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Kettner Edelmetalle
31.07.2026
05:51 Uhr

Ceuta wird überrannt – und Meloni droht Madrid mit dem Ende von Schengen

Ceuta wird überrannt – und Meloni droht Madrid mit dem Ende von Schengen

Zwischen 30.000 und 40.000 Menschen an einem einzigen Tag. Nicht in einem Jahr, nicht in einem Monat – an einem Tag. So beschreibt die spanische Opposition, was sich in der Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste abspielt. Junge Männer, überwiegend aus Marokko, stürmen Grenzzäune, schwimmen um Wellenbrecher, drängen sich an Übergängen. Mindestens neun Menschen haben den Versuch, europäischen Boden zu erreichen, nicht überlebt. Und während Madrid beschwichtigt, zieht Rom die Reißleine – oder droht wenigstens damit.

Meloni kündigt „außergewöhnliche Maßnahmen“ an

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat am Donnerstag erklärt, ihre Regierung werde notfalls zu außergewöhnlichen Mitteln greifen, um die europäischen Außengrenzen und die Sicherheit der eigenen Bürger zu schützen. Und sie nannte das Instrument, vor dem in Brüssel eigentlich niemand laut sprechen möchte, ganz offen: die Aussetzung des Schengen-Raums gegenüber Spanien.

Die Bilder aus Ceuta seien schockierend, ließ Meloni wissen. Sie belegten erneut, dass unkontrollierte illegale Einwanderung eine konkrete Bedrohung für die Sicherheit der europäischen Grenzen darstelle. Italien werde nicht tatenlos zusehen. Nach einem Gespräch mit Innenminister Matteo Piantedosi hieß es aus Rom, man sei handlungsbereit, sobald die zuständigen Stellen ihre Beratungen abgeschlossen hätten.

Die Verteidigung der Grenzen, das Stoppen der Menschenhändler und die Sicherstellung effektiver Abschiebungen bleiben nach Melonis Worten die Linie ihrer Regierung – man werde keinen Millimeter zurückweichen.

Außenminister Antonio Tajani legte nach. Er plädierte dafür, den Schengen-Raum für Spanien zu schließen, weil irreguläre und unkontrollierte Einwanderung die nationale Sicherheit gefährde. Besonders scharf kritisierte er die Entscheidung der spanischen Regierung, mehr als eine halbe Million irregulär Eingewanderten die spanische – und damit die europäische – Staatsbürgerschaft zu verleihen. Wer so handle, so Tajani, befeuere das Geschäftsmodell der Schlepper.

Madrids Antwort: das übliche Reflexvokabular

Und wie reagiert die sozialistische Regierung in Madrid? Mit dem eingeübten Textbaustein. Außenminister José Luis Albares warf seinem italienischen Amtskollegen vor, Migration für politische Zwecke zu instrumentalisieren, das sei einem befreundeten Partnerland unangemessen. Man erwarte europäische Solidarität, keine parteipolitische Demagogie.

Man muss sich diese Argumentationslinie einmal vor Augen halten: Wer die Kontrolle über eine Außengrenze verliert, verlangt anschließend von den Nachbarn Solidarität – nämlich die Solidarität, die Folgen mitzutragen und bitte zu schweigen. Wer stattdessen fragt, wie 30.000 bis 40.000 Menschen binnen 24 Stunden auf europäisches Territorium gelangen konnten, gilt als Störer der guten Stimmung. Substanz? Keine. Beleidigtsein? Reichlich.

Was Schengen eigentlich versprach – und was daraus wurde

Der Schengen-Raum umfasst heute 29 Staaten und wurde einst als das große Freiheitsversprechen verkauft: Reisen ohne Kontrollen an den Binnengrenzen. Der Deal war jedoch immer ein doppelter. Offene Innengrenzen sollte es nur geben, weil die Außengrenze dicht ist. Genau diese zweite Hälfte des Versprechens wurde über Jahre hinweg gebrochen – von Regierungen, die lieber moralische Sonntagsreden hielten, als Zäune, Küstenwachen und Rückführungen zu organisieren. Dass die Regeln selbst vorübergehende Binnengrenzkontrollen bei außergewöhnlichen Umständen erlauben, ist übrigens keine Erfindung Roms, sondern geschriebenes Recht. Nur wagte es lange kaum jemand auszusprechen.

Und Deutschland? Während Meloni handelt, feiert man in Berlin die eigene „Migrationswende“ – am liebsten in Gesellschaft jener, die diese Krise erst mitverursacht haben. Die Bundesregierung aus Union und SPD hat viel angekündigt und wenig geliefert. Man wird sich daran erinnern, dass die Ströme, die in Ceuta beginnen, in der Regel nicht in Andalusien enden. Ihr Ziel heißt seit einem Jahrzehnt: Deutschland. Ein Land mit dem großzügigsten Sozialsystem des Kontinents, einer überforderten Verwaltung und einer politischen Klasse, die Abschiebungen für ein Kommunikationsproblem hält. Die innere Sicherheit zahlt die Rechnung – in Statistiken über Messerangriffe, die inzwischen Rekordniveau erreicht haben, und in einem Vertrauensverlust, der weit über die eigene Redaktionsmeinung hinausreicht: Ein Großteil der Bürger dieses Landes hat genug von Politik, die gegen das eigene Volk verwaltet statt für es regiert.

Was das für Vermögen und Vorsorge bedeutet

Politische Erschütterungen dieser Größenordnung bleiben nie ohne wirtschaftliche Folgen. Wenn Binnengrenzen wieder kontrolliert werden, leiden Lieferketten und Logistik. Wenn Sozialsysteme überlastet werden, steigen Abgaben, Schulden und am Ende die Inflation – zumal Berlin ohnehin 500 Milliarden Euro an neuen Schulden auf kommende Generationen abwälzt. In solchen Zeiten haben sich physische Edelmetalle historisch als das erwiesen, was Papierversprechen nie waren: ein Wertspeicher, den keine Regierung durch Beschluss vermehren kann. Gold und Silber in eigener Verwahrung sind kein Wundermittel, aber eine vernünftige Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Für Anlage-, Steuer- oder Rechtsfragen sollten qualifizierte Fachleute konsultiert werden. Eine Haftung für Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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