Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
02.06.2026
12:04 Uhr

Das teuerste Gas der Welt: Wie Deutschland sich mit dem Kanada-Deal selbst in die Energiefalle manövriert

Es klingt wie ein Treppenwitz der deutschen Energiepolitik: Während Berlin sich pflichtschuldig der Klimaneutralität bis 2045 verschrieben hat, sichert sich der staatliche Gasimporteur Sefe – einst unter dem klangvollen Namen Gazprom Germania bekannt – ausgerechnet das teuerste Flüssigerdgas, das auf dem Weltmarkt zu haben ist. Ab Anfang der 2030er-Jahre soll jährlich eine Million Tonnen LNG aus Kanada über den Atlantik schippern. Ein Vertrag über satte zwanzig Jahre. Und die Quittung zahlt, wie gewohnt, der deutsche Verbraucher.

„Teuerstes LNG für EU-Kunden“ – die unbequeme Wahrheit

Energieanalystin Ana Maria Jaller-Makarewicz vom US-Institut für Energiewirtschaft und Finanzanalyse bringt es auf den Punkt: Kanadisches LNG werde für europäische Abnehmer zum teuersten überhaupt. Zwar seien die reinen Produktionskosten mit jenen der USA vergleichbar, doch die Transportroute von der kanadischen Westküste über den ausgetrockneten Panamakanal nach Deutschland sei – ich zitiere sinngemäß – schlicht länger und teurer.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Bereits amerikanisches LNG kostet laut Auswertungen rund das Doppelte des einstigen russischen Pipeline-Gases. Und nun setzt man noch einen drauf, indem man Fracking-Gas aus den Tiefen Albertas und British Columbias durch einen von Dürren geplagten Kanal an seiner Kapazitätsgrenze quetscht. Klüger hätte man eine energiepolitische Selbstsabotage kaum inszenieren können.

Wenn selbst der Koalitionspartner murrt

Bemerkenswert ist, dass sogar aus den eigenen Reihen der Großen Koalition Widerspruch kommt. Die energiepolitische Sprecherin der SPD, Nina Scheer, erklärte, die Absichtserklärung sei mit den gesetzlichen Klimazielen schlicht nicht vereinbar. Langfristige Abnahmegarantien stellten zudem eine Wettbewerbsverzerrung zulasten der erneuerbaren Energien dar.

Ein Zwanzig-Jahres-Vertrag für fossiles Gas – ausgehandelt von einer Regierung, die sich Klimaneutralität ins Grundgesetz schreiben ließ. Widersprüchlicher geht es kaum.

Das Wirtschaftsministerium wiegelte ab: Sefe sei ein international agierendes Unternehmen, das auch über Europa hinaus liefere – ein Widerspruch zu den Klimazielen bestehe daher nicht. Ministerin Katherina Reiche (CDU) sprach von Diversifizierung der Beschaffungswege und größerer Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Risiken. Schöne Worte. Doch wer zahlt am Ende die Zeche für diese „Widerstandsfähigkeit“?

Die selbstgewählte Abhängigkeit

Die eigentliche Tragik liegt tiefer. Deutschland hat in atemberaubendem Tempo eine Abhängigkeit getauscht: weg vom russischen Pipeline-Gas, hinein in die volatile, weltmarktgetriebene LNG-Falle. Jaller-Makarewicz warnt, dass jede zunehmende LNG-Abhängigkeit – unabhängig von der Herkunft – die Energiesicherheit gefährde. Wie verwundbar dieser Markt ist, zeigt der eskalierende Iran-Konflikt: Rund zwanzig Prozent der globalen Liefermenge fehlen durch die Blockade der Straße von Hormus. Tanker, die eigentlich nach Europa unterwegs waren, drehen kurzerhand ab und steuern Asien an – schlicht, weil dort mehr bezahlt wird.

Das nächste Bürokratiemonster wartet schon

Als wäre die Lage nicht verfahren genug, droht ab 2027 die neue EU-Methanverordnung. Importeure müssen dann strengste Nachweise über Methanemissionen erbringen. Der Umweltökonom Manuel Frondel vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung warnt, dass diese Regeln künftige LNG-Importe massiv erschweren könnten – die USA und Katar hätten Lieferungen bereits infrage gestellt. Brüssel solle die Vorgaben dringend überarbeiten. Doch wann hätte die EU-Bürokratie je auf den gesunden Menschenverstand gehört?

Und gerade der Kanada-Deal könnte besonders hart getroffen werden, da das Fracking-Gas über lange Pipelines und den maroden Panamakanal transportiert wird – jeder zusätzliche Tag auf See erhöht die Emissionsbilanz. Man kauft also das teuerste Gas, das obendrein an der eigenen Klimabürokratie zu scheitern droht. Ein Meisterstück.

Während die Welt rechnet, glänzt das beständige Edelmetall

Diese Geschichte ist symptomatisch für eine Politik, die ideologische Wunschvorstellungen über wirtschaftliche Vernunft stellt. Steigende Energiekosten treiben die Inflation, entwerten Ersparnisse und belasten Bürger wie Industrie gleichermaßen. In einer Welt, in der Lieferketten von geopolitischen Krisen zerrissen werden und Papierversprechen wenig zählen, gewinnt physisches Edelmetall als krisenfester Sachwert an Bedeutung. Gold und Silber kennen keine Methanverordnung, keinen verstopften Panamakanal und keine politischen Kehrtwenden – sie bewahren über Generationen hinweg ihren Wert und gehören als stabilisierendes Element in jedes breit gestreute Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Im Zweifel sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen