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Kettner Edelmetalle
07.09.2026
08:27 Uhr
KI-generiert

Eklat in der ARD: „Größte Flachzange“ – Wahlabend eskaliert live

Eklat in der ARD: „Größte Flachzange“ – Wahlabend eskaliert live
Symbolbild: KI-generiert

Es sollte eine nüchterne Analyse des Wahlabends werden – es wurde eine Schlammschlacht. In der ARD-Runde zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt attackierte Linken-Chef Luigi Pantisano den AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit den Worten, er sei „die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft“. Der Moderator hatte Mühe, die Runde wieder einzufangen.

Konter mit Steuerbescheid

Chrupalla ließ die Attacke nicht auf sich sitzen. „Im Gegensatz zu Ihnen weiß ich, was wenigstens eine Flachzange ist“, entgegnete der Malermeister – und setzte nach, er habe 25 Jahre gearbeitet und mehr Steuern und Abgaben gezahlt als sein Kontrahent wahrscheinlich in seinem ganzen Leben.

Pantisano legte nach und warf Chrupalla vor, dieser lüge „von morgens bis abends“ und sei „einfach nur verlogen“. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf reagierte sichtlich unangenehm berührt und bat den Moderator Markus Preiß, wieder die Gesprächsführung zu übernehmen – das Letzte, was die Menschen jetzt wollten, sei gegenseitiges Beschimpfen.

Der Kampfbegriff der Saison

Das Wort „Flachzange“ hat in diesem Wahlkampf Karriere gemacht. Zuerst hatte AfD-Co-Chefin Alice Weidel die Regierenden pauschal so bezeichnet, später übertrug der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund das Etikett auf den CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze. Gefragt, ob er dabei bleibe, unterschied Siegmund: „Menschlich nicht, politisch ja“.

Der verbale Tiefflug hat einen Grund: Die Zahlen des Abends sind eine politische Zäsur. Nach vorläufigen Ergebnissen holte die AfD rund 43,8 Prozent – ihr bislang bestes Landtagswahlergebnis überhaupt. Die CDU stürzte von 37,1 Prozent im Jahr 2021 auf etwa 18 bis 19 Prozent ab. Die Wahlbeteiligung lag Medienberichten zufolge bei rund 80 Prozent, deutlich über dem Wert von 2021.

„Die Brandmauer ist abgewählt“

Chrupalla erklärte in der ARD, die Brandmauer sei abgewählt worden, und kündigte an, allen anderen Parteien die Hand auszustrecken, sollte die AfD die absolute Mehrheit verfehlen. Die Antwort der Linken fiel eindeutig aus: Man würde darauf nicht einmal reagieren, so Pantisano, ein Gespräch sei undenkbar.

Auch CDU-Generalsekretärin Hoppermann schloss eine Zusammenarbeit „mit den Extremen“ aus – und hielt der Linken im Gegenzug ein „schweres Antisemitismus-Problem“ vor. Der AfD-Landesverband wird vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt seit 2023 als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft.

Und die Rechnung für Berlin?

Scharf attackierte Chrupalla Bundeskanzler Friedrich Merz, der die Ostdeutschen als „Wutbürger“ beleidigt habe. Das sei „arrogantes Gehabe von einem Bundeskanzler, der die Ostdeutschen immer noch nicht akzeptiert hat“. Sein Urteil: „Dieser Bundeskanzler hat fertig.“

Aus Sicht unserer Redaktion liegt der eigentliche Skandal nicht in einer Beleidigung im Studio, sondern in dem, was ihr vorausging: Ein Regierungslager, das seit Jahren an Migration, Energiepreisen und Bürokratie vorbeiregiert, erntet nun Quittungen in dieser Größenordnung. Wirtschaftsvertreter sprachen laut Berichten von einem „Misstrauensvotum gegen die Bundesregierung“.

Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Wer glaubt, mit Schimpfwörtern gegen Wahlergebnisse anzukommen, dürfte dort die nächste Lektion erhalten. Denn Vertrauen gewinnt man nicht im Talkshow-Sessel zurück – sondern mit Politik, die den Bürgern spürbar nützt.

Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Rechts- oder Anlageberatung dar.

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