
Deutschlands Arbeitsmarkt im freien Fall: Wenn die Wirtschaftspolitik versagt, zahlen die Bürger die Zeche
Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Sturzflug – und mit ihr Millionen von Arbeitsplätzen. Was sich derzeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt abspielt, gleicht einem Trauerspiel in mehreren Akten. Während die Politik noch immer von der "Transformation" schwadroniert, erleben wir in Wahrheit eine beispiellose Deindustrialisierung, die unseren Wohlstand vernichtet.
Die bittere Realität hinter den Zahlen
Morgen könnte es soweit sein: Die Bundesagentur für Arbeit dürfte verkünden, dass erstmals seit anderthalb Jahrzehnten wieder mehr als drei Millionen Menschen ohne Beschäftigung sind. Diese Marke ist mehr als nur eine statistische Größe – sie markiert das Scheitern einer Politik, die jahrelang die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft auf dem Altar ideologischer Experimente geopfert hat.
Klaus Wohlrabe vom renommierten ifo Institut bringt es auf den Punkt: "Der Arbeitsmarkt kommt nicht aus der Krise." Die Unternehmen würden bei Neueinstellungen immer zurückhaltender – ein deutliches Warnsignal für die kommenden Monate.
Automobilindustrie: Das Herzstück deutscher Wirtschaft blutet aus
Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in der Automobilbranche, dem traditionellen Rückgrat unserer Exportnation. Innerhalb nur eines Jahres gingen sage und schreibe 50.000 Arbeitsplätze verloren – und das ist erst der Anfang. Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer prognostiziert düster: Der Personalabbau werde sich fortsetzen, verstärkt durch die Trump-Zölle, die auch unter künftigen US-Regierungen Bestand haben dürften.
"Es wird stärkere Verlagerungen in die USA geben durch die Trump-Zölle. Die sind jetzt da und werden auch bei der Nachfolge-Regierung bleiben."
Was Dudenhöffer hier beschreibt, ist nichts anderes als die schleichende Abwanderung einer ganzen Industrie – befeuert durch eine verfehlte Energiepolitik und überbordende Regulierung, die unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb chancenlos macht.
Maschinenbau und Chemie: Die nächsten Opfer
Der Maschinenbau, einst Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst, steht vor einem Kahlschlag historischen Ausmaßes. Eine Studie der Unternehmensberatung Horváth zeichnet ein apokalyptisches Bild: Bis 2029 könnte jede fünfte Stelle wegfallen. Bei über einer Million Beschäftigten in der Branche sprechen wir hier von mehr als 200.000 gefährdeten Arbeitsplätzen.
Nicht besser sieht es in der Chemieindustrie aus. Evonik plant hierzulande 1.500 Stellen zu streichen, Lanxess knapp 500. Der Grund? Explodierende Energiekosten, die unsere Unternehmen im internationalen Vergleich hoffnungslos ins Hintertreffen geraten lassen. Während andere Länder auf bezahlbare Energie setzen, treiben wir mit ideologisch motivierter Energiepolitik unsere Industrie in den Ruin.
Der Dominoeffekt erfasst alle Branchen
Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer fasst das Desaster prägnant zusammen: "Das verarbeitende Gewerbe baut Stellen in großem Umfang ab." Betroffen seien nahezu alle Industriezweige – von der Metall- und Elektroindustrie über die Automobilbranche bis hin zur Stahl- und Chemieindustrie.
Doch der Jobabbau macht nicht bei der Industrie halt. Im Handwerk mit seinen 5,6 Millionen Beschäftigten droht eine Pleitewelle ungekannten Ausmaßes. Die Kostenexplosion bei Energie und Personal treibt immer mehr Betriebe in die Insolvenz. Und wenn die Menschen aus Angst um ihren Arbeitsplatz den Gürtel enger schnallen, trifft es als nächstes Handel und Gastronomie. Ein Teufelskreis, der sich immer schneller dreht.
Ein schwacher Hoffnungsschimmer
Zwar gibt es einen kleinen Lichtblick: Das Jobbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legte gestern minimal zu und erreichte mit 100,7 Punkten erstmals seit längerem wieder den positiven Bereich. Doch angesichts der strukturellen Probleme unserer Wirtschaft gleicht das eher einem Strohfeuer als einer nachhaltigen Trendwende.
Die wahren Schuldigen beim Namen nennen
Was wir erleben, ist das Resultat jahrelanger Fehlentscheidungen. Eine Energiepolitik, die Ideologie über Vernunft stellt. Eine Regulierungswut, die Unternehmen erdrosselt statt sie zu fördern. Eine Steuerlast, die Leistung bestraft statt sie zu belohnen. Und nun, unter der neuen Großen Koalition, droht mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die nächste Schuldenlawine – trotz aller Versprechungen von Friedrich Merz.
Die Verankerung der Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz mag für manche wie ein Fortschritt klingen. In Wahrheit ist es ein Korsett, das unserer Wirtschaft die Luft zum Atmen nimmt und kommende Generationen mit astronomischen Kosten belastet.
Deutschland braucht keine weiteren ideologischen Experimente, sondern eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Vernunft. Wir brauchen bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und eine Politik, die unsere Unternehmen stärkt statt sie zu schwächen. Nur so können wir den Abstieg stoppen und wieder zu alter Stärke zurückfinden. Die Alternative ist der wirtschaftliche Niedergang – und mit ihm der Verlust von Millionen weiterer Arbeitsplätze.

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