
Wohnungsbau in Deutschland vor dem Kollaps: LEG-Chef zeichnet düsteres Bild
Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Infrastruktur retten will, offenbart der Chef des zweitgrößten deutschen Wohnungsunternehmens eine unbequeme Wahrheit: Der Wohnungsneubau in Deutschland bricht noch stärker ein als ohnehin befürchtet. Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien mit rund 170.000 Wohnungen im Bestand, findet drastische Worte für den Zustand des deutschen Immobilienmarktes.
Ein „Schlag in die Magengrube" für den Markt
Die geopolitischen Verwerfungen – insbesondere die Eskalation im Nahen Osten zwischen Iran und Israel – treffen den ohnehin angeschlagenen deutschen Immobilienmarkt mit voller Wucht. Von Lackum beschreibt die Situation als einen regelrechten Schlag in die Magengrube. Der Transaktionsmarkt werde einen erheblichen Dämpfer erhalten, die Börse fürchte Zinserhöhungen, und Unternehmen wie die LEG würden in „Sippenhaft" genommen.
Doch was den LEG-Chef offenbar noch mehr beunruhigt als steigende Zinsen, ist ein ganz anderes Signal: Ausländische Investoren stellten ihm inzwischen primär die Frage, ob Deutschland den Rückweg in die Planwirtschaft und die Kollektivierung des Eigentums plane. Eine vernichtendere Diagnose für den Investitionsstandort Deutschland kann man sich kaum vorstellen. Jahrelange ideologiegetriebene Regulierungswut, Mietendeckel-Fantasien und eine Politik, die Eigentum eher als Sünde denn als Grundrecht betrachtet, zeigen ihre Wirkung. Das Vertrauen internationaler Kapitalgeber in Deutschland erodiert – und zwar nachhaltig.
Baukosten explodieren, Neubau implodiert
Besonders alarmierend sind von Lackums Aussagen zum Neubau. In diesem Jahr werde noch weniger gebaut als ohnehin befürchtet, so seine nüchterne Einschätzung. Projektentwickler litten unter massiven Preissteigerungen bei Baustoffen wie Zement oder Bitumen. Das „zarte Pflänzchen" steigender Baugenehmigungen werde sich nicht in höheren Fertigstellungszahlen niederschlagen, wenn die Baukosten die Zahlungsbereitschaft von Käufern und Mietern überstiegen.
Man muss sich diese Absurdität auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland, einst Inbegriff von Ingenieurskunst und Baukultur, schafft es nicht mehr, ausreichend Wohnungen zu errichten. Und das in einer Zeit, in der die Bevölkerung durch unkontrollierte Migration weiter wächst und der Druck auf den Wohnungsmarkt stetig zunimmt. Hunderttausende suchen verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum, während die Bürokratie jeden Spatenstich zum Hindernislauf macht.
Energiepreise als zusätzliche Belastung für Mieter
Als wäre die Lage nicht schon prekär genug, drohen den Mietern durch steigende Energiepreise weitere Belastungen. Von Lackum schließt zusätzliche Kosten ausdrücklich nicht aus. Sein Unternehmen setze auf Hybridlösungen – eine Kombination aus Wärmepumpe und Gas für Spitzenlasten – als Brückentechnologie. Flächendeckend neue Gasheizungen einzubauen, komme hingegen nicht infrage. Die Zeche für das ideologisch motivierte Heizungsgesetz der Vorgängerregierung zahlen am Ende die Mieter – wie immer.
Möbliertes Wohnen: „Eine Schweinerei"
Bemerkenswert deutlich wird der LEG-Chef beim Thema möbliertes Wohnen. Es sei schlicht eine „Schweinerei", wenn ein Apartment mit einem alten Ikea-Bett für 40 Euro pro Quadratmeter als möblierte Wohnung vermietet werde. Dass die Politik in solchen Fällen eingreife, könne er nachvollziehen. Bei der Indexmiete hingegen – also jener Mietform, die sich an der Inflation orientiert – halte er neue Regulierungen für falsch. Nach Jahren sehr niedriger Inflationsraten habe es eine einmalige Inflationsspitze gegeben, und darauf mit neuen Eingriffen zu reagieren, sei der falsche Weg.
Hier zeigt sich das grundlegende Dilemma der deutschen Wohnungspolitik: Statt die Ursachen zu bekämpfen – überbordende Bauvorschriften, exzessive Energieauflagen, mangelnde Baulandausweisung –, doktert die Politik permanent an den Symptomen herum. Jede neue Regulierung verschreckt Investoren weiter und verschärft die Wohnungsnot, die sie eigentlich lindern soll. Ein Teufelskreis, der sich seit Jahren dreht und unter wechselnden Regierungen nur an Geschwindigkeit zugenommen hat.
Rekordergebnis 2025 – doch wie lange noch?
Immerhin: Die LEG hat im Jahr 2025 ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Doch auf die Frage, ob sich dies 2026 fortsetzen lasse, gibt sich von Lackum kämpferisch: Nicht zu wachsen hieße Rückschritt. Eine Aussage, die angesichts der geopolitischen Unsicherheiten, explodierender Baukosten und eines zunehmend investorenfeindlichen Umfelds fast schon wie Zweckoptimismus klingt.
Die Botschaft des LEG-Chefs ist unmissverständlich: Deutschland verliert als Immobilienstandort rapide an Attraktivität. Wer sein Vermögen langfristig schützen will, sollte in Zeiten wie diesen über eine breite Diversifikation nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Immobilienmärkte unter Druck geraten und geopolitische Krisen die Finanzmärkte erschüttern. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.
- Themen:
- #Immobilien
- #Energie
- #Enteignung

Aufzeichnung Enteignungswelle 2026
Ernst Wolff, Roland Tichy, Philip Hopf, Thilo Sarrazin, Regenauer & Thurn und Taxis zeigen, wie Sie Ihr Vermögen schützen.
Ihre Webinar-Pakete
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











