Datei mit einer Liste von 62 weiblichen Namen. Man muss kein Kriminalist sein, um zu erahnen, welchem Zweck diese akribische Buchführung des Grauens diente.

Das Gmail-Konto als Schlüssel zum Netzwerk

Der eigentliche Sprengstoff liegt jedoch in den E-Mails. Große Teile der mittlerweile berüchtigten „Epstein-Files" drehen sich genau um jene Korrespondenz, die Frankreich bereits seit sechs Jahren in seinem Besitz hatte. Besonders die Konversationen zwischen Epstein und Jean-Luc Brunel, dem Leiter einer von Epstein finanzierten Modelagentur, offenbaren das Ausmaß des mutmaßlichen Missbrauchsnetzwerks. In den E-Mails tauschten sich die beiden über Escort-Agenturen aus und planten unter anderem eine sogenannte „pajama party" – ein zynischer Euphemismus, dessen wahre Bedeutung man sich kaum ausmalen möchte.

Brunel wurde im Dezember 2020 bei einem Ausreiseversuch festgenommen. Ihm wurde unter anderem die Vergewaltigung Minderjähriger vorgeworfen. Doch zu einer Verurteilung kam es nie. In der Nacht vom 18. auf den 19. Februar 2022 soll sich Brunel in seiner Zelle im Pariser La-Santé-Gefängnis erhängt haben. Ein bemerkenswerter Zufall – hatte sich doch auch Epstein selbst unter ähnlich mysteriösen Umständen in seiner Gefängniszelle das Leben genommen. Wer an solche Zufälle glaubt, der glaubt vermutlich auch, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt.

Vertraulichkeit als oberstes Gebot

Aus einem Schreiben des französischen Justizministeriums an die US-Regierung vom 8. Juli 2020, das vom Nachrichtenmagazin Marianne erstmals veröffentlicht wurde, geht hervor, dass Frankreich die USA um Ermittlungsdetails zu Brunel, Ghislaine Maxwell und Epstein bat. Dabei ging es insbesondere um die sexuelle Ausbeutung sowohl Minderjähriger als auch Volljähriger sowie um Opfer französischer Staatsangehörigkeit.

Pikant ist der ausdrückliche Hinweis auf Vertraulichkeit in dem Schreiben: Die zuständigen Behörden der Vereinigten Staaten mögen den vertraulichen Charakter des Ersuchens und seines Inhalts wahren, so das Ministerium. Vertraulichkeit – ein Wort, das in diesem Kontext einen bitteren Beigeschmack hinterlässt. Denn die Frage drängt sich auf: Ging es wirklich um den Schutz laufender Ermittlungen oder vielmehr um den Schutz mächtiger Persönlichkeiten?

Sechs Jahre des Schweigens – ein Armutszeugnis für Europas Justiz

Die zentrale Frage, die sich jeder denkende Bürger stellen muss, lautet: Was hat Frankreich in diesen sechs Jahren mit dem explosiven Material unternommen? Die Antwort scheint so ernüchternd wie bezeichnend zu sein – offenbar herzlich wenig. Während die französische Justiz auf einem Berg belastender Beweise saß, drehte sich das Rad des Missbrauchsnetzwerks möglicherweise munter weiter. Potenzielle Täter blieben unbehelligt, Opfer warteten vergeblich auf Gerechtigkeit.

Dieser Skandal fügt sich nahtlos in ein Muster ein, das wir in Europa nur allzu gut kennen. Ob es um die schleppende Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Institutionen geht, um das systematische Wegschauen bei importierter Kriminalität oder um die Vertuschung unbequemer Wahrheiten durch politische Eliten – das Ergebnis ist stets dasselbe: Die Mächtigen schützen sich gegenseitig, während die Schwachen auf der Strecke bleiben. Es ist ein Versagen, das Vertrauen in staatliche Institutionen bis ins Mark erschüttert.

Ob die US-Behörden ihrerseits bereits Zugriff auf diese Dateien hatten, geht aus dem französischen Schreiben nicht hervor. Angesichts der Tatsache, dass Gmail ein amerikanischer Dienst ist und US-Unternehmen zur Kooperation mit ihren Behörden verpflichtet sind, wäre es allerdings mehr als verwunderlich, wenn Washington nicht längst im Bilde gewesen wäre. Die Veröffentlichung der Epstein-Files in den USA hat jedenfalls eine Lawine losgetreten, deren Ausmaß noch lange nicht absehbar ist. Eines steht fest: Der Sumpf ist tief – und er reicht weit über den Atlantik hinaus.

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