
Zekiwa am Ende: Ostdeutsche Traditionsmarke fällt dem Geburtenrückgang zum Opfer

Es ist ein Bild, das symptomatisch für den Zustand der deutschen Wirtschaft steht: Mit Zekiwa meldet einer der einstmals größten Kinderwagenhersteller Europas Insolvenz an. Das Traditionsunternehmen aus Kretzschau in Sachsen-Anhalt, das in seiner Blütezeit mit 2.200 Mitarbeitern jährlich über 600.000 Kinder- und Puppenwagen fertigte, kapituliert vor einer Realität, die politisch seit Jahren ignoriert wird – dem dramatischen Geburtenrückgang in Deutschland.
Vom europäischen Marktführer zum Insolvenzfall
Die Geschichte von Zekiwa liest sich wie ein Lehrstück über den Aufstieg und Fall deutscher Industriekultur. Zu DDR-Zeiten belieferte die Fabrik den gesamten Wirtschaftsraum des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), produzierte aber auch für westdeutsche Größen wie Neckermann. Eine Kinderwagenfabrik, die Ost und West verband – und die nun an den Folgen einer Politik zerbricht, die Familie und Nachwuchs offenbar nicht mehr als Priorität betrachtet.
Das Unternehmen selbst benennt die Ursachen mit bemerkenswerter Klarheit: Rückläufige Umsätze, steigende Kosten und eine anhaltende Ergebnisbelastung hätten die vergangenen Monate geprägt. Insbesondere der Geburtenrückgang wirke sich spürbar auf die Nachfrage aus. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um diese Gleichung zu verstehen: Wo keine Kinder geboren werden, braucht man auch keine Kinderwagen.
Ein demografisches Desaster mit Ansage
Deutschland verzeichnet seit Jahren sinkende Geburtenraten. Statt gegenzusteuern – etwa durch eine konsequente Familienpolitik, die junge Paare ermutigt, Kinder zu bekommen – hat sich die Politik der vergangenen Jahre lieber mit Gendersternchen, Klimakleben und identitätspolitischen Grabenkämpfen beschäftigt. Die traditionelle Familie, einst Keimzelle der Gesellschaft, wurde zum Auslaufmodell erklärt. Dass nun ein Unternehmen, dessen gesamtes Geschäftsmodell auf dem Nachwuchs einer Nation basiert, in die Knie geht, sollte als Weckruf verstanden werden.
Bereits nach der Wiedervereinigung hatte Zekiwa schwere Einschnitte hinnehmen müssen. Die Produktion wurde großteils ins Ausland verlagert, der Firmensitz von Zeitz ins nahe Döschwitz verlegt. Am Standort Kretzschau im Burgenlandkreis verblieben lediglich Vertrieb und Entwicklung, während die eigentliche Fertigung weitgehend in Osteuropa stattfindet. Ein Schicksal, das unzählige ostdeutsche Betriebe nach 1990 ereilte – und das die Deindustrialisierung ganzer Regionen besiegelte.
Sanierung als letzte Hoffnung
Immerhin: Der Geschäftsbetrieb laufe vorerst uneingeschränkt weiter, heißt es. Mit dem Magdeburger Sanierungsexperten Nico Kämpfert sei bereits ein Fachmann mit der Investorensuche beauftragt worden. Ob sich tatsächlich jemand findet, der in einem schrumpfenden Markt auf eine Kinderwagenfabrik setzt, darf allerdings bezweifelt werden.
Die Insolvenz von Zekiwa ist mehr als nur das Scheitern eines einzelnen Unternehmens. Sie ist ein Symptom einer Gesellschaft, die ihre eigene Zukunft verspielt. Wer Familien nicht fördert, wer Kinder nicht als Bereicherung, sondern als Belastung für den ökologischen Fußabdruck darstellt, der darf sich nicht wundern, wenn am Ende die Kinderwagenfabriken schließen. Deutschland braucht keine weiteren Sonntagsreden über den demografischen Wandel – es braucht eine Politik, die Familie wieder in den Mittelpunkt stellt. Traditionelle Werte sind kein Relikt vergangener Zeiten, sondern die Grundlage für eine lebensfähige Gesellschaft.
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