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Kettner Edelmetalle
16.03.2026
12:39 Uhr

Wenn Fritteusen verstummen: Der Iran-Krieg entfesselt eine globale Energiekrise

Wenn Fritteusen verstummen: Der Iran-Krieg entfesselt eine globale Energiekrise

Was passiert, wenn eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt faktisch gesperrt wird? Die Antwort darauf liefert derzeit Indien – und sie ist erschreckend. Der Krieg im Nahen Osten, ausgelöst durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, hat eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, deren Ausmaß weit über steigende Spritpreise hinausgeht. Während deutsche Autofahrer an der Zapfsäule über die Zwei-Euro-Marke pro Liter stöhnen, kämpfen Millionen Menschen in Asien mit einer existenziellen Versorgungskrise.

Die Meerenge von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft

Die iranischen Revolutionsgarden haben als Vergeltung für die massiven Raketenbeschüsse die Meerenge von Hormus faktisch blockiert. Durch diesen schmalen Wasserweg im Persischen Golf fließen rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls und Flüssiggases. Ein Fünftel. Und etwa 80 Prozent davon gehen nach Asien. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu verstehen, welche Verwerfungen eine solche Blockade auslöst.

Indien, einer der weltweit größten Importeure von LNG, trifft es mit voller Wucht. Die Flüssiggasknappheit zeigt sich besonders drastisch am Mangel der im südasiatischen Land allgegenwärtigen Gasflaschen. Die indische Staatsregierung sah sich bereits gezwungen, ein Verbot der Nutzung von Flüssiggasflaschen für Haushalte zu erlassen, die über einen Erdgasanschluss verfügen – eine Maßnahme, die das Ausmaß der Krise schonungslos offenlegt.

Vom Restaurant bis zum Krematorium – eine Gesellschaft im Energienotstand

Die Auswirkungen durchdringen sämtliche Lebensbereiche der indischen Gesellschaft. Restaurants in Mumbai und anderen Großstädten müssen ihre Speisekarten zusammenstreichen. Der indische Restaurantverband habe den Lokalen kürzere Öffnungszeiten empfohlen und geraten, auf Gerichte zu verzichten, die große Mengen an Flüssiggas verbrauchen. Frittierte Speisen? Gestrichen. Gerichte, die stundenlang köcheln müssen? Ebenfalls. Die Fritteusen werden abgestellt, die Öfen heruntergefahren.

Doch es geht noch weiter – in Bereiche, die man sich kaum vorstellen mag. Krematorien seien teilweise gezwungen, ihre Einäscherungen einzuschränken. Die Unterversorgung mit Flüssiggas gefährde den reibungslosen Ablauf in den Anlagen. Viele Familien würden bereits auf traditionelle Feuerbestattungen mit Holz zurückgreifen, was jedoch deutlich höhere Kosten und einen erheblich größeren Zeitaufwand bedeute. Andere Einrichtungen setzten auf elektronische Öfen als Alternative. Wenn selbst die Bestattung der Toten zur logistischen Herausforderung wird, hat eine Krise eine Dimension erreicht, die zutiefst beunruhigend ist.

Schwarzmarkt und Kriminalität: Gasflaschen als neues Diebesgut

Wo Mangel herrscht, blüht der Schwarzmarkt – das war schon immer so, und Indien bildet keine Ausnahme. Ein Restaurantbetreiber aus Mumbai berichtete, dass der Preis für Gasflaschen auf dem Schwarzmarkt auf das Doppelte angestiegen sei. Die Aussicht auf hohe Gewinnmargen treibt die Kriminalität in absurde Höhen. 76 gestohlene Gasflaschen aus einem Lagerhaus hier, 13 entwendete Flaschen dort, ein Raubüberfall auf das Haus eines Wachmanns, dessen Ziel eine angekettete Gasflasche war – all diese Fälle wurden innerhalb von nur 24 Stunden gemeldet.

Die indische Zentralregierung hat als Reaktion Razzien gegen den Schwarzmarkthandel angekündigt und will einer „Hortung" von Gasflaschen entgegenwirken. Beamte staatlicher Ölmarketinggesellschaften würden unangekündigte Kontrollen bei Flüssiggas-Vertriebsstellen durchführen. Man kennt solche Szenarien aus Krisenzeiten – und genau das ist es, was Indien gerade durchlebt.

Beschwichtigungen aus Neu-Delhi – doch die Realität spricht eine andere Sprache

„Die Bürger werden gebeten, nicht in Panik zu geraten", heißt es in einer Mitteilung der indischen Regierung. Keine Panikkäufe, alles unter Kontrolle, die Versorgung sei gesichert. Gleichzeitig fordert dieselbe Regierung die Bevölkerung auf, möglichst auf Erdgas umzusteigen, und versichert, dass Flüssiggaskanister über digitale Plattformen „weiterhin gebucht werden" könnten. Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt die Nervosität hinter den diplomatischen Formulierungen.

Indien steht mit seiner Misere keineswegs allein. Thailand, Pakistan, Vietnam und Südkorea hätten bereits Maßnahmen erlassen, um den Verbrauch von Öl und Gas zu drosseln. In Thailand würden Klimaanlagen auf höhere Temperaturen eingestellt, Südkorea setze auf eine Preisbremse gegen die gestiegenen Energiekosten.

Ein Lehrstück über fossile Abhängigkeit – auch für Deutschland

Was sich in Asien abspielt, sollte auch hierzulande als Warnsignal verstanden werden. Deutschland hat nach dem selbstverschuldeten Desaster um die russischen Gaslieferungen schmerzlich erfahren müssen, was einseitige Energieabhängigkeit bedeutet. Und was hat die Politik daraus gelernt? Offenbar wenig. Statt auf eine pragmatische, technologieoffene Energiepolitik zu setzen, die Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise garantiert, hat man sich jahrelang ideologischen Träumereien hingegeben. Die Quittung kommt nun auch an deutschen Tankstellen an – mit Preisen jenseits der Zwei-Euro-Marke.

Die Krise im Nahen Osten zeigt einmal mehr, wie fragil die globalen Lieferketten sind und wie schnell geopolitische Konflikte den Alltag von Milliarden Menschen beeinflussen können. Wer in solchen Zeiten sein Vermögen schützen will, sollte über physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Beimischung im Portfolio nachdenken. In Zeiten explodierender Energiepreise und geopolitischer Unsicherheit haben sich diese bewährten Wertaufbewahrungsmittel seit Jahrtausenden als verlässlicher Anker erwiesen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keine Haftung.

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