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Kettner Edelmetalle
20.07.2026
06:25 Uhr

Der Golf steht in Flammen: USA und Iran reißen die Weltwirtschaft in den Abgrund

Es ist das Szenario, vor dem seit Monaten gewarnt wurde – und nun ist es eingetreten. Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat eine Eskalationsstufe erreicht, die keine Rückkehr mehr zu erlauben scheint. Amerikanische Soldaten sind tot, die Straße von Hormus ist faktisch geschlossen, und das US-Außenministerium warnt seine Bürger mittlerweile weltweit vor "unvorhersehbaren Eskalationen". Wer geglaubt hatte, die Diplomatie könne das Ruder noch herumreißen, wird eines Besseren belehrt.

Wenn Verträge das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen

Erst im Frühsommer hatten beide Seiten ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet – ein zerbrechliches Konstrukt, das kaum das Licht der Welt erblickte, ehe es wieder zerfiel. Nun hat Teheran das Memorandum of Understanding offiziell für tot erklärt. Der stellvertretende iranische Außenminister ließ verlauten, die USA hätten sämtliche Verpflichtungen verletzt, weshalb man selbst keinerlei Zusagen mehr erfülle. Die Verhandlungen sind Geschichte. Was bleibt, ist ein blutiger Schlagabtausch, der bereits die siebte Nacht in Folge andauert.

"Aufgrund erhöhter Spannungen im Nahen Osten bleibt das Sicherheitsumfeld komplex, mit dem Potenzial für unvorhergesehene Eskalationen."

So nüchtern formuliert das State Department, was in Wahrheit ein Pulverfass beschreibt. Und Präsident Trump soll dem US-Zentralkommando CENTCOM laut israelischen Medienberichten befohlen haben, "die Tore zur Hölle" über dem Iran zu öffnen. Deutlicher lässt sich die Kriegsrhetorik kaum formulieren.

Tote Soldaten und ein Flächenbrand

Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Muwaffaq-Salti-Luftwaffenbasis in Jordanien wurden nach Angaben des Pentagons zwei amerikanische Soldaten getötet, ein weiterer gilt als vermisst. Vier verletzte Soldaten mussten in jordanische Krankenhäuser evakuiert werden. Damit steigt die Zahl der gefallenen US-Soldaten in diesem Konflikt auf sechzehn. Als Vergeltung schlugen amerikanische Streitkräfte gegen iranische Raketen- und Radarsysteme entlang der Straße von Hormus zurück.

Der Iran wiederum weitet seine Angriffe systematisch aus: Saudi-Arabien wurde erstmals seit vier Monaten wieder direkt getroffen, Kuwait meldet massive Schäden an seiner Energie- und Wasserinfrastruktur. Ein Kraftwerk und eine Entsalzungsanlage – für ein Wüstenland, das rund neunzig Prozent seines Trinkwassers aus Meerwasser gewinnt, ist dies ein Angriff auf die schiere Existenzgrundlage. Im Süden Irans fielen unterdessen 116 Telekommunikationsmasten unter dem Feuer der US-Angriffe aus. Ein Infrastrukturkrieg in Reinform.

Was das für die Weltwirtschaft bedeutet

Die eigentliche Bombe für die globale Wirtschaft ist geografischer Natur: Die Straße von Hormus, jene Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports läuft, ist praktisch dichtgemacht. Die Tankerbewegungen sind laut Daten von Bloomberg nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Der Ölpreis schoss in die Höhe – der stärkste Anstieg seit April.

Und wer glaubt, das ginge Deutschland nichts an, der irrt gewaltig. Ein anhaltend hoher Ölpreis bedeutet höhere Energiekosten, höhere Transportkosten und damit eine neue Inflationswelle, die auf ein ohnehin geschwächtes Land trifft. Ein Land, dessen Regierung lieber 500 Milliarden Euro an neuen Schulden aufhäuft und die Klimaneutralität ins Grundgesetz meißelt, als für bezahlbare und verlässliche Energie zu sorgen. Während in der Golfregion Kraftwerke brennen, hat man hierzulande die eigenen Kernkraftwerke aus ideologischer Verblendung abgeschaltet. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, wer am Ende die Zeche zahlt: der deutsche Bürger an der Tankstelle und beim Blick auf die Stromrechnung.

Sicherheit in Zeiten der Unsicherheit

In einer Welt, in der Verträge über Nacht zerreißen, Meerengen verstopfen und Ölpreise explodieren, zeigt sich einmal mehr der wahre Wert krisenfester Vermögenswerte. Gold und Silber kennen keine politischen Grenzen, keine gebrochenen Absprachen und keine Notenbankexperimente. Sie sind seit Jahrtausenden das, was Papierversprechen niemals sein können: greifbare, unabhängige Substanz. Wer sein Vermögen breit aufstellt, sollte physische Edelmetalle als sinnvolle Beimischung eines gesunden Portfolios in Betracht ziehen – gerade dann, wenn die geopolitische Lage jede Prognose Lügen straft.

Ob sich die Lage vor der Eröffnung der New Yorker Terminmärkte am Sonntagabend entspannt, ist mehr als fraglich. Die Signale deuten eher auf eine weitere Eskalation hin. Und während sich die Großmächte gegenseitig wirtschaftlichen und militärischen Schmerz zufügen und darauf warten, dass der andere zuerst blinzelt, bleibt die Frage, wie lange die ohnehin fragile Weltwirtschaft diese Belastung noch tragen kann.


Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigenständige und sorgfältige Recherche. Für die daraus resultierenden Entscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Verluste oder Schäden, die aus der Nutzung dieser Informationen entstehen.

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