Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
14.04.2026
11:41 Uhr

Chinas Exportmotor stottert – doch Deutschland kauft fleißig weiter beim Rivalen ein

Während der Irankrieg die globalen Handelsströme durcheinanderwirbelt und die Energiepreise in die Höhe treibt, offenbaren die jüngsten Zahlen der chinesischen Zollbehörde ein bemerkenswertes Bild: Pekings Exportwachstum ist im März auf magere 2,5 Prozent im Jahresvergleich zusammengeschrumpft. Analysten hatten deutlich mehr erwartet. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatte die chinesische Exportmaschine noch wesentlich kräftiger gebrummt. Doch die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten fordern nun ihren Tribut.

Importboom: China kauft die Welt leer

Was auf der Exportseite an Dynamik verloren ging, wurde auf der Importseite mehr als kompensiert – zumindest aus chinesischer Perspektive. Die Einfuhren der Volksrepublik schossen im März um nahezu 28 Prozent in die Höhe. Ein Wert, der selbst erfahrene Marktbeobachter überraschte. Der chinesische Handelsüberschuss schrumpfte dadurch auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr. Man könnte fast meinen, Peking nehme seine eigenen Versprechen ernst, den Handel „ausgewogener" gestalten zu wollen. Fast.

Denn ein genauerer Blick auf die bilateralen Handelsströme erzählt eine ganz andere Geschichte – insbesondere für Deutschland.

Deutschland: Immer tiefer in die China-Abhängigkeit

Die Zahlen sind ernüchternd. Chinas Exporte nach Deutschland stiegen im März um satte 11,8 Prozent. Deutsche Verbraucher und Unternehmen kauften also fast zwölf Prozent mehr chinesische Waren als im Vorjahresmonat. In die umgekehrte Richtung? Gerade einmal 4,6 Prozent Wachstum bei den chinesischen Importen aus Deutschland. Das Handelsdefizit vergrößert sich weiter – zulasten der deutschen Wirtschaft.

Oliver Oehms, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Nordchina, brachte es auf den Punkt: Chinas Bemühungen um einen ausgewogeneren Handel kämen bei deutschen Unternehmen bislang kaum an. Schöne Worte aus Peking, magere Ergebnisse in der Realität. Für die ohnehin angeschlagene deutsche Industrie ist das ein Alarmsignal, das in Berlin offenbar niemand hören will.

USA ziehen sich zurück – Europa springt ein

Besonders aufschlussreich ist der Vergleich mit den Vereinigten Staaten. Dorthin brachen Chinas Exporte um 26,5 Prozent ein – eine direkte Folge der aggressiven Zollpolitik unter Präsident Trump, der Peking mittlerweile mit 50-Prozent-Strafzöllen wegen mutmaßlicher Iran-Unterstützung droht. Washington handelt. Und Europa? Die EU nahm brav 8,6 Prozent mehr chinesische Waren ab und exportierte selbst nur in ähnlicher Größenordnung zurück.

Man muss kein Handelsexperte sein, um das Muster zu erkennen: Was die Amerikaner nicht mehr kaufen, landet zunehmend auf europäischen – und vor allem deutschen – Märkten. Während Trump seine Wirtschaft mit harten Bandagen schützt, bleibt die EU ein offenes Scheunentor für chinesische Billigimporte. Die jüngst beschlossenen 50-prozentigen Zölle auf Stahlimporte sind bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein.

Geopolitische Risiken als Dauerbrenner

Der Irankrieg hat die ohnehin fragile Welthandelsordnung weiter destabilisiert. Steigende Energiepreise verteuern Transport und Produktion. Lieferketten, die sich nach der Corona-Pandemie mühsam erholt hatten, stehen erneut unter Druck. Für exportorientierte chinesische Unternehmen bedeutet das höhere Kosten – für europäische Verbraucher letztlich auch.

Marktbeobachter sehen allerdings auch Chancen für Peking. Gerade bei grünen Energietechnologien und Elektrofahrzeugen sei China hervorragend positioniert. Die Angst vor dauerhaft hohen Ölpreisen könnte die weltweite Nachfrage nach solchen Produkten weiter befeuern. Ein Szenario, das für die deutsche Automobilindustrie – einst Kronjuwel der Exportnation – nichts Gutes verheißt.

Was bedeutet das für den deutschen Anleger?

Die zunehmende Abhängigkeit Deutschlands von chinesischen Importen, die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten und die wachsende Unsicherheit an den globalen Märkten sollten jeden Anleger nachdenklich stimmen. In Zeiten, in denen Handelsströme über Nacht umgelenkt werden können und Währungen unter Druck geraten, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker im Portfolio. Gold und Silber kennen keine Zölle, keine Sanktionen und keine geopolitischen Launen – sie sind seit Jahrtausenden der ultimative Wertspeicher in unsicheren Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen