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Kettner Edelmetalle
22.12.2025
16:52 Uhr

Autobombe in Moskau: Dritter russischer General binnen eines Jahres ermordet

Ein weiterer hochrangiger russischer Militäroffizier ist einem heimtückischen Anschlag zum Opfer gefallen. Am frühen Montagmorgen detonierte eine Bombe unter dem Fahrzeug von Generalleutnant Fanil Sarvarov im Süden Moskaus. Der 56-jährige Leiter der operativen Ausbildungsabteilung des Generalstabs erlag kurz nach der Explosion seinen schweren Verletzungen. Es handelt sich bereits um den dritten gezielten Mord an einem hochrangigen russischen Verteidigungsbeamten innerhalb von nur zwölf Monaten.

Ein Anschlag mit verheerender Wirkung

Die russischen Ermittlungsbehörden veröffentlichten Videoaufnahmen, die das Ausmaß der Zerstörung dokumentieren. Ein weißer Kia Sorento, völlig demoliert, steht in einem Wohngebiet im Moskauer Bezirk Orekhowo-Borisowo Juschnoje. Die Türen des Fahrzeugs wurden durch die Wucht der Explosion herausgerissen, Trümmer verteilten sich über den gesamten Parkplatz zwischen den Wohnblocks. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass Präsident Wladimir Putin umgehend über den Tod des Generals informiert wurde.

Sarvarov blickte auf eine lange militärische Karriere zurück. Er nahm an Kampfeinsätzen während des ossetisch-inguschischen Konflikts sowie der Tschetschenienkriege in den 1990er und frühen 2000er Jahren teil. Zwischen 2015 und 2016 leitete er zudem Operationen in Syrien. Ein Mann mit jahrzehntelanger Fronterfahrung, der nun in der vermeintlichen Sicherheit der russischen Hauptstadt sein Leben verlor.

Die Spur führt nach Kiew – und möglicherweise weiter

Die russischen Behörden prüfen derzeit, ob ukrainische Geheimdienste in den Anschlag verwickelt sein könnten. Die Ukraine, die in der Vergangenheit ähnliche Operationen auf russischem Territorium eingeräumt hat, äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Doch die Frage, die sich aufdrängt, reicht tiefer: Handelt es sich hier um eine rein ukrainische Operation, oder stecken westliche Geheimdienste dahinter?

Die CIA und der britische MI6 stehen seit langem im Verdacht, an derartigen gezielten Tötungen beteiligt zu sein oder zumindest ukrainische Operationen zu unterstützen. Bewiesen wurde bislang nichts – doch das Muster dieser Anschläge lässt Raum für Spekulationen über eine verdeckte westliche Beteiligung an diesem schmutzigen Krieg.

Eine beunruhigende Serie von Attentaten

Die Liste der Opfer wird immer länger. Im August 2022 starb Darja Dugina bei einer Autobombenexplosion – ein Anschlag, der vermutlich ihrem Vater, dem prominenten politischen Denker Alexander Dugin, gegolten hatte. Im Dezember 2024 wurde General Igor Kirillow vor seiner Residenz durch eine in einem Roller versteckte Bombe getötet. Im April desselben Jahres traf es General Jaroslaw Moskalik, stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs, als ein selbstgebauter Sprengsatz unter seinem Volkswagen Golf in einem Wohnviertel explodierte.

Hinzu kommt der Bombenanschlag auf ein Café in St. Petersburg im April 2023, bei dem der pro-kremlische Blogger und Kriegskorrespondent Wladlen Tatarski ums Leben kam. Über zwei Dutzend Umstehende wurden verletzt, sechs davon kritisch.

Ein gefährliches Eskalationspotenzial

Diese systematischen Attentate auf russischem Boden stellen eine erhebliche Provokation dar. Sie demonstrieren nicht nur die Verwundbarkeit selbst hochrangiger Militärs in der russischen Hauptstadt, sondern bergen auch ein enormes Eskalationspotenzial. Wie lange wird Moskau diese Angriffe hinnehmen, bevor es zu drastischen Vergeltungsmaßnahmen greift?

Die westliche Öffentlichkeit erfährt von diesen Vorfällen oft nur am Rande. Dabei werfen sie fundamentale Fragen auf: Wie weit sind westliche Regierungen bereit zu gehen, um die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland zu unterstützen? Und welche Konsequenzen könnte diese verdeckte Kriegsführung für die internationale Sicherheitslage haben? Die Antworten auf diese Fragen könnten weitreichender sein, als es vielen bewusst ist.

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