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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
16:36 Uhr

BRICS-Staaten schmieden Finanzwaffe gegen den Dollar – und Gold könnte die Schlüsselrolle spielen

BRICS-Staaten schmieden Finanzwaffe gegen den Dollar – und Gold könnte die Schlüsselrolle spielen

Was sich seit Jahren als leises Grollen am geopolitischen Horizont abzeichnete, nimmt nun immer konkretere Formen an: Die BRICS-Staaten arbeiten mit Hochdruck an einem eigenen Zahlungssystem, das die Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel brechen soll. Was klingt wie ein kühner Traum aufstrebender Schwellenländer, könnte die globale Finanzarchitektur in ihren Grundfesten erschüttern – mit weitreichenden Konsequenzen für jeden Anleger, der sein Vermögen bislang ausschließlich in Dollar-denominierten Assets geparkt hat.

Ein Mammutprojekt zwischen Ambition und Realität

Die Herausforderung ist gewaltig. Die BRICS-Mitgliedstaaten erstrecken sich über mehrere Kontinente, ihre Volkswirtschaften könnten unterschiedlicher kaum sein. Inflationsraten, Lebensstandards, regulatorische Rahmenbedingungen – all das müsste zumindest teilweise harmonisiert werden, bevor eine gemeinsame Verrechnungseinheit oder gar eine supranationale Währung Realität werden könnte. Selbst Russlands Präsident Wladimir Putin mahnte im Dezember 2025 zur Vorsicht und warnte davor, in solchen Dingen überstürzt zu handeln, um „keine groben Fehler zu machen".

Doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Zwischen Russland und China würden bereits über 80 Prozent der bilateralen Handelsgeschäfte in nationalen Währungen abgewickelt. Das gesamte Handelsvolumen zwischen den BRICS-Staaten habe inzwischen die Marke von einer Billion US-Dollar überschritten. Hinzu komme die geplante Einführung einer BRICS-Getreidebörse, die nach Prognosen 30 bis 40 Prozent des globalen Angebots zentraler Getreidesorten bündeln könnte – mit der Perspektive, zu einer umfassenden Rohstoffbörse ausgebaut zu werden.

Die Dollar-Hegemonie wankt

Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, was hier auf dem Spiel steht. Die Vereinigten Staaten haben den Dollar jahrzehntelang als mächtigstes Instrument ihrer Außenpolitik eingesetzt. Sanktionen, Kontosperrungen, der Ausschluss vom SWIFT-System – all diese Druckmittel funktionieren nur so lange, wie die Welt am Dollar-Tropf hängt. Ein funktionierendes BRICS-Zahlungssystem würde diese Sanktionsmacht erheblich untergraben.

Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow unterstrich bei der ersten Sherpa-Konferenz unter indischer Präsidentschaft in Neu-Delhi die dringende Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Zahlungs-, Abwicklungs- und Versicherungsinfrastruktur innerhalb der BRICS. Experten hielten es für möglich, dass bereits 2026 ein Zahlungssystem oder ein digitaler Clearing-Mechanismus auf Basis nationaler Währungen eingeführt werde – allerdings noch keine vollwertige gemeinsame Währung, wie der russische Geopolitik-Analyst Anatoli Otyrba klarstellte.

Brasiliens Kehrtwende: Vom Visionär zum Pragmatiker

Interessant ist auch die Entwicklung der brasilianischen Position. Präsident Lula da Silva hatte 2023 noch lautstark für eine Alternative zum US-Dollar im internationalen Handel plädiert. Ein Jahr später ruderte er zurück und sprach sich dafür aus, zunächst eine gemeinsame Finanzarchitektur zu entwickeln, ohne die nationalen Währungen direkt zu ersetzen. Ein kluger Schachzug? Oder ein Zeichen dafür, dass die politischen Realitäten den großen Visionen Grenzen setzen? Vermutlich beides.

