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Kettner Edelmetalle
14.08.2026
06:05 Uhr
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Zoll-Hammer auf Drohnen: Trump nimmt Chinas Luft-Monopol ins Visier

Zoll-Hammer auf Drohnen: Trump nimmt Chinas Luft-Monopol ins Visier
Symbolbild: KI-generiert

Washington zieht im Technologiekrieg mit Peking die nächste Karte: US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eine Proklamation unterzeichnet, die Einfuhrzölle von bis zu 100 Prozent auf Drohnen und deren Bauteile vorsieht. Betroffen ist vor allem Chinas Vorzeigekonzern DJI, der den amerikanischen Markt seit Jahren beherrscht. Der Großteil der Abgaben greift bereits am 3. September.

Wer wie hart getroffen wird

Die Struktur der Zölle ist gestaffelt. Der volle Satz von 100 Prozent des Warenwerts gilt laut Mitteilung des Weißen Hauses für unbemannte Fluggeräte mit einem maximalen Startgewicht über 25 Kilogramm sowie für Modelle mit sicherheitsrelevanten Fähigkeiten – etwa Wärmebildkameras. Auch Dockingstationen und kritische Komponenten fallen darunter.

Kleinere Drohnen bis 25 Kilogramm werden mit 25 Prozent belegt. Für Verbündete gibt es Rabatte: Medienberichten zufolge sind Einfuhren aus der EU, Japan, Südkorea, der Schweiz, Liechtenstein und Taiwan bei 15 Prozent gedeckelt, Großbritannien kommt mit 10 Prozent davon. Für bestimmte Bauteile soll eine Übergangsfrist bis Februar 2027 gelten.

Nationale Sicherheit als juristischer Hebel

Rechtliche Grundlage ist Sektion 232 des Trade Expansion Act von 1962 – jene Klausel, mit der Trump schon in seiner ersten Amtszeit Stahl und Aluminium mit Zöllen belegte. Das Handelsministerium kam nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass Drohnen und ihre Komponenten für die nationale und wirtschaftliche Sicherheit der USA unverzichtbar seien.

Die Abhängigkeit ist tatsächlich erdrückend. Schätzungen zufolge hält DJI in den Vereinigten Staaten einen Marktanteil von rund 77 bis 85 Prozent – vom Hobbyflieger bis zur Feuerwehr fliegt fast alles chinesisch. Bereits seit Ende 2025 erhalten ausländische Hersteller grundsätzlich keine Neuzulassungen mehr; bereits zugelassene Modelle dürfen weiter verkauft werden.

Zündstoff vor dem Gipfel mit Xi

Das Timing ist bemerkenswert. Für September ist ein Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping geplant – und ausgerechnet jetzt zieht der Handelsstreit wieder an. Washington hatte zuletzt neue Zölle auf chinesische Waren verhängt, weitere Unternehmen auf eine Importsperrliste gesetzt und die Einfuhr bestimmter Technologieprodukte beschränkt. Peking konterte mit eigenen Maßnahmen.

Verhandlungstaktik oder Eskalation? Beides ist denkbar. Klar ist: Drohnen sind längst keine Spielzeuge mehr, sondern Dual-Use-Güter – zivile Plattform und potenzielle Waffe zugleich. Der Ukraine-Krieg hat das jedem Verteidigungsplaner vor Augen geführt.

Und Europa? Schaut zu

Für deutsche Unternehmen bedeutet der Deckel von 15 Prozent zwar eine Erleichterung im Vergleich zu China – ein Wettbewerbsvorteil ist er nicht. Denn während die USA mit Zöllen brachial eine eigene Industrie hochziehen, diskutiert man in Brüssel und Berlin lieber über Regulierungsrahmen, Zertifizierungen und Betriebserlaubnisse. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt sich hier ein altbekanntes Muster: Amerika baut, China liefert, Europa reguliert.

Für Anleger ist die Botschaft ebenso unbequem wie eindeutig. Handelskriege, Lieferkettenbrüche und geopolitische Blockbildung sind zur Dauerkulisse geworden. Wer Vermögen über Jahrzehnte sichern will, streut breit – und physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in solchen Phasen historisch als stabilisierender Anker gedient.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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