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25.09.2026
11:56 Uhr
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Eklat in New York: Netanjahu nennt Völkermord-Vorwurf „größte Lüge“!

Eklat in New York: Netanjahu nennt Völkermord-Vorwurf „größte Lüge“!
Symbolbild: KI-generiert

Leere Stuhlreihen, Buhrufe und ein Premier auf Angriffskurs: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am 24. September vor der UN-Generalversammlung in New York den Völkermord-Vorwurf gegen sein Land in aller Schärfe zurückgewiesen. Gleich zu Beginn verließen Dutzende Delegierte den Saal. Netanjahu nannte sie „moralische Feiglinge“.

Die rote Linie von damals

Netanjahu erinnerte an seinen Auftritt vor vierzehn Jahren. Damals hatte er am selben Rednerpult eine rote Linie gegen das iranische Atomprogramm gezogen. Diese Linie habe Israel inzwischen durchgesetzt, sagte er, denn die Atomanlagen seien zerstört. Ohne diesen Schritt wären nach seinen Worten „wir jetzt alle tot“.

Dann wurde er spitz: Viele Staaten, deren Diplomaten gerade demonstrativ hinausgegangen waren, würden Israel laut Netanjahu hinter verschlossenen Türen für den Schlag danken. Er sprach von Heuchelei. Überprüfen lässt sich das nicht. Getroffen hat der Vorwurf trotzdem.

Ein Krieg an „sieben Fronten“

Netanjahu beschrieb Israel als kleines Land, etwa so groß wie New Jersey, das seit dem 7. Oktober 2023 an sieben Fronten kämpfe: gegen Hamas, Hisbollah, Huthis und Iran, gegen Milizen im Irak und in Syrien sowie gegen Terroristen im Westjordanland. Beim Hamas-Überfall starben rund 1200 Menschen. Auf die Bevölkerung der USA umgerechnet entspreche das laut Netanjahu 40.000 Toten, also sechzehnmal dem 11. September.

Am emotionalsten wurde es, als er von seinem Bruder Jonathan sprach. Der hatte 1976 die Geiselbefreiung im ugandischen Entebbe angeführt und war dabei als einziger Soldat ums Leben gekommen. Ein Satz des Bruders zog sich durch die ganze Rede: „Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl.“

„Das Gegenteil von Völkermord“

Im Mittelpunkt stand der Genozid-Vorwurf. Netanjahu zählte auf, was Israel getan habe: Millionen SMS, Anrufe und Flugblätter, mit denen Zivilisten vor Angriffen gewarnt worden seien, eine Million Polio-Impfungen und zwei Millionen Tonnen Lebensmittel für Gaza. Die Hamas habe Zivilisten dagegen als menschliche Schutzschilde benutzt und Hilfsgüter gestohlen.

„Israel des Völkermords zu beschuldigen, ist die größte Lüge dieses Jahrhunderts.“

Die Gegenseite sieht das bekanntlich anders. Der Internationale Strafgerichtshof hatte im November 2024 einen Haftbefehl gegen Netanjahu erlassen. Ein Vorwurf lautet, Israel habe Aushungern als Kriegsmittel eingesetzt. Israel bestreitet das. Medienberichten zufolge hatte Spaniens Regierungschef nur einen Tag vorher vor der Generalversammlung selbst von Völkermord gesprochen.

Frontalangriff auf Mamdani, Katar und Erdogan

Besonders hart ging Netanjahu mit New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani ins Gericht. Er nannte ihn einen Antisemiten und sagte, seit Mamdanis Wahl fühlten sich viele Juden in der Stadt nicht mehr sicher. Außerdem habe Mamdani versucht, ihn am Kommen zu hindern. Berichten zufolge hatte Mamdani Netanjahus Festnahme gefordert, obwohl die Stadt dazu gar nicht befugt ist.

Auch Katar griff er an. Das Emirat habe über Jahrzehnte Universitäten und Sender wie Al Jazeera finanziert, um junge Menschen gegen den Westen aufzubringen. Den türkischen Präsidenten Erdogan nannte er einen „Tyrannen“, der Hamas-Führern Unterschlupf gewähre.

Eine Ohrfeige für Europa

Für deutsche Ohren besonders unbequem: Netanjahu warf den Regierungen Westeuropas vor, vor „antisemitischen Mobs“ eingeknickt zu sein und auf Beschwichtigung zu setzen. Er fragte, wie lange es dauern werde, bis man erkenne, dass Dschihadisten Wasserwege, Energieversorgung und wirtschaftliche Lebensadern abwürgen.

Man muss nicht jede Zuspitzung teilen, um den Kern ernst zu nehmen. Unter den Städten, in denen Juden angegriffen worden seien, nannte Netanjahu ausdrücklich auch Berlin. Und die Huthi-Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer haben gezeigt, wie verletzlich Europas Lieferketten sind. Ob die Bundesregierung darauf eine überzeugende Antwort hat, darf bezweifelt werden.

Wenn Handelsrouten zur Frontlinie werden, verlassen sich viele Bürger lieber nicht allein auf Versprechen der Politik. Physisches Gold und Silber gelten nicht ohne Grund seit Jahrhunderten als Schutz in Krisenzeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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