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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
12:06 Uhr

Energiekrise 2.0: Iran-Krieg treibt Europas Gaspreise in schwindelerregende Höhen

Was viele Experten seit Jahren befürchtet haben, wird nun bittere Realität. Der eskalierende Konflikt zwischen Israel und dem Iran entfaltet seine verheerende Wirkung auf die europäischen Energiemärkte – und trifft einen Kontinent, der sich von der letzten Energiekrise kaum erholt hat. Die Benchmark-Futures für europäisches Erdgas schossen zeitweise um bis zu 13 Prozent in die Höhe. Ein Déjà-vu, das niemand gebrauchen kann.

Die Straße von Hormus – Europas verwundbare Achillesferse

Der Tankerverkehr durch die strategisch bedeutsame Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen. Normalerweise passiert rund ein Fünftel der weltweiten LNG-Lieferungen diese Meerenge. Doch seit einem iranischen Drohnenangriff auf Ras Laffan in Katar – die größte LNG-Exportanlage der Welt – herrscht dort faktisch Stillstand. Drei LNG-Tanker, die ursprünglich für Europa bestimmt waren, haben bereits ihren Kurs geändert und steuern nun asiatische Häfen an. Ein Alarmsignal, das man in Brüssel offenbar noch nicht in seiner ganzen Tragweite begriffen hat.

Die niederländischen Front-Month-Futures, der wichtigste europäische Gas-Benchmark, kletterten auf 53,26 Euro je Megawattstunde – ein Anstieg von 9,2 Prozent allein am Donnerstagmorgen. Damit erreichen die Gaspreise ein Drei-Jahres-Hoch, und ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht.

Europas selbstverschuldete Verwundbarkeit

Man muss sich die Frage stellen: Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in einer jahrelangen energiepolitischen Geisterfahrt, die Europa – und insbesondere Deutschland – in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert hat. Lange Kälteperioden im vergangenen Winter haben die ohnehin niedrigen Gasreserven drastisch reduziert. Nun steht Europa vor der Herausforderung, im Sommer zusätzliche LNG-Lieferungen einkaufen zu müssen, um die Speicher wieder aufzufüllen. Und das in einem Marktumfeld, in dem die Konkurrenz um verfügbare Ladungen härter denn je ist.

Arne Lohmann Rasmussen, Chefanalyst bei Global Risk Management, bringt die Lage auf den Punkt: Es gebe derzeit keine Lösung für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus, weshalb die Sorgen über zu geringe LNG-Lieferungen von Tag zu Tag wüchsen. Eine nüchterne Analyse, die wenig Raum für Optimismus lässt.

Asien greift zu – Europa schaut zu

Während europäische Politiker noch debattieren, handeln asiatische Staaten längst. Taiwan hat sich bereits LNG-Lieferungen aus Regionen außerhalb des Nahen Ostens gesichert. Thailand bemüht sich ebenfalls um alternative Gasquellen. Diese Entwicklung verschärft den globalen Wettbewerb um das knappe Gut erheblich – und Europa droht, den Kürzeren zu ziehen.

Denn eines darf man nicht vergessen: Auch wenn asiatische Länder den Großteil des im Nahen Osten produzierten Flüssigerdgases abnehmen, wirkt sich jede länger anhaltende Störung unmittelbar auf das globale Angebot aus. Weniger verfügbares LNG bedeutet höhere Preise – überall auf der Welt.

Trumps Vier-Wochen-Frist als letzter Strohhalm?

US-Präsident Donald Trump hat eine Frist von vier Wochen für die Beendigung des Konflikts vorgegeben. Ein amerikanischer Plan zur Sicherung der Durchfahrt von Tankern durch die Straße von Hormus wurde zwar vorgestellt, enthält bislang jedoch kaum konkrete Details. Die Märkte reagierten zunächst mit leichter Entspannung, nur um am nächsten Tag umso heftiger nach oben zu schnellen. Typisch für einen Markt, der von Angst und Unsicherheit getrieben wird.

Sollte der Konflikt über die von Trump gesetzte Frist hinaus andauern, drohen massive Risiken für Wirtschaft und Inflation – nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Inflationsängste, die ohnehin schon die Märkte belasten, würden sich dann zu einer handfesten Krise auswachsen. Für den deutschen Bürger, der bereits unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzt, wäre dies ein weiterer schwerer Schlag.

Die bittere Lektion der Energiepolitik

Deutschland hat in den vergangenen Jahren seine Kernkraftwerke abgeschaltet, sich von russischem Gas abhängig gemacht und dann – nach dem Beginn des Ukraine-Krieges – hektisch nach Alternativen gesucht. Nun zeigt sich erneut, wie fragil die europäische Energieversorgung ist. Wer seine Energiepolitik auf ideologischen Grundsätzen statt auf strategischer Vernunft aufbaut, darf sich über solche Verwerfungen nicht wundern. Die Zeche zahlt am Ende immer der Bürger – an der Tankstelle, bei der Heizkostenabrechnung und beim täglichen Einkauf.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert von physischen Edelmetallen als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Risiken. Während Energiepreise explodieren und die Kaufkraft des Euro weiter erodiert, bieten Gold und Silber einen bewährten Schutzschild für das eigene Vermögen. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und physische Edelmetalle als Beimischung nutzt, ist für solche Krisenszenarien deutlich besser aufgestellt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Eine Haftung für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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