
ZDF-Moderatorin verteidigt Zensur-Befürworter: Hayali attackiert kritische Medien

Die Debatte um die skandalösen Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther bei Markus Lanz nimmt immer absurdere Züge an. Nun hat sich ausgerechnet ZDF-Moderatorin Dunja Hayali zu Wort gemeldet – nicht etwa, um die offenkundigen Zensurforderungen des CDU-Politikers zu kritisieren, sondern um jene Medien anzugreifen, die darüber berichtet haben.
Ablenkungsmanöver statt Aufklärung
In einem bemerkenswerten Instagram-Video, das sie bezeichnenderweise auf dem Fußboden liegend mit ihrem Hund aufnahm, wetterte Hayali gegen das Nachrichtenportal NIUS. Dieses habe angeblich Dinge „aus dem Zusammenhang gerissen, verdreht, verfälscht, vertauscht". Das sei „Strategie", behauptete die öffentlich-rechtliche Journalistin, während sie das kritische Medium als „Schrott" bezeichnete.
Was Hayali dabei geflissentlich verschweigt: Die Sendung wurde live ausgestrahlt. Jeder Zuschauer konnte mit eigenen Augen und Ohren verfolgen, wie Günther freie Medien als „Feinde der Demokratie" brandmarkte und forderte, man müsse sich gegen diese „wehren". Ein simples „Ja" des Ministerpräsidenten auf Lanz' suggestive Frage löste die gesamte Debatte aus. Wie man eine Live-Sendung „verdrehen" kann, bleibt Hayalis Geheimnis.
Die Methode der Umdeutung
Besonders pikant erscheint der Versuch der ZDF-Moderatorin, einen Zusammenhang zu früheren Kontroversen herzustellen. Sie erinnerte an die Berichterstattung über ihre Aussagen zum ermordeten US-Aktivisten Charlie Kirk, bei dem sie erklärt hatte, man müsse „kein Mitleid haben". Auch damals habe es sich um eine „Verdrehung" gehandelt, so ihre Darstellung. Dass sie den Verstorbenen im ZDF heute journal als „abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich" bezeichnet hatte, erwähnte sie dabei nicht.
Die Strategie ist durchschaubar: Wer die Berichterstattung über Zensurforderungen als „verdreht" darstellt, lenkt vom eigentlichen Skandal ab. Nicht die Aussagen eines Ministerpräsidenten, der offen gegen freie Medien vorgeht, sollen diskutiert werden – sondern jene, die darüber berichten.
Justizministerin springt bei
Unterstützung erhält diese Umdeutungskampagne von höchster Stelle. Justizministerin Stefanie Hubig äußerte sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung und erklärte zwar, dass „Journalismus mit einer klaren Schlagseite" von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Gleichzeitig mahnte sie jedoch, auch die „vierte Gewalt" habe eine „Verantwortung für unsere Demokratie".
Was zunächst harmlos klingt, offenbart bei genauerem Hinsehen eine beunruhigende Tendenz: Wenn Politiker definieren wollen, welche Medien ihrer „Verantwortung" gerecht werden und welche nicht, bewegen wir uns auf gefährlichem Terrain. Die Geschichte lehrt uns, wohin es führt, wenn staatliche Stellen über die Legitimität von Berichterstattung urteilen.
Der eigentliche Skandal bleibt unbenannt
Während sich die öffentlich-rechtlichen Verteidiger in Rage reden, bleibt der Kern der Angelegenheit unberührt: Ein amtierender Ministerpräsident hat kritische Medien öffentlich als „Feinde der Demokratie" bezeichnet. Er hat gefordert, man müsse sich gegen diese „wehren". Zahlreiche Politiker aus dem grünen und linken Spektrum haben ihm dafür applaudiert.
Dass ausgerechnet eine Journalistin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – finanziert durch Zwangsgebühren der Bürger – nun jene Medien attackiert, die über diese Zensurforderungen berichten, ist bezeichnend für den Zustand unserer Medienlandschaft. Statt ihrer Kontrollfunktion gegenüber der Macht nachzukommen, macht sich ein Teil der Presse zum Verteidiger autoritärer Tendenzen.
Ein Muster wird sichtbar
Die Reaktion auf die Günther-Debatte folgt einem bekannten Schema: Erst werden problematische Aussagen getätigt, dann wird die Berichterstattung darüber als „verdreht" oder „aus dem Zusammenhang gerissen" diffamiert. Schließlich werden die Überbringer der schlechten Nachricht zum eigentlichen Problem erklärt. Es ist eine Methode, die an dunklere Kapitel der deutschen Geschichte erinnert – auch wenn dieser Vergleich manchem unbequem sein mag.
Hayalis abschließender Kommentar zu ihrem Hund – „Schlaf du schön weiter, du Schlafschaf" – wirkt in diesem Kontext wie unfreiwillige Selbstironie. Denn wer hier wirklich schläft, sind jene Bürger, die sich von solchen Ablenkungsmanövern einlullen lassen, anstatt die offensichtlichen Angriffe auf die Pressefreiheit zu erkennen.
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