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Kettner Edelmetalle
20.09.2026
07:37 Uhr
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Drohnen, Diesel, Duma: Am Ende zahlt der Verbraucher die Rechnung

Drohnen, Diesel, Duma: Am Ende zahlt der Verbraucher die Rechnung
Symbolbild: KI-generiert

Russland hat vom 18. bis 20. September ein neues Parlament gewählt – begleitet von einer der größten Drohnenwellen des Krieges. Der Moskauer Bürgermeister sprach von mehr als 350 ukrainischen Drohnen über der Hauptstadt. In der Nacht zum Sonntag brannte eine der größten Raffinerien im Moskauer Umland.

Der zuständige Gouverneur meldete dem Bericht zufolge 249 abgefangene Drohnen binnen zwei Stunden, zwei Tote und sechs Verletzte. Zuvor hatte es die Raffinerie Jaroslawl getroffen – eine Anlage mit rund 300.000 Barrel Tagesdurchsatz, bei der eine Hauptanlage mit 40 Prozent der Kapazität ausfiel.

Alle drei Tage eine Raffinerie

Das ist kein Einzelfall, sondern Systematik. Nach Daten der Internationalen Energieagentur wurde in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Schnitt alle drei Tage eine russische Raffinerie erfolgreich getroffen. Auch deutsche Medien berichten, dass im September mehrere der sechs größten Raffinerien des Landes ihren Betrieb drosseln oder einstellen mussten.

Moskau reagierte mit einem Exportstopp für Diesel, der seit dem 8. Juli gilt und nach einer Entscheidung vom 14. September bis Ende Oktober verlängert werden soll. Die Ausfuhren lagen im Juni bei unter einer Million Tonnen – nach rund 2,5 Millionen im Vorjahresmonat.

Störung ja, Wahlbeeinflussung fraglich

Beobachter deuten die Angriffswelle als Versuch, die Duma-Wahl zu stören. Belegbar sind Zwischenfälle: ein umgezogenes Wahllokal in der Region Krasnodar, kurzzeitige Stromausfälle in 14 Wahllokalen im besetzten Gebiet Luhansk, unterbrochene Stimmabgabe in Sotschi.

Nur: Wohin sollten diese Drohnen Stimmen lenken? Eine dezidierte Friedenspartei stand nicht zur Wahl – die als einzige mit Antikriegsprogramm angetretene Jabloko wurde laut dem Bericht am 10. August vom Obersten Gericht von der Liste gestrichen. Zugleich sprechen sich laut Lewada-Zentrum 62 Prozent der Russen für Friedensgespräche aus. Angriffe auf die eigene Tankstelle dürften eher Trotz erzeugen als Umdenken.

330 Milliarden Dollar – bezahlt von den Falschen

Die eigentliche Rechnung landet woanders. Das Analysezentrum CREA hat berechnet, dass Importeure zwischen März und August rund 330 Milliarden Dollar mehr zahlten, als die Terminmärkte vor dem Krieg erwartet hatten. Diesel lag im August 65 Prozent über dieser Erwartung.

Ärmere Länder trifft es am härtesten: Ein Land mit niedrigem Einkommen zahlte demnach rund ein Prozent seiner Wirtschaftsleistung zusätzlich, ein reiches nur 0,45 Prozent. Ägypten kostete die Krise 5,2 Milliarden Dollar, Südafrika 3,5 Milliarden. Russland dagegen gewann netto knapp 36 Milliarden Dollar – weil höhere Preise die Exporterlöse trieben.

Und Europa? Obwohl kein russischer Treibstoff mehr importiert wird, treibt der Produktionsausfall Medienberichten zufolge auch hier die Spritpreise. In den USA erreichte der Dieselpreis am 14. September mit 6,29 Dollar je Gallone einen Höchststand – einen Tag zuvor hatte Präsident Trump Kiew aufgefordert, russische Raffinerien nicht weiter auszuschalten.

Was das fĂĽr deutsche Haushalte bedeutet

Diesel ist der Blutkreislauf jeder Volkswirtschaft: Landwirtschaft, Spedition, Handwerk, Baustelle. Steigt er, steigt alles. Für viele Bürger ist das die bittere Pointe dieses Krieges: Über Energiepreise entscheidet niemand, den sie gewählt haben.

Wer sein Vermögen gegen solche importierte Inflation absichern will, kommt an der Frage nach krisenfesten Sachwerten kaum vorbei. Physische Edelmetalle haben in Phasen von Energieschocks und Geldentwertung historisch als Stabilitätsanker gedient – als Beimischung, nicht als Wundermittel.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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