Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
29.04.2026
04:31 Uhr

Witwen-Witz mit Folgen: US-Medienaufsicht knöpft sich ABC nach Kimmel-Eklat vor

Witwen-Witz mit Folgen: US-Medienaufsicht knöpft sich ABC nach Kimmel-Eklat vor

Was als spöttische Pointe in einer Late-Night-Show begann, hat binnen weniger Tage eine handfeste medienpolitische Lawine ausgelöst. Die US-Medienaufsicht Federal Communications Commission (FCC) hat angeordnet, die Sendelizenzen des Senders ABC, einer Tochter des Disney-Konzerns, vorzeitig auf den Prüfstand zu stellen. Auslöser sei – so jedenfalls der zeitliche Ablauf – ein als geschmacklos empfundener Witz des Moderators Jimmy Kimmel über First Lady Melania Trump gewesen.

Eine Bemerkung mit Sprengkraft

In seiner Sendung am vergangenen Donnerstag hatte Kimmel der Ehefrau des US-Präsidenten das Strahlen einer „werdenden Witwe“ attestiert. Eine Formulierung, die in normalen Zeiten vielleicht als billige Pointe abgetan worden wäre. Doch in einem politisch ohnehin überhitzten Klima, in dem Donald Trump bereits zwei Attentatsversuche überlebt habe und in dem Sicherheitsfragen rund um den Präsidenten allgegenwärtig seien, wirkte der Spott wie ein Funke im Pulverfass.

Trump reagierte umgehend auf seiner Plattform Truth Social. Von einem „verabscheuungswürdigen Aufruf zur Gewalt“ war die Rede, verbunden mit der unmissverständlichen Forderung, Disney und ABC müssten Kimmel umgehend entlassen. Wer Trumps Kommunikationsstil kennt, weiß: Das war keine bloße Empörungsgeste, sondern der Auftakt zu einem politischen Schlagabtausch.

Die FCC schaltet sich ein

Nur Stunden später folgte der nächste Akt: Die FCC forderte Disney auf, den Antrag auf Verlängerung der ABC-Sendelizenzen einzureichen – und zwar Jahre vor dem regulär vorgesehenen Termin. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der in der amerikanischen Medienbranche aufhorchen lasse. Kritiker dürften darin einen Schuss vor den Bug eines unliebsamen Senders sehen, Befürworter eine längst überfällige Maßnahme gegen die ausufernde Geschmacklosigkeit im Mainstream-Fernsehen.

Kimmels Verteidigung – und der zeitliche Zufall

Kimmel selbst wies die Vorwürfe zurück. Sein Witz sei lediglich ein „milder Spott“ über den erheblichen Altersunterschied zwischen dem bald 80-jährigen Präsidenten und seiner 56-jährigen Ehefrau gewesen. Von einem Aufruf zur Gewalt könne keine Rede sein, das wisse auch das Weiße Haus.

Der Zufall – oder eben die Brisanz – wollte es, dass nur zwei Tage nach Kimmels Bemerkung am Rande des Korrespondenten-Dinners in Washington ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zum Veranstaltungssaal zu durchbrechen. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Gericht warf dem Verdächtigen am Montag versuchten Mord am US-Präsidenten vor. Dass dieser Vorfall die Witwen-Pointe Kimmels nachträglich in ein deutlich ungünstigeres Licht rücke, dürfte schwer von der Hand zu weisen sein.

Eine Debatte, die auch Deutschland kennen sollte

Während sich nun in den USA Juristen, Medienanwälte und Politiker an der Frage abarbeiten, wo die Grenze zwischen Satire und Verantwortungslosigkeit verlaufe, lohnt auch hierzulande ein Blick auf die hiesige Medienlandschaft. Auch in Deutschland habe sich in den vergangenen Jahren eine Kultur der einseitigen Häme etabliert, in der konservative Politiker, Andersdenkende oder unliebsame Stimmen mit einer Selbstverständlichkeit verspottet werden, die jedem Maßstab journalistischer Sorgfalt Hohn spreche. Über die Frage, ob öffentlich-rechtliche Sender mit Zwangsbeiträgen finanziert werden müssten, um derlei Geschmacklosigkeiten zu produzieren, würde eine ähnliche Debatte vermutlich überfällig sein.

Pressefreiheit oder Verantwortungslosigkeit?

Naturgemäß werden die etablierten Medien in den USA – und ihre transatlantischen Verbündeten – nun den großen Aufschlag des „Angriffs auf die Pressefreiheit“ inszenieren. Doch die Sache hat zwei Seiten. Pressefreiheit bedeute nicht Narrenfreiheit. Wer in einem Klima gezielter Gewaltbereitschaft gegen einen amtierenden Präsidenten Anspielungen auf dessen Tod als Pointe verkauft, der dürfe sich über Konsequenzen nicht wundern. Die Frage sei nicht, ob Kimmel sagen darf, was er gesagt habe – die Frage sei, ob ein privatwirtschaftlich agierender Sender ihn dafür weiter bezahlen müsse, und ob die Aufsichtsbehörden hellhörig werden dürften, wenn ein Medienkonzern systematisch über die Stränge schlage.

Wie das Verfahren ausgehen werde, ist offen. Klar dürfte aber sein, dass die Auseinandersetzung zwischen Trump und den ihm feindlich gesinnten Medienkonzernen damit eine neue Eskalationsstufe erreicht habe. Die zweite Amtszeit des Präsidenten verspricht, was die Medienpolitik betrifft, alles andere als langweilig zu werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen