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18.02.2026
06:36 Uhr

ZDF-Debakel: Öffentlich-rechtlicher Sender muss KI-Fälschung im „Heute-Journal" eingestehen

Es ist ein Vorgang, der in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seinesgleichen sucht – und der einmal mehr die Frage aufwirft, wofür der deutsche Bürger eigentlich monatlich seinen Rundfunkbeitrag entrichtet. Das ZDF sah sich am Dienstagabend gezwungen, im „Heute-Journal" eine zweiminütige Richtigstellung auszustrahlen und förmlich um Entschuldigung zu bitten. Der Grund: In einem Beitrag über ICE-Einsätze gegen illegale Migranten in den USA hatte der Sender gleich doppelt manipuliert – mit einem durch Künstliche Intelligenz generierten Fake-Video und einer völlig falsch zugeordneten Polizeiszene.

Fake-Bilder und falsche Zuordnungen: Die Anatomie eines Medienskandals

Was war geschehen? Am Sonntagabend hatte Moderatorin Dunja Hayali einen Beitrag über Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE anmoderiert, die angeblich „ein Klima der Angst" erzeugten. Der von der Leiterin des New Yorker ZDF-Korrespondentenbüros, Nicola Albrecht, angefertigte Beitrag sollte diese These mit eindrücklichen Bildern untermauern. Doch genau hier begann das Problem – oder besser gesagt: die Manipulation.

Das vermeintlich erschütternde Video einer Frau mit Kind bei einer ICE-Festnahme war schlicht und ergreifend nie passiert. Es handelte sich um ein mit der KI-Software „Sora" generiertes Fake-Video. Eine computergenerierte Fiktion, ausgestrahlt als Realität in einer der meistgesehenen Nachrichtensendungen Deutschlands. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein mit Milliarden an Zwangsgebühren finanzierter Sender verwendet künstlich erzeugte Bilder, um eine bestimmte politische Erzählung zu stützen.

Doch damit nicht genug. In einer zweiten Szene wurde die angebliche ICE-Verhaftung eines Jungen gezeigt. Die Wahrheit? Das Kind hatte 2022 – wohlgemerkt unter der Präsidentschaft von Joe Biden, nicht unter Donald Trump – einen Amoklauf angekündigt und war deshalb von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Mit den aktuellen Migrationseinsätzen unter der Trump-Administration hatte die Szene also rein gar nichts zu tun.

Erst Herunterspielen, dann der erzwungene Kniefall

Besonders entlarvend ist die Chronologie der Ereignisse. Nachdem der OERR-Blog die Manipulation auf der Plattform X aufgedeckt hatte und weitere Medien den Fall aufgriffen und weiter recherchierten, versuchte ein ZDF-Sprecher zunächst, den Skandal kleinzureden. Es reiche doch, so die anfängliche Haltung, den Fehler auf der hauseigenen Korrektur-Seite zu berichtigen. Eine Korrektur-Seite, die vermutlich weniger Leser hat als die Speisekarte der ZDF-Kantine.

Erst als der öffentliche Druck nach zwei Tagen intensiver Berichterstattung offenbar unerträglich wurde, rang sich die Anstalt zu dem beispiellosen Schritt durch. ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek trat vor die Kamera und sprach von „handwerklichen Fehlern". Handwerkliche Fehler – eine bemerkenswert verharmlosende Wortwahl für das, was man auch schlicht als journalistische Fälschung bezeichnen könnte.

„Dieser Beitrag entsprach nicht unseren hohen Standards. Dafür bitte ich Sie, unsere Zuschauer, als ZDF-Nachrichtenchefin ausdrücklich um Entschuldigung."

Gellinek sprach von einem „Doppelfehler", den man nun „sorgfältig aufarbeiten" wolle. Die Prüf- und Verifikationsverfahren des ZDF seien „in diesem Fall zu spät angewandt" worden. Man investiere eigentlich „sehr viel Kraft", um geprüfte Informationen zu liefern. Diesmal sei es eben nicht gelungen.

Symptom eines tieferliegenden Problems

Doch reicht eine Entschuldigung wirklich aus? Der Vorfall wirft fundamentale Fragen auf, die weit über einen einzelnen Beitrag hinausgehen. Wie konnte ein KI-generiertes Video sämtliche Qualitätskontrollen eines Senders passieren, der sich selbst als Bollwerk gegen Desinformation inszeniert? Wie konnte eine Szene aus dem Jahr 2022 als aktuelles Geschehen unter der Trump-Regierung verkauft werden? Und vor allem: Wäre der Skandal jemals aufgeflogen, hätten nicht unabhängige Blogger und alternative Medien die Fälschung enttarnt?

Es ist eine bittere Ironie, dass ausgerechnet jene öffentlich-rechtlichen Anstalten, die sich als Hüter der Wahrheit und als Schutzwall gegen „Fake News" gerieren, selbst bei der Verbreitung von Falschinformationen ertappt werden. Und das nicht etwa bei einem Randthema, sondern bei der hochpolitischen Frage der illegalen Migration in den USA – einem Thema, bei dem die Berichterstattung deutscher Medien ohnehin seit Jahren eine auffällige Schlagseite aufweist.

Der deutsche Bürger zahlt derzeit 18,36 Euro monatlich an Rundfunkgebühren – ob er will oder nicht. Dafür darf er erwarten, dass ihm keine computergenerierten Fantasiebilder als Realität verkauft werden. Dass es erst des Drucks von außen bedurfte, um das ZDF zu einer Richtigstellung zu bewegen, spricht Bände über das Selbstverständnis einer Institution, die sich längst von ihrem eigentlichen Auftrag entfernt zu haben scheint. Statt neutraler, faktenbasierter Berichterstattung liefert man narrative Stimmungsmache – und wenn es an echtem Bildmaterial mangelt, hilft eben die Künstliche Intelligenz nach.

Dieser Skandal sollte jedem Gebührenzahler die Augen öffnen. Vertrauen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde, kann in Sekunden zerstört werden. Und mit jeder solchen Enthüllung wächst die berechtigte Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seiner jetzigen Form noch eine Daseinsberechtigung hat – oder ob er längst zu einem Instrument geworden ist, das weniger informiert als vielmehr erzieht.

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