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08.03.2026
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Baden-Württemberg wählt grün: Das einstige Stammland der CDU versinkt im öko-sozialistischen Sumpf

Baden-Württemberg wählt grün: Das einstige Stammland der CDU versinkt im öko-sozialistischen Sumpf

Was für ein Wahlabend. Was für ein Desaster. Baden-Württemberg, einst stolzes Kernland konservativer Politik, einst Herzkammer der deutschen Automobilindustrie und des Mittelstands, hat am 8. März 2026 erneut den Grünen die Schlüssel zur Staatskanzlei überreicht. Mit 31,7 Prozent laut erster Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen landet die Öko-Partei auf dem ersten Platz – und schickt sich an, das Erbe Winfried Kretschmanns nahtlos fortzuführen. Diesmal unter der Führung von Cem Özdemir.

Die CDU: Ewiger Zweiter im eigenen Wohnzimmer

Für die CDU unter Spitzenkandidat Manuel Hagel ist das Ergebnis von 30,3 Prozent nichts weniger als eine Demütigung. Zum wiederholten Male scheitert die Union daran, in ihrem historischen Stammland den ersten Platz zurückzuerobern. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Partei, die Baden-Württemberg über Jahrzehnte geprägt hat, die Partei von Lothar Späth und Erwin Teufel, kriecht erneut als Juniorpartner in eine grün-schwarze Koalition. Denn genau darauf läuft es hinaus – rechnerisch bleibt kaum eine andere Option. Grün-Rot-Rot ist nicht möglich, und eine Zusammenarbeit mit der AfD verweigert die CDU bekanntlich kategorisch.

Diese sogenannte „Brandmauer" erweist sich einmal mehr als das eigentliche Gefängnis der Union. Statt dem Wähler eine echte Alternative zu bieten, kettet sich die CDU freiwillig an jene Partei, die den wirtschaftlichen Niedergang des Landes maßgeblich vorantreibt. Man fragt sich unwillkürlich: Wann begreift die Parteiführung, dass sie mit dieser Strategie nicht nur Wahlen verliert, sondern das Vertrauen einer ganzen Generation konservativer Wähler verspielt?

AfD legt deutlich zu – und wird dennoch ignoriert

Der eigentliche Gewinner des Abends ist die AfD. Mit 17,9 Prozent erzielt sie eines ihrer besten Ergebnisse bei einer westdeutschen Landtagswahl überhaupt. Gegenüber 2021 konnte die Partei deutlich zulegen. Mit Markus Frohnmaier hatte sie erstmals einen eigenen Ministerpräsidentenkandidaten ins Rennen geschickt – ein Zeichen wachsenden Selbstbewusstseins. Doch was nützt der Zugewinn, wenn sämtliche anderen Parteien eine Zusammenarbeit kategorisch ausschließen? Fast 18 Prozent der Wähler werden so faktisch von der Regierungsbildung ausgeschlossen. Demokratie im besten Deutschland aller Zeiten.

Zusammengenommen hätten CDU und AfD eine komfortable Mehrheit im Landtag. Schwarz-Blau wäre rechnerisch möglich – politisch aber offenbar undenkbar. Lieber regiert man mit den Grünen, die der Automobilindustrie den Garaus machen wollen, als auch nur einen Gedanken an eine bürgerlich-konservative Koalition zu verschwenden.

SPD am Abgrund – FDP und Linke zittern

Geradezu vernichtend fällt das Urteil der Wähler über die SPD aus. Mit kläglichen 5,4 Prozent steht die einstige Volkspartei am Rande der parlamentarischen Bedeutungslosigkeit. Man könnte meinen, die Sozialdemokraten hätten aus dem Bundestagswahlkampf und dem Debakel der Ampel-Koalition gelernt. Weit gefehlt. Stattdessen setzt die Parteiführung offenbar weiterhin auf jene Rezepte, die sie in die Irrelevanz geführt haben: mehr Staat, mehr Umverteilung, mehr ideologische Verblendung.