Gold als Anker einer neuen Finanzordnung

Besonders aufhorchen lässt die Diskussion um die Wechselkursfestlegung einer möglichen neuen Verrechnungseinheit. Während einige Experten einen Währungskorb favorisieren, der nach Wirtschaftsleistung und Handelsvolumen gewichtet wäre, bringen andere einen Vorschlag ins Spiel, der Edelmetall-Investoren elektrisieren dürfte: eine Goldbindung. Der BRICS-Wirtschaftsexperte Michail Chatschaturjan schlage einen Korb stabiler BRICS-Währungen oder alternativ eben jene Goldanbindung vor. Viele Fachleute hielten eine solche Goldanbindung zumindest in der Anfangsphase für sinnvoll.

Das ist kein Zufall. Die BRICS-Zentralbanken gehören seit Jahren zu den aggressivsten Goldkäufern weltweit. China und Russland haben ihre Goldreserven massiv aufgestockt – ein Schritt, der im Lichte dieser Entwicklungen plötzlich eine ganz neue strategische Dimension erhält. Wer eine goldgedeckte Verrechnungseinheit schaffen will, braucht Gold. Viel Gold. Und genau das haben sich die BRICS-Staaten in den vergangenen Jahren systematisch gesichert.

Dezentrale Visionen und historische Vorbilder

Besonders bemerkenswert ist der Vorschlag des Analysten Otyrba, der eine supranationale universelle Geldeinheit skizziert, die von einem Netzwerk wirtschaftlicher Akteure aus verschiedenen Ländern dezentral emittiert würde. Diese Akteure würden die Währung proportional zu hinterlegten Vermögenswerten ausgeben. Ein Konzept, das an die Grundidee von Kryptowährungen erinnert, aber durch reale Vermögenswerte gedeckt wäre – ein fundamentaler Unterschied zum spekulativen Charakter von Bitcoin und Co.

Als institutioneller Rahmen wird die Neue Entwicklungsbank (NDB) gehandelt, die bereits Kredite in Höhe von mehr als 42,9 Milliarden US-Dollar genehmigt habe und den Anteil von Transaktionen in nationalen Währungen kontinuierlich ausbaue. Der brasilianische Finanzexperte Evandro Cassiano hatte bereits 2023 vorgeschlagen, dass die NDB als Emittent einer digitalen BRICS-Währung fungieren könnte. Der vollständige Aufbau könnte fünf bis zehn Jahre dauern.

Zeithorizont: Bis 2030 könnte es ernst werden

Trotz aller Unwägbarkeiten zeigen sich die Experten beim Zeitplan erstaunlich einig. Die Harmonisierung der regulatorischen Rahmenbedingungen könnte bis zu drei Jahre dauern, was eine funktionsfähige Plattform bis 2029 oder 2030 realistisch erscheinen lasse. Ein gemeinsames Zahlungssystem könnte das Wirtschaftswachstum der BRICS-Länder um zwei bis drei Prozent jährlich erhöhen und die Position des Bündnisses als eigenständiges wirtschaftliches Machtzentrum weltweit untermauern.

Für Deutschland und Europa sind diese Entwicklungen von enormer Tragweite. Während sich die Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen verschuldet und die Inflation weiter anheizt, formiert sich am anderen Ende der Welt eine Allianz, die das westliche Finanzsystem fundamental in Frage stellt. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann und wie schnell sich die globale Finanzordnung verschiebt.

Was bedeutet das für den deutschen Sparer?

Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer sein Vermögen ausschließlich in Euro oder Dollar hält, setzt auf ein System, dessen Fundamente zunehmend erodieren. Die massive Goldakkumulation der BRICS-Zentralbanken ist kein Zufall, sondern strategisches Kalkül. Physische Edelmetalle – allen voran Gold und Silber – erweisen sich einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: der ultimative Wertspeicher in Zeiten tektonischer Verschiebungen der Weltordnung. Wer sein Portfolio nicht um physische Edelmetalle ergänzt, könnte in den kommenden Jahren ein böses Erwachen erleben.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Handlungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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