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Kettner Edelmetalle
13.04.2026
06:21 Uhr

Zuckerrausch vorbei: Süßigkeitenkette „House of Sweets" kollabiert – ein Symptom unserer Zeit

Zuckerrausch vorbei: Süßigkeitenkette „House of Sweets" kollabiert – ein Symptom unserer Zeit

Was mit bunten Instagram-Posts und Influencer-Kooperationen begann, endet nun vor dem Amtsgericht Hannover. Die Süßigkeitenkette House of Sweets ist insolvent. Mehrere Filialen stehen bereits leer, die Regale sind geräumt, die Lichter aus. Ein weiteres Kapitel im traurigen Niedergang des deutschen Einzelhandels – und ein Lehrstück darüber, wie fragil Geschäftsmodelle sind, die auf dem flüchtigen Ruhm sozialer Medien gebaut werden.

Vom Social-Media-Hype in die Pleite

Anfang April eröffnete das Amtsgericht Hannover das Insolvenzverfahren über die House of Sweets Hannover GmbH. Zum Insolvenzverwalter wurde der Wirtschaftsjurist Lars Rühmland bestellt. Die Kette, die 2018 in Braunschweig gegründet wurde, hatte ihren vermeintlichen Durchbruch ausgerechnet während der Corona-Pandemie 2020 erlebt – unter anderem durch Kooperationen mit dem Rapper Sido und der Sängerin Senna Gammour. Man setzte auf bunte Verpackungen, schrille Werbung und die Reichweite der sozialen Netzwerke. Ein Geschäftsmodell, das offenkundig auf Sand gebaut war.

Besonders symbolträchtig wirkt die Schließung der Hannoveraner Filiale nahe des Hauptbahnhofs. Mit rund 350 Quadratmetern war sie die größte Niederlassung der Kette in ganz Deutschland – erst im August 2024 feierlich eröffnet, steht sie heute als Mahnmal unternehmerischer Fehlkalkulation da. Keine zwei Jahre hat der Traum gehalten.

Dominoeffekt: Standort um Standort fällt

Neben Hannover traf es auch den Gründungsstandort in Braunschweig sowie die Filialen in Dortmund und Kassel. Sämtliche betroffenen Standorte werden im Internet mittlerweile als „dauerhaft geschlossen" geführt. Einzelne Filialen, darunter in Berlin und Leipzig, sollen nach aktuellem Stand noch geöffnet sein – wie lange, steht freilich in den Sternen.

Der Online-Shop des Unternehmens ist zwar noch erreichbar, Bestellungen können jedoch nicht mehr aufgegeben werden. Als Begründung wird auf der Webseite ein angeblicher Lagerhallen-Umzug angeführt. Man darf sich fragen, ob hier nicht eher die Insolvenz umzieht – nämlich in die nächste Phase der Abwicklung.

Schweigen der Geschäftsführung spricht Bände

Bemerkenswert ist das eiserne Schweigen der Geschäftsführung. Bislang habe sich niemand öffentlich zur Insolvenz geäußert. Konkrete Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien nicht bekannt. Doch braucht man wirklich eine offizielle Erklärung? Die Zeichen waren längst an der Wand geschrieben.

Deutschland erlebt seit Jahren eine schleichende Erosion seiner Einzelhandelslandschaft. Explodierende Energiekosten, steigende Mieten in Innenstadtlagen, eine galoppierende Inflation und eine Konsumzurückhaltung der Bürger, die angesichts der wirtschaftspolitischen Irrfahrten der vergangenen Jahre kaum verwundern dürfte – all das bildet den toxischen Nährboden, auf dem Insolvenzen wie diese gedeihen. Während die Politik sich mit ideologischen Prestigeprojekten beschäftigt und ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringt, das kommende Generationen mit Schulden belastet, kämpfen kleine und mittelständische Unternehmen ums nackte Überleben.

Ein Muster, das sich wiederholt

House of Sweets reiht sich ein in eine beunruhigend lange Liste von Unternehmen, die in jüngster Zeit Insolvenz anmelden mussten. Ob Kaffeemaschinenhersteller, Spielzeugproduzenten oder nun eben Süßwarenketten – der deutsche Mittelstand blutet aus. Und die Politik? Sie schaut zu, debattiert über Gendern und Klimaneutralität bis 2045, während die wirtschaftliche Substanz dieses Landes Stück für Stück zerbröselt wie ein schlecht gebackener Keks.

Die Geschichte von House of Sweets ist letztlich auch eine Warnung: Wer sein Geschäftsmodell ausschließlich auf den flüchtigen Glamour von Social-Media-Hypes und Promi-Kooperationen stützt, ohne ein solides wirtschaftliches Fundament zu legen, der baut auf Zuckerwatte. Und Zuckerwatte, das weiß jedes Kind, löst sich bei der ersten Berührung mit der Realität in Nichts auf.

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