Noch dramatischer gestaltet sich die Lage für FDP und Linkspartei. Beide Parteien stehen bei jeweils 4,5 Prozent und müssen um den Einzug in den Landtag bangen. Für die FDP bedeutet dies einen massiven Verlust gegenüber der letzten Wahl – die Partei, die einst als Stimme der wirtschaftlichen Vernunft galt, ist im Südwesten zur Splittergruppe verkommen. Die Linkspartei konnte zwar zulegen, kratzt aber ebenfalls nur an der Fünf-Prozent-Hürde.

Ein Autoland wählt seine eigenen Totengräber

Was dieses Wahlergebnis so erschütternd macht, ist nicht allein die Tatsache, dass die Grünen gewonnen haben. Es ist der Kontext, in dem dieser Sieg stattfindet. Baden-Württemberg ist das Land von Mercedes-Benz, Porsche, Bosch und einer unvergleichlichen mittelständischen Industrielandschaft. Doch genau diese Industrie steht unter massivem Druck – durch explodierende Energiekosten, durch eine ideologiegetriebene Klimapolitik, durch Bürokratie und Regulierungswahn.

Daimler baut Stellen ab. Zulieferer wie Mahle verlagern Produktion ins Ausland. Der Maschinenbau ächzt unter den Folgen einer Energiepolitik, die Versorgungssicherheit dem grünen Gewissen opfert. Und was tun die Wähler? Sie bestätigen exakt jene politischen Kräfte, die für diese Misere verantwortlich sind. Es ist, als würde ein Patient seinen Arzt ohrfeigen und dann den Quacksalber um eine zweite Dosis bitten.

Die Koalitionsfrage: Grün-Schwarz als alternativlose Sackgasse

Alles deutet auf eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition hin – nur diesmal mit vertauschten Gewichten. Cem Özdemir dürfte als Ministerpräsident Kretschmanns Nachfolge antreten, während die CDU sich erneut in die Rolle des Steigbügelhalters fügt. Ob Özdemir, der als Bundeslandwirtschaftsminister bereits hinreichend Erfahrung im Verwalten des Niedergangs sammeln konnte, dem Land neue Impulse geben wird, darf bezweifelt werden.

Für die rund 62 Prozent der Wähler, die sich für Grüne oder CDU entschieden haben, mag dieses Ergebnis beruhigend wirken. Für die Zukunft Baden-Württembergs als Wirtschaftsstandort ist es ein Alarmsignal. Denn eines steht fest: Die Probleme, die das Land plagen – von der Deindustrialisierung über die marode Infrastruktur bis hin zur wachsenden Unsicherheit in den Städten –, werden sich unter einer grün-schwarzen Regierung nicht lösen, sondern verschärfen.

Ein Blick auf das große Ganze

Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg fügt sich nahtlos in ein beunruhigendes Muster ein. Während in weiten Teilen Europas konservative und rechte Kräfte an Boden gewinnen – über 25 Prozent der Sitze im EU-Parlament werden mittlerweile von rechtskonservativen Parteien besetzt –, scheint Deutschland einen Sonderweg zu beschreiten. Die politische Mitte verschiebt sich nach links, die sogenannte „Brandmauer" zementiert eine Koalitionsarithmetik, die echten politischen Wettbewerb verhindert, und die Wähler belohnen jene Parteien, die den Wohlstand des Landes systematisch untergraben.

In Zeiten, in denen die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auflegt und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, in Zeiten, in denen Trumps Zollpolitik die exportorientierte deutsche Wirtschaft zusätzlich unter Druck setzt, wäre ein starkes Signal aus dem Südwesten bitter nötig gewesen. Stattdessen hat Baden-Württemberg gewählt – und sich für den bequemen Weg in den Niedergang entschieden.

„Deutschsein heißt, jede Sackgasse bis zum Ende abzuschreiten."

Dieses Zitat, das am Wahlabend in den sozialen Medien die Runde machte, trifft den Nagel auf den Kopf. Baden-Württemberg hat seine Sackgasse gewählt. Bleibt nur zu hoffen, dass das Ende dieser Sackgasse nicht so schmerzhaft wird, wie es sich derzeit abzeichnet. Für all jene, die auf eine politische Wende gehofft hatten, bleibt die bittere Erkenntnis: Der Wandel braucht noch Zeit. Aber er wird kommen – denn die wirtschaftliche Realität lässt sich auf Dauer nicht wegwählen.

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